Home
http://www.faz.net/-gq5-73640
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

UN-Vollversammlung Mursi: Palästinenserfrage drängendstes Problem

 ·  Der ägyptische Präsident Mursi hat es vor der UN-Vollversammlung als „beschämend“ bezeichnet, dass den Palästinensern das „Recht auf eine Nation“ verweigert werde. Zuvor hatte Irans Präsident Ahmadineschad gesprochen, sich mit Angriffen auf Israel aber zurückgehalten.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (44)

Richtlinien für Lesermeinungen

Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.

Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.

Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.

Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.

Schließen

Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Eric Boule

Es ist noch nicht zu spaet fuer Europa die Palestinenser zu unterstuetzen

Das ist alles der falschen Politik europaeischer Politiker zu verdanken wie Merkel,Westerwelle,Verhagen,Rosenthal,Blair,Brown,die niemals ein Wort von Kritik finden konnten fuer die illegale Bauerei im Palestinensergebiet und Israel dauernd belohnt haben mit Geld,Subventionen,Handelsabkommen und gratis Waffen.In der Tatsache hat die EU illegales Handeln von Israelseite provoziert.Solange die EU weiter schweigt wird sich nichts aendern.Von USA kann nichts erwartet werden durch die dortigen juedischen Lobbys.Hoechste Zeit Israel Bedingungen zu stellen und in der Zwischenzeit die Zusammenarbeit einzufrieren und israelische Waren beim Import extra zu belasten,bis man da echt Frieden stiften will.Europa wird das viele Kosten ersparen,gute Beziehungen im NahOst,und Israel Frieden bringen

Empfehlen
Albrecht Schmidt

Die Palästinenser hätten in Israel volles Bürgerrecht, aber

sie wollen ihren eigenen Staat obwohl es den inder Geschichte noch nie gegeben hat! Es ist interessant zu sehen, wie alle Welt einen demokratisch legitiemierten Staat verdammt, wohlwissen, dass käme es zu einem pal. Staat es eine Diktatur wäre wie alle annderen staaten im Nahen Osten auch udn wie die meisten Staaten, die islamsich sind.

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.09.2012 15:44 Uhr
Cornelia  Holtmann

@ Herrn Weiß

Sie ignorieren viele historische Fakten. Die Antworten, die Ihnen Herr Schmidt, Herr Meinecke und Herr Hebold als Antworten gegeben haben, nehmen Sie gar nicht zur Kenntnis (vgl. Antworten zu meinem Kommentar - 26.09., 20.26 Uhr).

Empfehlen
Hermann Weiß
Hermann Weiß (Weiss10) - 27.09.2012 13:26 Uhr

Die Gründung Israels ...

erfolgte gegen die Mehrheit der dortigen Bevölkerung (nämlich die Palästinenser), mit der Ermordung tausender und der Vertreibung hunderttausender Palästinenser. Von einem demokratisch legitimierten Staat kann daher keine Rede sein, auch wenn der Staat nach der Gründung eine demokratische Staatsform angenommen hat.

Und angesichts der tagtäglichen Unterdrückung und Mißhandlung der Palästinenser durch Israel kann auch keine Rede davon sein, daß Israel den Palästinensern volles Bürgerrecht gewähren würde.

Was nun die Sache mit der Staatsneugründung betrifft, sei hier beispielsweise auf einige euroäische Staatsneugründungen hingewiesen:
Slowakei, Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Weißrußland, Ukraine, Kosovo. Diese Liste beansprucht keine Vollständigkeit, hinzu kommen noch die zahlreichen Staatsneugründungen außerhalb Europas.

Empfehlen
Helmut Smith
Helmut Smith (fmsus) - 27.09.2012 07:39 Uhr

Mursi hat schnell dazugelernt

und pflegt den Redestil von erfahrenen Staatsmännern. Leider traue ich ihm genauso sehr, wie seinen Kollegen.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.09.2012 20:43 Uhr
Dennis Idaczyk

Sie haben das mit Abstand

krasseste Bild hier im Forum. Respäääääääääkt.

