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UN-Vollversammlung Vereinte Nationen bleiben in Syrienfrage zerstritten

 ·  Die UN haben sich während der Generaldebatte bisher nicht auf eine gemeinsame Haltung zur Syrien-Frage einigen können. Russlands Außenminister Lawrow sagte, die Unterstützung der syrischen Opposition stürze das Land „immer tiefer in eine verheerende Gewaltspirale“.

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Svenja Sirisee
Svenja Sirisee (Sirisee) - 30.09.2012 11:54 Uhr

Schäbig

... während in den Straßen von Aleppo die Leute umkommen, auch nur ein einziges Wort über einen eigenen ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat zu verlieren, den man sowieso nicht bekommt. Herr Westerwelle sollte lieber in eigener Person CARE-Pakete packen. Die dt. Diplomatie hat Herrn Assad und das Regime über Jahre stabilisiert - ähnlich wie bei Gaddafi. Gleichzeitig hielt man sich für "mutig" wenn man am Ende der Welt, wo es keine Konsequenzen hat, Menschenrechte einfordert und um "Dialog" wirbt.

Im Grunde genommen ist denen nämlich egal, wie viele aus Syrien fliehen, so lange man weiter in die Region exportieren kann und seinen Sitz im Sicherheitsrat bekommt.

Die von Herrn Westerwelle zitierten Römer waren dekadent, aber sie waren es wenigstens offen.

Dass Syrien jetzt auch noch instrumentalisiert wird, um ein sinnloses Statusprojekt von Herrn Westerwelle zu verfolgen, hätte sogar einen Römer abgestoßen.

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Simon Eichendorff

Dem Westen komplizenhaft verbundene Truppe

Seit Libyen wissen China und Russland, wie wir auch, was eine UN Resolution bedeuten würde. Ob es nun harmlos Flubverbotszone heisst oder sonstwie, es ist ein kaum kaschierter Angriffkrieg, mit dem eine dem Westen komplizenhaft verbundene Truppe als Machtclique installiert werden soll. Trotz Tausender Toter haben sich RU und China geweigert, einem solchen "humanitären" Einsatz zuzustimmen, gut, weil es sonst noch Tausende mehr werden.

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Bob flitzer

Deutschland will mehr Verantwortung übernehmen

"Na denn ma tou", wie die Holsteiner sagen.
Offene Liste:
1. Kein ´Verkauf´ atomwaffenfähiger U-Boote an Länder die möglicherweise illegal Atomwaffen besitzen, aber andere Länder mit Präventivkriegen bedrohen.
2. Mal bei den amerikanischen Partnern nachfragen, ob sie noch bei ihrer offiziellen Verschwörungs-Version des 9/11 bleiben, die doch immerhin die ganze Nato und damit Deutschland in einen Krieg (Afghanistan) gezogen hat. In den USA gibt es eine lebhafte Debatte: viele Experten bezweifeln die offizielle Version, Ingenieure (ae911truth), Universitätsprofessoren (911scholars), viele Wissenschaftler (scientistsfor911truth), usw.
Vielleicht war es alles ganz anders.. was dann?
3. Abzug des deutschen Spionageschiffes vor der syrischen Küste, um klar zu machen, dass man keine Konfliktpartei ist, Vorraussetzung, wenn man vermitteln will.
4. Vielleicht auch mal höflich bei den amerikanischen Partnern nachfragen, ob das deutsche Gold noch geniessbar ist = Eigenverantwortung.
...

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Bob flitzer

Sprachliche Manipulationen

Der Text sagt: "eigene Sanktionen", "nachdem Russland und China trotz Tausender Toter Resolutionen gegen das Regime in Damaskus abgelehnt hatten"
Deutschlands Außenminister Guido Westerwelle fordert "Taten vom Sicherheitsrat" aber leider gibt es "kein Abweichen von der Linie des Kreml" und "der Sicherheitsrat sei seiner Verantwortung nicht gerecht geworden. Trotz der Blockade müsse aber weiterhin an einer „politischen Lösung“ gearbeitet werden".

Es wird so getan, als seien CH und RU die Blockierer, während der Westen verzweifelt nach einer politischen Lösung sucht.

