26.09.2012 · Der ägyptische Präsident Mursi hat es vor der UN-Vollversammlung als „beschämend“ bezeichnet, dass den Palästinensern das „Recht auf eine Nation“ verweigert werde. Zuvor hatte Irans Präsident Ahmadineschad gesprochen, sich mit Angriffen auf Israel aber zurückgehalten.
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Es ist noch nicht zu spaet fuer Europa die Palestinenser zu unterstuetzen
Das ist alles der falschen Politik europaeischer Politiker zu verdanken wie Merkel,Westerwelle,Verhagen,Rosenthal,Blair,Brown,die niemals ein Wort von Kritik finden konnten fuer die illegale Bauerei im Palestinensergebiet und Israel dauernd belohnt haben mit Geld,Subventionen,Handelsabkommen und gratis Waffen.In der Tatsache hat die EU illegales Handeln von Israelseite provoziert.Solange die EU weiter schweigt wird sich nichts aendern.Von USA kann nichts erwartet werden durch die dortigen juedischen Lobbys.Hoechste Zeit Israel Bedingungen zu stellen und in der Zwischenzeit die Zusammenarbeit einzufrieren und israelische Waren beim Import extra zu belasten,bis man da echt Frieden stiften will.Europa wird das viele Kosten ersparen,gute Beziehungen im NahOst,und Israel Frieden bringen
Die Palästinenser hätten in Israel volles Bürgerrecht, aber
sie wollen ihren eigenen Staat obwohl es den inder Geschichte noch nie gegeben hat! Es ist interessant zu sehen, wie alle Welt einen demokratisch legitiemierten Staat verdammt, wohlwissen, dass käme es zu einem pal. Staat es eine Diktatur wäre wie alle annderen staaten im Nahen Osten auch udn wie die meisten Staaten, die islamsich sind.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.09.2012 15:44 Uhr@ Herrn Weiß
Sie ignorieren viele historische Fakten. Die Antworten, die Ihnen Herr
Schmidt, Herr Meinecke und Herr Hebold als Antworten gegeben haben,
nehmen Sie gar nicht zur Kenntnis (vgl. Antworten zu meinem Kommentar -
26.09., 20.26 Uhr).
Die Gründung Israels ...
erfolgte gegen die Mehrheit der dortigen Bevölkerung (nämlich
die Palästinenser), mit der Ermordung tausender und der Vertreibung
hunderttausender Palästinenser. Von einem demokratisch
legitimierten Staat kann daher keine Rede sein, auch wenn der Staat nach
der Gründung eine demokratische Staatsform angenommen hat.
Und angesichts der tagtäglichen Unterdrückung und
Mißhandlung der Palästinenser durch Israel kann auch keine
Rede davon sein, daß Israel den Palästinensern volles
Bürgerrecht gewähren würde.
Was nun die Sache mit der Staatsneugründung betrifft, sei hier
beispielsweise auf einige euroäische Staatsneugründungen hingewiesen:
Slowakei, Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien,
Weißrußland, Ukraine, Kosovo. Diese Liste beansprucht keine
Vollständigkeit, hinzu kommen noch die zahlreichen
Staatsneugründungen außerhalb Europas.
und pflegt den Redestil von erfahrenen Staatsmännern. Leider traue ich ihm genauso sehr, wie seinen Kollegen.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.09.2012 20:43 UhrSie haben das mit Abstand
krasseste Bild hier im Forum. Respäääääääääkt.
ist der hunger in der welt.
diese fokussierung des ägyptischen präsidenten ist nurmehr
eine facette der ordnung in der arabischen welt.
die palästinenser sind und waren die waisenkinder der araber.
ägypten wie der rest kehrt sich einen dreck um dieses volk. wichtig
ist die vorherrschaft. und die wird sich wohl zwischen den türken
und den saudis ausfechten. die haben wohl noch die wenigsten inneren
probleme derzeit.
israels zukunft hängt in der luft. leider.
mursi ist in der tat ein füchschen im schafspelz. aber mehr auch nicht.
Ein eigener Palästinenserstaat...
..wäre auch nur ein zusätzlicher ständiger Unruheherd in Nahost.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.09.2012 16:09 UhrAber der Amerika- und Israelhass eint die Rechten und die Linken, Herr Fix.
Es ist faszinierend zu sehen, wie diese Gruppen - auch in diesem Forum - übereinstimmend kommentieren.
Staatsfernsehen in Deutschland?