Empfehlen
Melanie Klein
Melanie Klein (meklein) - 27.09.2012 00:16 Uhr

das drängenste problem

ist der hunger in der welt.
diese fokussierung des ägyptischen präsidenten ist nurmehr eine facette der ordnung in der arabischen welt.
die palästinenser sind und waren die waisenkinder der araber. ägypten wie der rest kehrt sich einen dreck um dieses volk. wichtig ist die vorherrschaft. und die wird sich wohl zwischen den türken und den saudis ausfechten. die haben wohl noch die wenigsten inneren probleme derzeit.
israels zukunft hängt in der luft. leider.
mursi ist in der tat ein füchschen im schafspelz. aber mehr auch nicht.

Empfehlen
Kurt Tergast
Kurt Tergast (Kurgast) - 26.09.2012 22:23 Uhr

Ein eigener Palästinenserstaat...

..wäre auch nur ein zusätzlicher ständiger Unruheherd in Nahost.

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.09.2012 16:09 Uhr
Cornelia  Holtmann

Aber der Amerika- und Israelhass eint die Rechten und die Linken, Herr Fix.

Es ist faszinierend zu sehen, wie diese Gruppen - auch in diesem Forum - übereinstimmend kommentieren.

Empfehlen
Shora Fix
Shora Fix (shorafix) - 27.09.2012 10:35 Uhr

Staatsfernsehen in Deutschland?

"Im Staats-TV gibt es keine Sondersendungen zum Jahrestag, die meisten Deutschen wissen vermutlich nicht einmal davon."

In der Bundesrepublik Deutschland gibt es kein "Staatsfernsehen", sondern lediglich öffentlich rechtliche und private Sender. Sie verwechseln das mit der DDR. Im übrigen berichten unsere Medien häufig genug kritisch gegenüber der Politik Israels. Das die zahlreichen Antisemiten - oft linker Couleur - in Deutschland dies nicht wahrhaben wollen ist kein Wunder.

Empfehlen
Heinrich Franzen

Wo er recht hat ...

1972, Israel besucht, auf dem Flughafen Lod waren noch die Spuren des unseligen Anschlags erkennbar. Herzliche, kritische Aufnahme und übermächtige Sympathie mit Bevölkerung (en), Staat und Gesellschaft. Vision, eine gelingende Kooperation der Kräfte, Symbiose des Modernen mit dem Traditionellen, des Weltlichen mit dem Orthodoxen, des Aufgeklärten mit dem Fundamentalistischem, des ... Gescheitert... Es ist nie zu spät für einen Neunbeginn, als letztes stirbt die Hoffnung, lehrten mich Hoffnungslose beim Kursk-Untergang. So weit sind wir noch nicht. Aufwachen! Anfangen!

Empfehlen
Holger Schreck
Holger Schreck (Osztrak) - 26.09.2012 21:13 Uhr

Terrorismus ist generell zu verurteilen - oder gar nicht

Mursi hat nicht Unrecht. Wer über Jahrzehnte hinweg ein Volk drangsaliert und behandelt, so dass selbst Bischof Desmond Tutu die Verhältnisse mit den townships im rassistischen Südafrika verglich, der züchtet den Terror, der dann lauthals beklagt wird.

Das Problem, das wir heute in der westlichen Welt mit manchen Moslems haben, haben wir nicht zuletzt dank der menschenverachtenden Politik der israelischen Regierungen.

Terrorismus ist zu verurteilen - aber das gilt für alle Seiten. Ich erinnere an die grauenhaften Massaker von Sabra und Shatila, bei dem selbst der US-Botschafter tobte, Sharon sei ein Mörder. Im Staats-TV gibt es keine Sondersendungen zum Jahrestag, die meisten Deutschen wissen vermutlich nicht einmal davon. Dafür aber alle Jahre wieder 911. - Diese Heuchelei nervt mich schon tödlich ab. Wie muss es erst denen gehen, die selbst Betroffene sind?

Wer den Terror bekämpfen will, der darf ihn nicht züchten.

Empfehlen
Closed via SSO
Wolfgang Hebold (hebold) - 26.09.2012 21:04 Uhr

Dummes Zeug!

