23.09.2006 · In Budapest haben sich bis zum frühen Samstagabend Zehntausende Demonstranten vor dem Parlament versammelt und den Rücktritt des sozialistischen Ministerpräsidenten Ferenc Gyurscany verlangt. Es ist der sechste Protestabend in Folge.
In der ungarischen Hauptstadt Budapest haben sich bis zum frühen Samstagabend nach Schätzungen des Staatsrundfunks mindestens 10.000 Demonstranten vor dem Parlament versammelt und den Rücktritt des sozialistischen Ministerpräsidenten Ferenc Gyurscany verlangt. In anderen Medienberichten war sogar von 20.000 Teilnehmern die Rede. Es ist der sechste Protestabend in Folge.
Auslöser war die Veröffentlichung parteiinterner Äußerungen Gyurcsanys, er habe das Volk belogen, um die Parlamentswahl im April zu gewinnen. Die Behörden erwarten für Samstagabend die größte Protestdemonstration seit Ausbruch des Skandals. Nach Angaben des Staatsrundfunks kann der Parlamentsplatz insgesamt etwa 50.000 Menschen fassen.
Zahlreiche Menschen sind aus der Provinz angereist. Auch aus den ungarisch besiedelten Gebieten in Siebenbürgen im benachbarten Rumänien hatten sich Gruppen zur Kundgebung angesagt. Der Budapester Bürgermeister Gabor Demskzy hatte erklärt, die Polizei könne die Sicherheit der Bürger nur schwer garantieren, zumal am Abend in Budapest auch ein Fußballspiel stattfinde, das viele Sicherheitskräfte binde.
ungarische Demonstrationen
Vladár Edit (Dipsacus)
- 30.09.2006, 15:00 Uhr