"Im Staats-TV gibt es keine Sondersendungen zum Jahrestag, die
meisten Deutschen wissen vermutlich nicht einmal davon."
In der Bundesrepublik Deutschland gibt es kein
"Staatsfernsehen", sondern lediglich öffentlich
rechtliche und private Sender. Sie verwechseln das mit der DDR. Im
übrigen berichten unsere Medien häufig genug kritisch
gegenüber der Politik Israels. Das die zahlreichen Antisemiten -
oft linker Couleur - in Deutschland dies nicht wahrhaben wollen ist kein Wunder.
1972, Israel besucht, auf dem Flughafen Lod waren noch die Spuren des unseligen Anschlags erkennbar. Herzliche, kritische Aufnahme und übermächtige Sympathie mit Bevölkerung (en), Staat und Gesellschaft. Vision, eine gelingende Kooperation der Kräfte, Symbiose des Modernen mit dem Traditionellen, des Weltlichen mit dem Orthodoxen, des Aufgeklärten mit dem Fundamentalistischem, des ... Gescheitert... Es ist nie zu spät für einen Neunbeginn, als letztes stirbt die Hoffnung, lehrten mich Hoffnungslose beim Kursk-Untergang. So weit sind wir noch nicht. Aufwachen! Anfangen!
Terrorismus ist generell zu verurteilen - oder gar nicht
Mursi hat nicht Unrecht. Wer über Jahrzehnte hinweg ein Volk
drangsaliert und behandelt, so dass selbst Bischof Desmond Tutu die
Verhältnisse mit den townships im rassistischen Südafrika
verglich, der züchtet den Terror, der dann lauthals beklagt wird.
Das Problem, das wir heute in der westlichen Welt mit manchen Moslems
haben, haben wir nicht zuletzt dank der menschenverachtenden Politik der
israelischen Regierungen.
Terrorismus ist zu verurteilen - aber das gilt für alle Seiten. Ich
erinnere an die grauenhaften Massaker von Sabra und Shatila, bei dem
selbst der US-Botschafter tobte, Sharon sei ein Mörder. Im
Staats-TV gibt es keine Sondersendungen zum Jahrestag, die meisten
Deutschen wissen vermutlich nicht einmal davon. Dafür aber alle
Jahre wieder 911. - Diese Heuchelei nervt mich schon tödlich ab.
Wie muss es erst denen gehen, die selbst Betroffene sind?
Wer den Terror bekämpfen will, der darf ihn nicht züchten.
Das drängenste Problem soll die Lage der Palästinenser sein? Und dass sie keine Nation haben? Was ist denn das für ein dummes Zeug. Die Araber hätten das Problem vor 40 Jahren längst lösen können, indem sie die ca. 400.000 Flüchtlinge aufgenommen hätten. Heute leben die meisten davon ohnehin nicht mehr. Und die Einwohner von Gaza und Westbank sind wohl ganz offensichtlich an ihrer Lage selber Schuld. Hier wird ein Konflikt von interessierten, meist islamischen Kreisen am Kochen gehalten, um von den eigenen massiven Defiziten abzulenken. Und genau die sind ein Problem. Allerdings auch nicht das größte.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.09.2012 20:33 UhrAuf den Punkt gebracht
3 700 000 Palästinenser können niemals drängenstes Problem sein. Die Probleme der Araber liegen in der Überbevölkerung, Arbeitslosigkeit, Bildungsmangel und fehlender Aufklärung. Für die eigenen Defizite ein kleines Land mit ein paar Millionen Einwohner wie Israel verantwortlich zu machen ist lächerlich.
Genau, Herr Hebold,
und den eigenen Staat hätten die Palästinenser schon 1948 haben können. Wollten sie aber nicht.
Herr Mursi ist ein Wolf im Schafspelz. Seine Retorik ist die gleiche wie die der radikalen Muslimbruderschaft. Hetze gegen Israel und Scharia statt Demokratie. Die sg. Arabellion hat nur Christenvervolgung und Flüchtlingsströme erzeugt. Der Machtwechsel von Militärdiktatur in eine Religionsdiktatur.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.09.2012 09:27 UhrHallo Herr Weiss,
so weit ich weiß hat der unsägliche Herr Romney dies schon getan - Präsident Mursi als Antisemiten bezeichnet, mit dem zumindest er keinen Dialog führen könne...
Hetze gegen Israel?
Die Bezeichnung der Palästinenserfrage als weltweit
drängendstes Problem soll Hetze gegen Israel sein?