Das drängenste Problem soll die Lage der Palästinenser sein? Und dass sie keine Nation haben? Was ist denn das für ein dummes Zeug. Die Araber hätten das Problem vor 40 Jahren längst lösen können, indem sie die ca. 400.000 Flüchtlinge aufgenommen hätten. Heute leben die meisten davon ohnehin nicht mehr. Und die Einwohner von Gaza und Westbank sind wohl ganz offensichtlich an ihrer Lage selber Schuld. Hier wird ein Konflikt von interessierten, meist islamischen Kreisen am Kochen gehalten, um von den eigenen massiven Defiziten abzulenken. Und genau die sind ein Problem. Allerdings auch nicht das größte.

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.09.2012 20:33 Uhr
Martin Schmitt

Auf den Punkt gebracht

3 700 000 Palästinenser können niemals drängenstes Problem sein. Die Probleme der Araber liegen in der Überbevölkerung, Arbeitslosigkeit, Bildungsmangel und fehlender Aufklärung. Für die eigenen Defizite ein kleines Land mit ein paar Millionen Einwohner wie Israel verantwortlich zu machen ist lächerlich.

Empfehlen
Cornelia  Holtmann

Genau, Herr Hebold,

und den eigenen Staat hätten die Palästinenser schon 1948 haben können. Wollten sie aber nicht.

Empfehlen
Martin Schmitt

Mursi lenkt ab

Herr Mursi ist ein Wolf im Schafspelz. Seine Retorik ist die gleiche wie die der radikalen Muslimbruderschaft. Hetze gegen Israel und Scharia statt Demokratie. Die sg. Arabellion hat nur Christenvervolgung und Flüchtlingsströme erzeugt. Der Machtwechsel von Militärdiktatur in eine Religionsdiktatur.

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.09.2012 09:27 Uhr
Klaus Meyer

Hallo Herr Weiss,

so weit ich weiß hat der unsägliche Herr Romney dies schon getan - Präsident Mursi als Antisemiten bezeichnet, mit dem zumindest er keinen Dialog führen könne...

Empfehlen
Hermann Weiß
Hermann Weiß (Weiss10) - 26.09.2012 22:01 Uhr

Hetze gegen Israel?

Die Bezeichnung der Palästinenserfrage als weltweit drängendstes Problem soll Hetze gegen Israel sein?

Was so alles als "Hetze gegen Israel" bezeichnet wird ...

Es fehlt eigentlich nur noch, daß der Semit Mursi (ja, Semit; auch die Araber sind Semiten!) als "Antisemit" bezeichnet wird ...

Empfehlen
Cornelia  Holtmann

Wir sollten nicht ganz vergessen,

dass die arabischen Staaten den Krieg mit Israel gesucht haben und dass die Gebietsgewinne (die heute so umstrittenen Siedlungsgebiete der Israelis) die Folge arabischer Angriffskriege sind. Dass die arabischen Staaten diese Folgen als Unrecht begreifen und breite Unterstützung erhalten, ist eigentlich unverständlich. Wie würde die Welt reagieren, wenn Deutschland seine Ostgebiete zurückforderte?

Trotzdem ist der Bau weiterer Siedlungen natürlich eine Provokation, die letztendlich auch Israel teuer zu stehen kommen wird. Diese Politik steht ja nicht nur international in der Kritik, sondern vor allen Dingen in Israel selbst. Die Mehrheit der Israelis will einfach nur in Ruhe leben. (Ich bezweifle allerdings, dass die arabischen Staaten ihnen dazu die Gelegenheit geben werden, selbst wenn die Palästinenser einen eigenen Staat haben.)


Empfehlen
Antworten (21) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.09.2012 10:02 Uhr
Cornelia  Holtmann

Sie haben recht, Herr Meyer,

wenn Sie darauf verweisen, dass die Juden mit der Absicht nach Palästina gezogen seien, dort einen Staat zu gründen. (Und das unterscheidet die zionistische Zuwanderung von der Migration nach Deutschland.) Dass die arabische Bevölkerung auf diese - letztlich durch den Völkerbund abgesegnete Zuwanderung - Zuwanderung mit Angriffen auf die jüdische Bevölkerung reagiert hat, ist verständlich.

