16.06.2012 · Seit Wochen spielen Unbekannte italienischen Medien geheime Dokumente aus dem Vatikan zu. Um Unrecht aufzudecken, sagen sie. Geht es wirklich darum?
Von Yvonne StaatRichtlinien für Lesermeinungen
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"Während Monaten". Jöö, so schön :-)
Purer Egoismus mit positiven Nebenwirkungen
Tatsächlich verfolgen die "Raben" kein öffentliches,
sondern ein höchst egoistisches Interesse. Hätten sie
strafrechtlich belastbares Material in der Hand, sie hätten diese
Karte längst ausgespielt. Jedenfalls dann, wenn es ihnen darum
ginge, die Kirche von Korruption zu reinigen. So allerdings erzeugen sie
nur das unbestimmte Gefühl, dass sich etwas ändern sollte. Und
präsentieren gleich auch mögliche Köpfe, die rollen könnten.
Von außen und mit einer gewissen Distanz zur katholischen
Glaubensorganisation betrachtet, hat dieses im Kern schändliche
Vorgehen allerdings sein Gutes. Es durchbricht die Mauer des Schweigens
und macht deutlich, dass auch hinter den Mauern des Vatikans nichts ewig
verborgen bleiben kann. Der beste Weg zu Transparenz und demokratischen
Strukturen ist eine wache Presse (an dieser Stelle: Danke, FAZ!). Und
die Gewissheit, dass Korruption mit einem unwägbaren Risiko
verbunden ist. Wenn sich letzteres im Vatikan herumspricht, ist schon
einiges gewonnen.
im Vatikan eigentlich das Sagen ? Der ungeliebte, glücklose unnd
wenig durchsetzungsfähige deutsche Papst hat einen schweren Stand.
Mit Sprüchen wie " wir sind ein alter Papst " verschafft
sich Ratzinger wenig Respekt sondern erntet nur mitleidiges
Lächeln. Im Vatikan herrschen m.E. mafiaähnliche Zustände
und man weiss absolut nicht Bescheid, wer was wirklich will und warum.
Die an speziellen Tagen wie Ostern beispielsweise demontrierte
Einigkeit, ist kaum mehr als ein farbenprächtiges Kasperle-Theater,
welche den Gläubigen den Eindruck von Geschlossenheit und Eintracht
geben soll. Tatsächlich herrscht aber Zwietracht. Warum versuchen
Religionen und Sekten - insbesondere auch der katholische Klerus - immer
noch, seine Anhänger zu verwirren ?
Die Masse der Menschen lässt sich ebenso gut mit dem Schein
abspeisen, als mit der Wirklichkeit. Ja, häufig wird sie mehr durch
den Schein der Dinge als durch die Dinge selbst bewegt . . . meinte
schon Maciavelli. . womit er wohl Recht hatte
mit dem Vatikan
meine ich die Einrichtungen, welche uner der Aegide des Vatikan agieren. so z.B. Banco Ambrosiano . . . . noch nie was von diesem Skandal gehört, nichts von den ungeklärten Todesfällen, wozu ich auch das plötzliche Ableben des 33 Tage-Papstes Albino Luciani zähle. Richtig - nicht jeder im Vatikan gehört dem Klerus an. Aber bitte . . . . . wer wird denn hinter den derzeitigen Machenschaften gegen Ratzinger gehandelt. Das sind doch wohl nicht Angehörige der Schweizer Garde oder technisches Personal. ? Ein deutscher Papst . . . wann kam das schon einmal vor ? Hat er denn so recht viel Glück mit Kardinälen welche mehr oder weniger offen gegen ihn intrigieren ? Ein Schuldiger - sein Kammerdiener " soll wohl für alles herhalten ? Vielleicht sollten Sie mal bei Otto von Corvin nachlesen. Kann nicht schaden. Heute ist es kaum besser - leider.
Nachtrag: Wie kommen Sie zu der Auffassung, der Papst sei "ungeliebt" und "glücklos"?
...
In welcher Weise - glauben Sie - will "der katholische Klerus seine Anhänger ... verwirren"?
Im Mittelpunkt der Kirche steht der Glaube an Jesus Christus, der
schafft die Einigkeit. Dass die Kirche eine Kirche der Menschen ist und
somit nicht frei von Fehlern, ist bedauerlich, aber auch nicht
erstaunlich. Aber die Kirche ist nicht gleichzusetzen mit ihren Fehlern,
so wie Justizirrtümer nicht das Wesen der Justiz ausmachen.
Und wenn Sie schreiben, dass im Vatikan "mafiaähnliche
Zustände herrschen", dann sollten Sie doch sagen, was Sie mit
"im Vatikan" meinen. Nicht jeder Mensch im Vatikan gehört
dem Klerus an.