Was so alles als "Hetze gegen Israel" bezeichnet wird ...
Es fehlt eigentlich nur noch, daß der Semit Mursi (ja, Semit; auch
die Araber sind Semiten!) als "Antisemit" bezeichnet wird ...
Wir sollten nicht ganz vergessen,
dass die arabischen Staaten den Krieg mit Israel gesucht haben und dass
die Gebietsgewinne (die heute so umstrittenen Siedlungsgebiete der
Israelis) die Folge arabischer Angriffskriege sind. Dass die arabischen
Staaten diese Folgen als Unrecht begreifen und breite Unterstützung
erhalten, ist eigentlich unverständlich. Wie würde die Welt
reagieren, wenn Deutschland seine Ostgebiete zurückforderte?
Trotzdem ist der Bau weiterer Siedlungen natürlich eine
Provokation, die letztendlich auch Israel teuer zu stehen kommen wird.
Diese Politik steht ja nicht nur international in der Kritik, sondern
vor allen Dingen in Israel selbst. Die Mehrheit der Israelis will
einfach nur in Ruhe leben. (Ich bezweifle allerdings, dass die
arabischen Staaten ihnen dazu die Gelegenheit geben werden, selbst wenn
die Palästinenser einen eigenen Staat haben.)
Sie haben recht, Herr Meyer,
wenn Sie darauf verweisen, dass die Juden mit der Absicht nach
Palästina gezogen seien, dort einen Staat zu gründen. (Und das
unterscheidet die zionistische Zuwanderung von der Migration nach
Deutschland.) Dass die arabische Bevölkerung auf diese - letztlich
durch den Völkerbund abgesegnete Zuwanderung - Zuwanderung mit
Angriffen auf die jüdische Bevölkerung reagiert hat, ist
verständlich.
Nur: Ich denke, dass irgendwann einmal ein Status quo anerkannt werden
muss. Hätten die Juden 1947 das Land wieder verlassen sollen? -
Hier hätte es die Möglichkeit einer einigermaßen
friedlichen Lösung gegeben. Denn der Staat Israel hat all seinen
Bürgern - auch den arabischen - seit seiner Gründung soziale
und politische Gleichberechtigung gewährt.
Sehe keinen Widerspruch zwischen dem Morris-Zitat
das Sie bringen und dem, was ich zu ihm gesagt habe - dass er kein
Freund der Araber ist, aber die Vertreibung eines großen Teils der
arabischen Vor-Bevölkerung Israels im Zuge des Krieges
aufgearbeitet hat. Was natürlich einigen Israelis nicht gepasst
hat, die zur Bewahrung des Mythos der unbeflecktem Empfängnis
Israels an der Fiktion festhalten zu müssen glaub(t)en, die nicht
mehr anwesenden arabischen Vor-Einwohner hätten das Land
sämtlich in Folge von Aufrufen arabischer Medien verlassen, die den
ruhmeichen arabischen Armeen nur freies Schussfeld verschaffen sollten.
Wie gesagt, der Unterschied zur Arbeits- und Sozialmigration nach
Deutschland liegt beim Zionismus darin, dass letzterer von Anbeginn an
mit kolonialisierendem Ziel stattfand, weil man sich selbst für die
gottgewollten Eigentümer des Landes hielt und hält - und zwar
des ganzen Landes, nicht nur des jeweiligen Kiezes. Die Einheimischen
galten nur als Kameltreiber und Eselshüter und waren eine
Quantité negligeable.
Ihrem Hinweis folgend, Herr Meyer,
habe ich mich gerade über Benny Morris informiert (über
Wikipedia - auf die Schnelle ist es anders kaum möglich). Es ist
nun an mir, Sie aufzufordern, seine neueren Positionen zur Kenntnis zu nehmen:
"Die Bombenangriffe auf Busse und Restaurants haben mich wirklich
erschüttert. Durch sie habe ich die Tiefe des Hasses gegen uns
verstanden. Durch sie habe ich verstanden, dass uns die
palästinensische, die arabische und die muslimische Gewalt gegen
ein jüdisches Leben hier an den Rand der Vernichtung gebracht hat.
Ich betrachte Selbstmordattentate nicht als isolierte Handlungen. Sie
drücken einen tief liegenden Willen des palästinensischen
Volkes aus. Das ist, was die Mehrheit der Palästinenser wollen. Sie
wollen, dass was mit dem Bus geschah mit uns allen geschieht."