Nur: Ich denke, dass irgendwann einmal ein Status quo anerkannt werden muss. Hätten die Juden 1947 das Land wieder verlassen sollen? - Hier hätte es die Möglichkeit einer einigermaßen friedlichen Lösung gegeben. Denn der Staat Israel hat all seinen Bürgern - auch den arabischen - seit seiner Gründung soziale und politische Gleichberechtigung gewährt.

Empfehlen
Klaus Meyer

Sehe keinen Widerspruch zwischen dem Morris-Zitat

das Sie bringen und dem, was ich zu ihm gesagt habe - dass er kein Freund der Araber ist, aber die Vertreibung eines großen Teils der arabischen Vor-Bevölkerung Israels im Zuge des Krieges aufgearbeitet hat. Was natürlich einigen Israelis nicht gepasst hat, die zur Bewahrung des Mythos der unbeflecktem Empfängnis Israels an der Fiktion festhalten zu müssen glaub(t)en, die nicht mehr anwesenden arabischen Vor-Einwohner hätten das Land sämtlich in Folge von Aufrufen arabischer Medien verlassen, die den ruhmeichen arabischen Armeen nur freies Schussfeld verschaffen sollten.
Wie gesagt, der Unterschied zur Arbeits- und Sozialmigration nach Deutschland liegt beim Zionismus darin, dass letzterer von Anbeginn an mit kolonialisierendem Ziel stattfand, weil man sich selbst für die gottgewollten Eigentümer des Landes hielt und hält - und zwar des ganzen Landes, nicht nur des jeweiligen Kiezes. Die Einheimischen galten nur als Kameltreiber und Eselshüter und waren eine Quantité negligeable.

Empfehlen
Cornelia  Holtmann

Ihrem Hinweis folgend, Herr Meyer,

habe ich mich gerade über Benny Morris informiert (über Wikipedia - auf die Schnelle ist es anders kaum möglich). Es ist nun an mir, Sie aufzufordern, seine neueren Positionen zur Kenntnis zu nehmen:

"Die Bombenangriffe auf Busse und Restaurants haben mich wirklich erschüttert. Durch sie habe ich die Tiefe des Hasses gegen uns verstanden. Durch sie habe ich verstanden, dass uns die palästinensische, die arabische und die muslimische Gewalt gegen ein jüdisches Leben hier an den Rand der Vernichtung gebracht hat. Ich betrachte Selbstmordattentate nicht als isolierte Handlungen. Sie drücken einen tief liegenden Willen des palästinensischen Volkes aus. Das ist, was die Mehrheit der Palästinenser wollen. Sie wollen, dass was mit dem Bus geschah mit uns allen geschieht."

Empfehlen
Cornelia  Holtmann

Herr Meyer,

ich vertrete doch gar nicht die Auffassung, dass die Muslime alle zurück in ihre Ursprungsländer geschickt werden sollten (abgesehen von den Islamisten, die unseren Staat ja schon per definitionem ablehnen). Als Lehrerin schätze ich - nahezu ausnahmslos - meine muslimischen Schüler in gleicher Weise wie die anderen.

Aber Sie schreiben zu Recht:"Sie sind einfach da, ...." So ging es doch auch den Juden in Palästina. Nach dem Abzug der Kolonialmächte aus dem Gebiet des Nahen Osten sahen sich die Juden aber zunehmender Aggression durch die arabische Bevölkerung ausgesetzt. Ein Zusammenleben in einem Staat schien daher auf Dauer nicht möglich. Nur aus diesem Grund hatten die UN ja die Zwei-Staaten-Lösung vorgeschlagen.

