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Aktualisiert: 21.02.2017, 17:22 Uhr

Krawalle in Schweden Jugendliche randalieren in Stockholm

Am Wochenende hat Trump mit Aussagen über einen angeblichen Vorfall in Schweden für Aufsehen gesorgt. Jetzt gab es im Migrantenviertel Rinkeby tatsächlich Krawalle.

© AP Krawall: Feuerwehrmänner beobachten am Montagabend die Lage in Rinkeby.

Nach einer Festnahme in einer U-Bahn-Station sind am späten Montagabend in einem Stockholmer Migrantenviertel Dutzende Jugendliche auf Polizisten losgegangen. Die Beamten wurden mit Steinen beworfen. Ein Polizist habe einen Schuss abgefeuert, der aber niemanden verletzt habe, teilte die Polizei am Dienstag mit.

Bei der Auseinandersetzung im Stadtteil Rinkeby wurden drei Menschen verletzt, darunter ein Polizist. Zehn Autos wurden angezündet und einige Geschäfte geplündert. Ein Ladenbesitzer wurde nach Polizeiangaben bei dem Versuch angegriffen, sein Geschäft zu verteidigen. Nach Mitternacht gelang es der Polizei, wieder Ordnung herzustellen.

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In Rinkeby machen Einwanderer mehr als 80 Prozent der Einwohner aus; die Arbeitslosigkeit ist hoch. Die Polizei ist in der Vergangenheit mehrfach für ungeschickten Umgang mit den Problemen in dem Stadtteil kritisiert worden. Zu dem Verdächtigen, dessen Festnahme die Unruhen ausgelöst hatte, gab es zunächst keine näheren Angaben.

Trumps umstrittene Schweden-Äußerungen

Am Wochenende hatte der amerikanische Präsident Trump für Aufsehen gesorgt, weil er vor Anhängern im Bundesstaat Florida auf einen problematischen Vorfall in Schweden verwiesen hatte „Schaut Euch an, was gestern Abend in Schweden passiert ist“, sagte Trump – nach einer Aufzählung von Terroranschlägen in Brüssel, Nizza und Paris.

© AP, reuters Trump versucht Aussage über Schweden aufzuklären

Indem er gleichzeitig Bezug nahm auf die vielen Flüchtlinge, die Schweden „reingelassen“ habe, erweckte er den Eindruck, Migranten seien für diesen Vorfall verantwortlich. Tatsächlich war in Schweden an dem von Trump genannten Abend aber nichts Dramatisches vorgefallen. Schnell etablierte sich in den sozialen Netzwerken deshalb der Hashtag #LastNightInSweden, unter dem sich User über den amerikanischen Präsidenten lustig machten.

Trump versuchte daraufhin, seine Äußerung mit einem Verweis auf einen Bericht des Senders „Fox News“ über Einwanderer in Schweden zu relativieren.

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Von Rainer Hermann

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