Herr Meyer,
ich vertrete doch gar nicht die Auffassung, dass die Muslime alle
zurück in ihre Ursprungsländer geschickt werden sollten
(abgesehen von den Islamisten, die unseren Staat ja schon per
definitionem ablehnen). Als Lehrerin schätze ich - nahezu
ausnahmslos - meine muslimischen Schüler in gleicher Weise wie die
anderen.
Aber Sie schreiben zu Recht:"Sie sind einfach da, ...." So
ging es doch auch den Juden in Palästina. Nach dem Abzug der
Kolonialmächte aus dem Gebiet des Nahen Osten sahen sich die Juden
aber zunehmender Aggression durch die arabische Bevölkerung
ausgesetzt. Ein Zusammenleben in einem Staat schien daher auf Dauer
nicht möglich. Nur aus diesem Grund hatten die UN ja die
Zwei-Staaten-Lösung vorgeschlagen.
Wie gesagt, Frau Holtmann, lesen Sie Benny Morris -
über die Art der Kriegsführung 1949/50 durch die bestens vorbereiteten jüdischen Milizen gegen nicht-jüdische Menschen in Palästina. Herr Morris steht auch nicht im Verdacht, es heimlich mit den Museln zu halten. Seine Schlussfolgerungen brauchen Sie ja nicht gleich auch noch zu teilen ;->)
Das ist doch ganz offensichtlich, Frau Holtmann,
dass für einige Mitmenschen die Migranten mit ihrer Andersartigkeit
eine nur schwer erträgliche Zumutung sind - das sehen Sie schon in
FAZ Diskussionsforen etwas zu den Herren Sarrazin und Buschkowski - ganz
zu schweigen von PI u.degl. Der Unterschied ist allerdings, dass die
Migranten in Deutschland im Gegensatz zu den Zionisten in Palästina
sich nicht für die eigentlichen Eigentümer des Landes halten,
d.h. das Land nicht übernehmen wollten. Sie sind einfach da, mit
all ihren Problemen. Dennoch erwecken sie Aggressionen und nihilistische
Abhandlungen mit unklarer Zielsetzung wie Sarrazin. Wie wäre das
erst wenn sie eigenstaatliche Ansprüche in Deutschland erheben
würden? Da hätten wir bald Verhältnisse wie in Palästina...
Ja, die islamistischen Eiferer sind ein Problem. Auch für moderate
Muslime. Allerdings glaube ich, dass dies ein Phänomen
randständiger Gruppen ist, das bei besseren
Entwicklungsperspektiven für diese Gruppen bald in
Bedeutungslosigkeit verschwinden würde.
Nein, Frau Orti,
dessen bin ich mir nicht bewusst. Und ich wäre für eine Erläuterung dankbar. Wer hat den Krieg begonnen, wer hat die Kriegsverbrechen in welcher Form begangen?
Frau Cornelia Holtmann, sind Sie es bewusst, dass Sie hier versuchen, ...
... Kriegsverbrechen zu rechtfertigen?
Sie gehen also davon aus, Herr Meyer,
"die Migranten in manchen deutschen Stadtteilen eine nur mit
Mühe zu ertragende Zumutung sind"? - In Analogie zu dieser
Aussage verteidigen Sie nämlich die palästinensischen Angriffe
auf die eingewanderten Juden. Dieser Tatsache sind Sie sich bewusst, oder?
Und: Die Nicht-Muslime sehen sich heute in der Tat einer weitaus
größeren Aggression durch islamistische Eiferer ausgesetzt,
als dies noch zu Beginn des letzten Jahrhunderts der Fall war. Die
Religionszugehörigkeit der Bevölkerung spielt ja heute eine
weitaus größere Rolle. Immerhin haben muslimische Araber
Nicht-Muslime als Verbündete im Kampf gegen die osmanische
Fremdherrschaft gesehen. (Dass die Engländer die arabischen
Verbündeten für ihre eigenen Interessen eingesetzt haben, ist
schon klar. Ein Hinweis erübrigt sich.)