Empfehlen
Klaus Meyer

Wie gesagt, Frau Holtmann, lesen Sie Benny Morris -

über die Art der Kriegsführung 1949/50 durch die bestens vorbereiteten jüdischen Milizen gegen nicht-jüdische Menschen in Palästina. Herr Morris steht auch nicht im Verdacht, es heimlich mit den Museln zu halten. Seine Schlussfolgerungen brauchen Sie ja nicht gleich auch noch zu teilen ;->)

Empfehlen
Weitere Antworten (5) zu dieser Lesermeinung anzeigen
Klaus Meyer

Das ist doch ganz offensichtlich, Frau Holtmann,

dass für einige Mitmenschen die Migranten mit ihrer Andersartigkeit eine nur schwer erträgliche Zumutung sind - das sehen Sie schon in FAZ Diskussionsforen etwas zu den Herren Sarrazin und Buschkowski - ganz zu schweigen von PI u.degl. Der Unterschied ist allerdings, dass die Migranten in Deutschland im Gegensatz zu den Zionisten in Palästina sich nicht für die eigentlichen Eigentümer des Landes halten, d.h. das Land nicht übernehmen wollten. Sie sind einfach da, mit all ihren Problemen. Dennoch erwecken sie Aggressionen und nihilistische Abhandlungen mit unklarer Zielsetzung wie Sarrazin. Wie wäre das erst wenn sie eigenstaatliche Ansprüche in Deutschland erheben würden? Da hätten wir bald Verhältnisse wie in Palästina...
Ja, die islamistischen Eiferer sind ein Problem. Auch für moderate Muslime. Allerdings glaube ich, dass dies ein Phänomen randständiger Gruppen ist, das bei besseren Entwicklungsperspektiven für diese Gruppen bald in Bedeutungslosigkeit verschwinden würde.

Empfehlen
Cornelia  Holtmann

Nein, Frau Orti,

dessen bin ich mir nicht bewusst. Und ich wäre für eine Erläuterung dankbar. Wer hat den Krieg begonnen, wer hat die Kriegsverbrechen in welcher Form begangen?

Empfehlen
Sophia Orti
Sophia Orti (rum) - 27.09.2012 22:19 Uhr

Frau Cornelia Holtmann, sind Sie es bewusst, dass Sie hier versuchen, ...

... Kriegsverbrechen zu rechtfertigen?

Empfehlen
Cornelia  Holtmann

Sie gehen also davon aus, Herr Meyer,

"die Migranten in manchen deutschen Stadtteilen eine nur mit Mühe zu ertragende Zumutung sind"? - In Analogie zu dieser Aussage verteidigen Sie nämlich die palästinensischen Angriffe auf die eingewanderten Juden. Dieser Tatsache sind Sie sich bewusst, oder?

Und: Die Nicht-Muslime sehen sich heute in der Tat einer weitaus größeren Aggression durch islamistische Eiferer ausgesetzt, als dies noch zu Beginn des letzten Jahrhunderts der Fall war. Die Religionszugehörigkeit der Bevölkerung spielt ja heute eine weitaus größere Rolle. Immerhin haben muslimische Araber Nicht-Muslime als Verbündete im Kampf gegen die osmanische Fremdherrschaft gesehen. (Dass die Engländer die arabischen Verbündeten für ihre eigenen Interessen eingesetzt haben, ist schon klar. Ein Hinweis erübrigt sich.)

Empfehlen
Klaus Meyer

Selbstentlarvendes, pauschalisierendes Gebabbel, Frau Holtmann:

"Wie schwer es Nicht-Araber und Nicht-Muslime es in vielen dieser Länder haben" - wat soll'n dette? Ich denke Palästina war nie ein Land i.S.v. Staat. Außerdem lebten in Palästina bis zum Beginn jüdischer Einwanderung in großem Maßstab Angehörige aller abrahamitischen Religionen, Araber, Armenier, Griechen, Aramäer und natürlich Juden friedlich zusammen. Dass eine derart massive Einwanderung, wie sie unter dem Deckmantel des Zionismus und mit dessen kolonialisierendem, die Vor-Einwohner Palästinas verachtenden Selbstverständnis einsetzte, das Gefüge ordentlich durcheinander bringt, sollte niemanden überraschen. Zumindest niemanden, für den die Migranten in manchen deutschen Stadtteilen eine nur mit Mühe zu ertragende Zumutung sind.

