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Urwahl bei der UMP Vaterlose Sammlungspartei

Die nach Sarkozys Abwahl vaterlos gewordene UMP sucht in Frankeich einen neuen Vorsitzenden. Die Urwahl ist zu einer Zerreißprobe geworden, die Wunden hinterlassen wird.

Dass es unter Parteifreunden oft rabiater zugeht als zwischen politischen Gegnern hat man an diesem Wochenende nicht nur im deutschen Südwesten (am Beispiel von FDP und CDU) studieren können, sondern auch in Frankreich. Da suchte die nach Sarkozys Abwahl vaterlos gewordene rechte Sammlungspartei UMP einen Vorsitzenden, und zwar in einer Urwahl. Fast sechs Monate dauerte der Wahlkampf der beiden Rivalen Fillon und Copé, und mit zunehmender Dauer wurde er immer giftiger.

Wie in einer Bananenrepublik haben sich beide vorzeitig zum Sieger ausgerufen; inzwischen steht auch der korrekte Ablauf der Wahl in Frage. Fillon, Sarkozys Premierminister, und Copé, langjähriger Fraktionschef der UMP, schielen über den Parteivorsitz hinaus auf die nächste Präsidentenwahl.

Aber der Präsidentschaftskandidat der UMP soll wiederum durch eine Urwahl bestimmt werden. Das wird die Partei noch einmal aktivieren, könnte aber auch zu einer neuerlichen Zerreißprobe werden. Wie immer die Wahl jetzt ausgeht: erst einmal müssen Wunden geheilt werden. Will man die in drei Jahren wirklich neu aufreißen?

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Quelle: F.A.Z.

 
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