Selbstentlarvendes, pauschalisierendes Gebabbel, Frau Holtmann:
"Wie schwer es Nicht-Araber und Nicht-Muslime es in vielen dieser
Länder haben" - wat soll'n dette? Ich denke Palästina war
nie ein Land i.S.v. Staat. Außerdem lebten in Palästina bis
zum Beginn jüdischer Einwanderung in großem Maßstab
Angehörige aller abrahamitischen Religionen, Araber, Armenier,
Griechen, Aramäer und natürlich Juden friedlich zusammen. Dass
eine derart massive Einwanderung, wie sie unter dem Deckmantel des
Zionismus und mit dessen kolonialisierendem, die Vor-Einwohner
Palästinas verachtenden Selbstverständnis einsetzte, das
Gefüge ordentlich durcheinander bringt, sollte niemanden
überraschen. Zumindest niemanden, für den die Migranten in
manchen deutschen Stadtteilen eine nur mit Mühe zu ertragende
Zumutung sind.
Herr Schmidt, die Zahlen könnte Herr Weiss z.B. von dem
israelischen Historiker Benny Morris haben, der die Vertreibung
wissenschaftlich bestätigte, allerdings bedauert, dass
Palästina dabei nicht vollständig von Arabern befreit wurde.
Ich verstehe, dass viele Deutsche den Verlust der Ostgebiete als Tragödie ansehen, Herr Muche,
Mein alter - sehr verehrter Deutschlehrer, Herr Dr. Bredtschneider - war
Ostpreuße, und ich weiß, wie sehr er seine alte Heimat
vermisst hat.
Aber: Heute müssten auch wieder Menschen vertrieben werden, wenn
die Deutschen die Ostgebiete zurückforderten. Und ich denke, dass
die Vertriebenen - und ihre Kinder - jetzt doch in der Bundesrepublik
ihr Land haben. Auch wenn wir es als schmerzlich empfinden: Ein Status
quo muss irgendwann einmal anerkannt werden.
@ Herrn Muche
Der schlimmste Bruch des Völkerrechts ist ein Angriffskrieg.
Natürlich ist es für Deutschland schmerzhaft, Gebiete zu
verlieren. Das Schicksal der Vertriebenen eine menschliche
Tragödie.
Nur: Warum sollte ein Aggressor keinen Krieg führen, wenn er
für seinen Angriffskrieg keine Konsequenzen zu fürchten hat.
Bleiben wir aber bei der Situation Israels: In der Nacht der
Staatsgründung wurde Israel von seinen arabischen Nachbarn
angegriffen. Jeder Krieg ging von den arabischen Staaten aus (und wenn
Beginn des Sechs-Tage-Kriegs nicht als Präventivschlag gewertet
wird, können wir das Wort eigentlich komplett aus dem Wortschatz streichen).
Warum sollten die arabischen Staaten keine Kriege mehr führen, wenn
sie im Fall einer Niederlage und der damit verbundenen Gebietsverluste
von der Welt als Opfer wahrgenommen werden? Der schlimmste Bruch des
Völkerrechts ist ein Angriffskrieg.
@ Herrn Weiß
Die Juden, die seit den 20er Jahren verstärkt in die Gebiete
Palästinas eingewandert waren, sahen sich spätestens seit dem
Abzug der Kolonialmacht verstärkt der Aggression durch die
arabische Bevölkerung ausgesetzt. Die wollte nämlich die
"Eindringlinge" komplett aus dem Land verdrängt sehen
(Wie schwer es Nicht-Araber und Nicht-Muslime es in vielen dieser
Länder haben, bedarf wohl keiner Erläuterung.
Ich wiederhole meine Frage, die Sie an anderer Stelle nicht beantwortet
haben: Wie hätte die Lösung aussehen können?
Hätten die Juden das Land verlassen müssen? Wer dies
befürwortet, muss aber auch für die Deutschen Verständnis
zeigen, die die Migranten in ihre Ursprungsländer ausweisen wollen.
Herr Weiss, Sie wissen anscheinend sehr viel, aber
sagen Sie mir mal, wo Sie diese Zahlen her haben! Auch von mursi?
"Die tausende ermordeten und hunderttausende vertriebenen
Palästinenser widerlegen die niederträchtige Lüge von dem
"fast menschenleeren" Land wirklich deutlich genug"
@ Cornelia Holtmann „...wenn Deutschland seine Ostgebiete zurückforderte?“
Das, was die Welt 1945 mit D veranstaltet hat, war ein krasser Bruch des
Völkerrechts, ebenso die von Roosevelt und Churchill beschlossene
Vertreibung der Deutschen aus diesen Gebieten.
„Wenn die Deutsche ihre Ostgebiete wieder zurück haben
wollen, müssen sie Krieg gegen uns führen, heute haben wir
andere Mittel dazu.“ Lech Walensa 1990
Gegen das Vergessen!