Herr Schmidt, die Zahlen könnte Herr Weiss z.B. von dem israelischen Historiker Benny Morris haben, der die Vertreibung wissenschaftlich bestätigte, allerdings bedauert, dass Palästina dabei nicht vollständig von Arabern befreit wurde.

Empfehlen
Weitere Antworten (5) zu dieser Lesermeinung anzeigen
Cornelia  Holtmann

Ich verstehe, dass viele Deutsche den Verlust der Ostgebiete als Tragödie ansehen, Herr Muche,

Mein alter - sehr verehrter Deutschlehrer, Herr Dr. Bredtschneider - war Ostpreuße, und ich weiß, wie sehr er seine alte Heimat vermisst hat.

Aber: Heute müssten auch wieder Menschen vertrieben werden, wenn die Deutschen die Ostgebiete zurückforderten. Und ich denke, dass die Vertriebenen - und ihre Kinder - jetzt doch in der Bundesrepublik ihr Land haben. Auch wenn wir es als schmerzlich empfinden: Ein Status quo muss irgendwann einmal anerkannt werden.


Empfehlen
Cornelia  Holtmann

@ Herrn Muche

Der schlimmste Bruch des Völkerrechts ist ein Angriffskrieg. Natürlich ist es für Deutschland schmerzhaft, Gebiete zu verlieren. Das Schicksal der Vertriebenen eine menschliche Tragödie.

Nur: Warum sollte ein Aggressor keinen Krieg führen, wenn er für seinen Angriffskrieg keine Konsequenzen zu fürchten hat.

Bleiben wir aber bei der Situation Israels: In der Nacht der Staatsgründung wurde Israel von seinen arabischen Nachbarn angegriffen. Jeder Krieg ging von den arabischen Staaten aus (und wenn Beginn des Sechs-Tage-Kriegs nicht als Präventivschlag gewertet wird, können wir das Wort eigentlich komplett aus dem Wortschatz streichen).

Warum sollten die arabischen Staaten keine Kriege mehr führen, wenn sie im Fall einer Niederlage und der damit verbundenen Gebietsverluste von der Welt als Opfer wahrgenommen werden? Der schlimmste Bruch des Völkerrechts ist ein Angriffskrieg.

Empfehlen
Cornelia  Holtmann

@ Herrn Weiß

Die Juden, die seit den 20er Jahren verstärkt in die Gebiete Palästinas eingewandert waren, sahen sich spätestens seit dem Abzug der Kolonialmacht verstärkt der Aggression durch die arabische Bevölkerung ausgesetzt. Die wollte nämlich die "Eindringlinge" komplett aus dem Land verdrängt sehen (Wie schwer es Nicht-Araber und Nicht-Muslime es in vielen dieser Länder haben, bedarf wohl keiner Erläuterung.

Ich wiederhole meine Frage, die Sie an anderer Stelle nicht beantwortet haben: Wie hätte die Lösung aussehen können?

Hätten die Juden das Land verlassen müssen? Wer dies befürwortet, muss aber auch für die Deutschen Verständnis zeigen, die die Migranten in ihre Ursprungsländer ausweisen wollen.

Empfehlen
Albrecht Schmidt

Herr Weiss, Sie wissen anscheinend sehr viel, aber

sagen Sie mir mal, wo Sie diese Zahlen her haben! Auch von mursi?

"Die tausende ermordeten und hunderttausende vertriebenen Palästinenser widerlegen die niederträchtige Lüge von dem "fast menschenleeren" Land wirklich deutlich genug"

Empfehlen
Jens Muche
Jens Muche (Me-110) - 27.09.2012 13:37 Uhr

@ Cornelia Holtmann „...wenn Deutschland seine Ostgebiete zurückforderte?“

Das, was die Welt 1945 mit D veranstaltet hat, war ein krasser Bruch des Völkerrechts, ebenso die von Roosevelt und Churchill beschlossene Vertreibung der Deutschen aus diesen Gebieten.