Es ist genau umgekehrt. Der Westen hat von Anbeginn den Konflikt militärisch fokussiert und angeheizt und eine der beiden Konfliktparteien von möglichen Verhandlungen ausgeschlossen (Assad Regierung) und somit eine politische Lösung blockiert.

Das dahinter weitergehende geostrategische Zielsetzungen stecken, und keineswegs das Wohl des syrischen Volkes ist ja wohl klar. - Nato - Afghanistan - Lybien - Syrien ==> Iran

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Gerhart Manteuffel
Gerhart Manteuffel (cem_m) - 29.09.2012 17:18 Uhr

Man sollte die Argumente Russlands sehr ernst nehmen.

Es gibt ja viele, die in der Opposition in Syrien nur gefährliche Islamisten sehen - man denke an den norwegischen Offizier, der zuletzt öffentlich davor gewarnt hat, die syrischen Rebellen zu unterstützen. Sie würden einen zweiten Irak aus dem Land machen, mit Christenverfolgung, Tötung der Minderheiten wie Aleviten und anderen. Man sollte also nicht immer so tun, als ob die USA oder Frankreich in der Beurteilung der Lage allein recht hätten. Assad ist säkular. Er schützt die Christen. In allen Ländern, in denen nun islamistische neue Regime installiert wurden, wie jetzt in Ägypten, wurden die Christenverfolgungen daramatisch verschlimmert. Es ist nicht einzusehen, warum ausgerechnet Deutschland daran keinen Gedanken verschwendet und einseitig die Islamisten unterstützt. Das Gefasel vom arabischen Frühling hat sich überall als Irrtum erwieseen. Die neuen Regime sind schlimmer als die alten. Mubarak war kein Freund der Christen, aber den Kopten ging es im alten Ägypten deutlich besser.

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Bob flitzer

Man kann es kaum klarer sagen als Lawrow, aber der Artikel pervertiert die Debatte

Was meint Lawrow?
- grobe Verletzung der Menschenrechte:
Das Recht auf Selbstbestimmung der Völker = Souveränität (vs. Embargo und militärischer Unterwanderung von Aussen)
Das Recht auf freie Ausübung der Religion (vs. Aufhetzung zu religiösen Konflikten in einem Land das bislang von durch das friedfertige Zusammenleben verschiedener Religionen charakterisiert war.)
- .... "immer tiefer in eine verheerende Gewaltspirale stürzen"
Die bisherige Politik des Westens besteht in der Hochrüstung einer der Konfliktparteien ("Rebellen") und ist damit verantwortlich für die militärische Eskalation und dem damit verbundenen Leiden der Bevölkerung. Die Strategie zielt darauf ab, die Situation soweit eskalieren zu lassen, bis eine "humanitäre Lösung" des Konflikts (sprich: militärischer Einmarsch) allgemeine Akzeptanz findet. Darauf arbeitet auch der weitgehend gleichgeschaltete öffentliche Medienapparat hin.

CH und RU fordern eine politische Lösung und blockieren die militärische.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.10.2012 23:21 Uhr
piet medem
piet medem (pit24) - 03.10.2012 23:21 Uhr

ach bitte!

was reden sie da? 42-0 spricht eine deutliche sprache! versuchen sie es bei spon. danke!

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Sven Brecht

Was sagt Lawrow nicht?

- R2P:
Mit der Resolution 60/1 (2005) der Generalversammlung der VN wurde Souveränität als Verantwortung neu definiert, und zwar als Verantwortung für den Schutz der eigenen Bevölkerung. Gemäß des Gendankens der Subsidiarität geht diese Verantwortung dann auf die internationale Gemeinschaft über, wenn die Regierung eines Landes erkennabr nicht in der Lage oder nicht Willens ist, ihr nachzukommen.
- Syrien war bisher charakterisiert durch die Vorrherschaft einer religiösen Gruppe (Alawiten), gestützt auf die gewaltsame Unterdrückung der Mitbestimmungsrechte anderer (siehe Massaker von Hama 1982)
- Insbes. RU ist seit Jahrzehnten wichtigster Rüstungslieferant des syrischen Regimes (auch 2011 und 2012).

RU fordert natürlich eine politische "Lösung", da dann Assad an der Macht (beteiligt?) bleibt, und RU seinen letzten strategischen Verbündeten im Nahen OSten behält.

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