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„Vatileaks“ Mal angenommen...

 ·  Seit Wochen spielen Unbekannte italienischen Medien geheime Dokumente aus dem Vatikan zu. Um Unrecht aufzudecken, sagen sie. Geht es wirklich darum?

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Stephan Kiefer

Züridütsch

"Während Monaten". Jöö, so schön :-)

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Erich Jansen
Erich Jansen (Nonosus) - 18.06.2012 15:15 Uhr

Purer Egoismus mit positiven Nebenwirkungen

Tatsächlich verfolgen die "Raben" kein öffentliches, sondern ein höchst egoistisches Interesse. Hätten sie strafrechtlich belastbares Material in der Hand, sie hätten diese Karte längst ausgespielt. Jedenfalls dann, wenn es ihnen darum ginge, die Kirche von Korruption zu reinigen. So allerdings erzeugen sie nur das unbestimmte Gefühl, dass sich etwas ändern sollte. Und präsentieren gleich auch mögliche Köpfe, die rollen könnten.
Von außen und mit einer gewissen Distanz zur katholischen Glaubensorganisation betrachtet, hat dieses im Kern schändliche Vorgehen allerdings sein Gutes. Es durchbricht die Mauer des Schweigens und macht deutlich, dass auch hinter den Mauern des Vatikans nichts ewig verborgen bleiben kann. Der beste Weg zu Transparenz und demokratischen Strukturen ist eine wache Presse (an dieser Stelle: Danke, FAZ!). Und die Gewissheit, dass Korruption mit einem unwägbaren Risiko verbunden ist. Wenn sich letzteres im Vatikan herumspricht, ist schon einiges gewonnen.

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Wolfgang Ebel

wer hat

im Vatikan eigentlich das Sagen ? Der ungeliebte, glücklose unnd wenig durchsetzungsfähige deutsche Papst hat einen schweren Stand. Mit Sprüchen wie " wir sind ein alter Papst " verschafft sich Ratzinger wenig Respekt sondern erntet nur mitleidiges Lächeln. Im Vatikan herrschen m.E. mafiaähnliche Zustände und man weiss absolut nicht Bescheid, wer was wirklich will und warum.
Die an speziellen Tagen wie Ostern beispielsweise demontrierte Einigkeit, ist kaum mehr als ein farbenprächtiges Kasperle-Theater, welche den Gläubigen den Eindruck von Geschlossenheit und Eintracht geben soll. Tatsächlich herrscht aber Zwietracht. Warum versuchen Religionen und Sekten - insbesondere auch der katholische Klerus - immer noch, seine Anhänger zu verwirren ?
Die Masse der Menschen lässt sich ebenso gut mit dem Schein abspeisen, als mit der Wirklichkeit. Ja, häufig wird sie mehr durch den Schein der Dinge als durch die Dinge selbst bewegt . . . meinte schon Maciavelli. . womit er wohl Recht hatte

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.06.2012 18:08 Uhr
Wolfgang Ebel

mit dem Vatikan

meine ich die Einrichtungen, welche uner der Aegide des Vatikan agieren. so z.B. Banco Ambrosiano . . . . noch nie was von diesem Skandal gehört, nichts von den ungeklärten Todesfällen, wozu ich auch das plötzliche Ableben des 33 Tage-Papstes Albino Luciani zähle. Richtig - nicht jeder im Vatikan gehört dem Klerus an. Aber bitte . . . . . wer wird denn hinter den derzeitigen Machenschaften gegen Ratzinger gehandelt. Das sind doch wohl nicht Angehörige der Schweizer Garde oder technisches Personal. ? Ein deutscher Papst . . . wann kam das schon einmal vor ? Hat er denn so recht viel Glück mit Kardinälen welche mehr oder weniger offen gegen ihn intrigieren ? Ein Schuldiger - sein Kammerdiener " soll wohl für alles herhalten ? Vielleicht sollten Sie mal bei Otto von Corvin nachlesen. Kann nicht schaden. Heute ist es kaum besser - leider.

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Cornelia  Holtmann

Nachtrag: Wie kommen Sie zu der Auffassung, der Papst sei "ungeliebt" und "glücklos"?

...

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Cornelia  Holtmann

In welcher Weise - glauben Sie - will "der katholische Klerus seine Anhänger ... verwirren"?

Im Mittelpunkt der Kirche steht der Glaube an Jesus Christus, der schafft die Einigkeit. Dass die Kirche eine Kirche der Menschen ist und somit nicht frei von Fehlern, ist bedauerlich, aber auch nicht erstaunlich. Aber die Kirche ist nicht gleichzusetzen mit ihren Fehlern, so wie Justizirrtümer nicht das Wesen der Justiz ausmachen.

Und wenn Sie schreiben, dass im Vatikan "mafiaähnliche Zustände herrschen", dann sollten Sie doch sagen, was Sie mit "im Vatikan" meinen. Nicht jeder Mensch im Vatikan gehört dem Klerus an.

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