„Wenn die Deutsche ihre Ostgebiete wieder zurück haben wollen, müssen sie Krieg gegen uns führen, heute haben wir andere Mittel dazu.“ Lech Walensa 1990

Empfehlen
Weitere Antworten (5) zu dieser Lesermeinung anzeigen
Itzhak Levinski
Itzhak Levinski (mohel) - 27.09.2012 13:18 Uhr

Gegen das Vergessen!

Unsere Erinnerung soll immer reicher werden!

Empfehlen
Hermann Weiß
Hermann Weiß (Weiss10) - 27.09.2012 13:14 Uhr

Menschenleer?

Die tausende ermordeten und hunderttausende vertriebenen Palästinenser widerlegen die niederträchtige Lüge von dem "fast menschenleeren" Land wirklich deutlich genug - man kann nun einmal niemanden ermordeten oder vertreiben, der dort nicht lebt(e).

Unlängst die groteske Lüge von der Gründung Israels durch UNO-Beschluß, nun die groteske Lüge von dem menschenleeren Land - angesichts derartiger Lügen drängt sich die Frage auf, was diese Gestalten sonst noch alles erstunken und erlogen haben.

Nebenbei bemerkt: Die Palästinenser lebten dort auch um 1900 n.Chr., als es dort kaum Juden gab. Mit der Behauptung, die Palästinenser seien erst nach den Juden gekommen, haben wir in dieser Reihe die nächste grobe Lüge.

Und wenn Heimatvertriebene die Rückkehr in ihre Heimat fordern, nennen das diese verlogenen Unmenschen "krakeelen" - und wundern sich dann auch noch über ihnen entgegenschlagenden Haß.

Empfehlen
Closed via SSO
Wolfgang Hebold (hebold) - 27.09.2012 11:10 Uhr

Ergänzung

Werter Herr Schmidt,

man sollte ergänzen, dass die meisten Palästinenser dort lebten, nachdem die wirtschaftlich erfolgreichen Juden das Leben an der Küste lebenswert gemacht hatten.

Und auch: 1948 wurden ca. 600.000 Juden aus arabischen Ländern vertrieben. Ohne vorher irgendwen angegriffen zu haben.

Ja, hier wird mit zweierlei Maß gemessen. Und warum das so ist, das wissen wir auch.

Wolfgang Hebold

Empfehlen
Matthias Meinecke

Und auch nicht vergessen sollten wir...

dass die arabischen Staaten 1948 Israel mit der Staatsgründung der Krieg erklärt und damit eine Zwei-Staaten-Lösung unmöglich gemacht haben.

Oder war dieser Krieg lediglich ein Versuch, "den 1948 begonnen und bis heute fortgesetzten israelischen Landraub an den arabischen Palästinensern zu beenden"?

Empfehlen
Albrecht Schmidt

Herr Weiss, wissen Sie dann auch, dass

das damalige israel fast menschenleer war, aus Bergrücken, Stein- und Sandwüsten und choleraverseuchten Sümpfen bestanden hat? Und dass die meisten Palästinenser in Jordanien gewohnt haben und Jordanien als Heimat für die Palästinenser gedacht war, der damalige König aus taktischen Schachzügen aber dann alle Palsätinenser aus Jordanien rausgeschmissen hat, zum einen eben aus politischer Taktik zum anderen eben auch darum, weil sie damals schon genauso waren wie uns die Hamas und andere heute die Palästinenser darstellen? Warum nicht genauso krakelen: Russen raus aus Polen (den polnischen Ostgebieten) oder Russen raus aus Deutschland, den ehemaligen echt deutschen Ostgebieten? Es gäbe noch viele andere Beispiele... Sie wissen das ja, nur messen Sie halt mit zweierlei Maß! Warum eigentlich?

Empfehlen
Weitere Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen
Hermann Weiß
Hermann Weiß (Weiss10) - 26.09.2012 21:56 Uhr

Wir sollten schon gar nicht vergessen,

daß die arabischen Angriffe auf Israel lediglich Versuche waren, den 1948 begonnen und bis heute fortgesetzten israelischen Landraub an den arabischen Palästinensern zu beenden.

Was nun Gebietsrückforderungen betrifft: Japan tut seit Jahrzehnten genau das gegenüber Rußland, zwar bisher erfolglos, aber auch ohne deswegen weltweit angefeindet zu werden.

