http://www.faz.net/-gpf-8pewo

Trumps Außenminister : Amerika steht zum Nato-Beistandspakt

  • Aktualisiert am

Der zukünftige Außenminister Rex Tillerson vor dem amerikanischen Senat in Washington Bild: AFP

Im Wahlkampf hat Donald Trump noch gedroht, den Nato-Partnern im Falle eines Angriffs nicht helfen zu wollen. Nach der Anhörung des angehenden Außenministers Tillerson könnte den Osteuropäern ein Stein vom Herzen fallen.

          Der designierte amerikanische Außenminister Rex Tillerson hat sich klar zu den Bündnisverpflichtungen innerhalb der Nato bekannt. In seiner Anhörung vor dem Senat sagte der republikanische Politiker am Mittwoch, die in Artikel 5 des Nato-Vertrags vereinbarte gegenseitige Beistandspflicht im Angriffsfall sei „unantastbar“.

          Äußerungen des künftigen Präsidenten Donald Trump im Wahlkampf hatten besonders in den baltischen und osteuropäischen Staaten große Sorgen ausgelöst. Trump stellte das bedingungslose Bekenntnis der Vereinigten Staaten zum Schutz der Nato-Verbündeten infrage. Vor einem Eingreifen zugunsten der baltischen Staaten würde er zunächst prüfen, ob diese „ihre Verpflichtungen uns gegenüber erfüllt haben“, zitierte ihn die „New York Times“ im vergangenen Sommer.

          Artikel 5 legt fest, dass ein Angriff auf einen Nato-Partner als Angriff auf die gesamte Allianz angesehen wird. Er gilt als Pfeiler des Systems der kollektiven Abschreckung. Für zusätzliche Verunsicherung in den osteuropäischen Staaten hatte Trumps russlandfreundlicher Kurs gesorgt.

          Quelle: Reuters

          Weitere Themen

          Wortkrieg zwischen Kim Jong-un und Donald Trump Video-Seite öffnen

          Nordkorea : Wortkrieg zwischen Kim Jong-un und Donald Trump

          Im Streit um das nordkoreanische Atomprogramm dreht sich die Eskalationsspirale immer schneller. Nach seiner Drohung vor der UN-Vollversammlung, Nordkorea notfalls "völlig zu zerstören", legt US-Präsident Donald Trump jetzt mit neuen Sanktionen nach. Pjöngjang deutet daraufhin die Möglichkeit eines Wasserstoffbomben-Tests über dem Pazifik an.

          Topmeldungen

          Beherrscht von Angst und Zorn: Pegida-Demonstration in Dresden

          Rechtspopulismus : Gefühlt im Recht

          Hass, Wut, Angst – was treibt Menschen an, rechtspopulistischen Bewegungen ihre Stimme zu geben? In seinem Essay über „Zornpolitik“ versucht Uffa Jensen, politische Emotionen zu erklären.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.