Übrigens wollen auch die Palästinenser in Ruhe, Wohlstand und Frieden leben - allerdings in einem gerechten Frieden und in gerechten Grenzen. Zur Erinnerung: unmittelbar vor der Gründung des Staates Israel lebten dort mehr als doppelt so viele Palästinenser wie Juden.

Empfehlen
Wilhelm Arnold

Nein Herr Mursi

Das weltweit größte Problem ist der radikale Islam. Weltweit hegt dieser Teil der Menschheit einen so großen Hass gegen die gesamte westliche Welt, so dass ein Video zu Morden und Aufrufen führt, willkürlich irgendwelche Personen in der westlichen Welt vor laufender Kamera zu köpfen. Solche Aufrufe habe noch nie von einem Israeli gehört.

Ein weiteres Problem besteht darin, dass eine ganze Reihe von Regierungschefs den Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern dazu benutzen, sich in der Islamischen Welt als Führungskraft zu profilieren, wie z.B. die Herren Erdogan und Ahmadinedschad. Möchten Sie sich da einreihen?

Anstelle den Israelis die alleinige Schuld an diesem Dilemma zu geben sind konstruktive Vorschläge willkommen, die dazu betragen diesen gordischen Knoten im Nahen Osten zu lösen.

Empfehlen
Hossein Nasim

Sehr guter und neutraler Bericht

Ich finde es klasse das Ihr diesen Bericht so Neutral geschrieben habt. Ich habe mir die Rede angesehen von beiden und kann wirklich bestätigen das Die "Frankfurter Allgemein" einer der wenigen ist die wirklich neutral berichten. Wenn man mal vergleicht z.B. Focus oder anderen Portale mit dem Bericht des gleichen Themas sieht man das andere Portale sehr Parteiisch sind. Aber ich hoffe nicht das ihr irgendwann wegen eurer offenen Berichten stress bekommt ;).

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.09.2012 21:22 Uhr
Erik Staack
Erik Staack (E_Staack) - 26.09.2012 21:22 Uhr

Anders als irgendwelche Verschwörungstheorien die man immer wieder hört..

uns weismachen wollen, leben wir in einem freien Land in dem Sachlichkeit und möglichst umfassende Informationen gewürdigt werden. Dazu gehört auch andere Ansichten zu hören.
.
Wenn die Faz von irgendwelchen Repressionen auf Grund von sachlichen Artikeln drangsaliert werden würde, bräuchte sie es nur öffentlich machen und der Übeltäter würde schon den Versuch bereuen.

Empfehlen
Frank Wunderlich-Pfeiffer

Er sieht sich zurecht bedroht

Selbst wenn man sich auf die neuere Geschichte beschränkt, dann finden sich im Iran eine ganze Reihe ausländischer Interventionen. Sei es ein von Großbritannien und der Sovietunion erzwungener Regierungswechsel 1941, der von der CIA inszenierte Putsch 1953 (Operation Ajax) der ein autoritäres, aber US-freundliches Regime einsetzte, das 1979 von der Bevölkerung gestürzt wurde, was der Irak als Anlass für einen Krieg sah, bei dem er von den USA mit Nervengas und konventionellen Waffen beliefert wurde. Millionen Todesopfer später wurde 1988 Frieden geschlossen.

2001 invadierte die USA nach einem Terroranschlag 17 Saudi-Arabischer Terroristen (und 4 weiteren aus anderen Ländern) Afghanistan und etablierte eine Reihe von Militärbasen. 2003 griff man den Irak wegen Besitz des eigenhändig gelieferten Nervengases an. Seit einigen Jahren führt die USA einen Drohnenkrieg gegen Pakistan, in dem 98% der Opfer unschuldig sind.

Es gibt keinen Grund für den Iran, sich sicher zu fühlen.

Empfehlen
Weitersagen

Damaszener Dämonen

Von Christoph Ehrhardt

Für eine Intervention des Auslands ist es in Syrien zu spät. Das Land ist zur Hölle geworden. Was, wenn auch der Teufel am Leben bliebe? Mehr