Unsere Erinnerung soll immer reicher werden!
Menschenleer?
Die tausende ermordeten und hunderttausende vertriebenen
Palästinenser widerlegen die niederträchtige Lüge von dem
"fast menschenleeren" Land wirklich deutlich genug - man kann
nun einmal niemanden ermordeten oder vertreiben, der dort nicht lebt(e).
Unlängst die groteske Lüge von der Gründung Israels durch
UNO-Beschluß, nun die groteske Lüge von dem menschenleeren
Land - angesichts derartiger Lügen drängt sich die Frage auf,
was diese Gestalten sonst noch alles erstunken und erlogen haben.
Nebenbei bemerkt: Die Palästinenser lebten dort auch um 1900
n.Chr., als es dort kaum Juden gab. Mit der Behauptung, die
Palästinenser seien erst nach den Juden gekommen, haben wir in
dieser Reihe die nächste grobe Lüge.
Und wenn Heimatvertriebene die Rückkehr in ihre Heimat fordern,
nennen das diese verlogenen Unmenschen "krakeelen" - und
wundern sich dann auch noch über ihnen entgegenschlagenden Haß.
Ergänzung
Werter Herr Schmidt,
man sollte ergänzen, dass die meisten Palästinenser dort
lebten, nachdem die wirtschaftlich erfolgreichen Juden das Leben an der
Küste lebenswert gemacht hatten.
Und auch: 1948 wurden ca. 600.000 Juden aus arabischen Ländern
vertrieben. Ohne vorher irgendwen angegriffen zu haben.
Ja, hier wird mit zweierlei Maß gemessen. Und warum das so ist,
das wissen wir auch.
Wolfgang Hebold
Und auch nicht vergessen sollten wir...
dass die arabischen Staaten 1948 Israel mit der Staatsgründung der
Krieg erklärt und damit eine Zwei-Staaten-Lösung
unmöglich gemacht haben.
Oder war dieser Krieg lediglich ein Versuch, "den 1948 begonnen und
bis heute fortgesetzten israelischen Landraub an den arabischen
Palästinensern zu beenden"?
Herr Weiss, wissen Sie dann auch, dass
das damalige israel fast menschenleer war, aus Bergrücken, Stein- und Sandwüsten und choleraverseuchten Sümpfen bestanden hat? Und dass die meisten Palästinenser in Jordanien gewohnt haben und Jordanien als Heimat für die Palästinenser gedacht war, der damalige König aus taktischen Schachzügen aber dann alle Palsätinenser aus Jordanien rausgeschmissen hat, zum einen eben aus politischer Taktik zum anderen eben auch darum, weil sie damals schon genauso waren wie uns die Hamas und andere heute die Palästinenser darstellen? Warum nicht genauso krakelen: Russen raus aus Polen (den polnischen Ostgebieten) oder Russen raus aus Deutschland, den ehemaligen echt deutschen Ostgebieten? Es gäbe noch viele andere Beispiele... Sie wissen das ja, nur messen Sie halt mit zweierlei Maß! Warum eigentlich?
Wir sollten schon gar nicht vergessen,
daß die arabischen Angriffe auf Israel lediglich Versuche waren,
den 1948 begonnen und bis heute fortgesetzten israelischen Landraub an
den arabischen Palästinensern zu beenden.
Was nun Gebietsrückforderungen betrifft: Japan tut seit Jahrzehnten
genau das gegenüber Rußland, zwar bisher erfolglos, aber auch
ohne deswegen weltweit angefeindet zu werden.
Übrigens wollen auch die Palästinenser in Ruhe, Wohlstand und
Frieden leben - allerdings in einem gerechten Frieden und in gerechten
Grenzen. Zur Erinnerung: unmittelbar vor der Gründung des Staates
Israel lebten dort mehr als doppelt so viele Palästinenser wie Juden.
Das weltweit größte Problem ist der radikale Islam. Weltweit
hegt dieser Teil der Menschheit einen so großen Hass gegen die
gesamte westliche Welt, so dass ein Video zu Morden und Aufrufen
führt, willkürlich irgendwelche Personen in der westlichen
Welt vor laufender Kamera zu köpfen. Solche Aufrufe habe noch nie
von einem Israeli gehört.
Ein weiteres Problem besteht darin, dass eine ganze Reihe von
Regierungschefs den Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern
dazu benutzen, sich in der Islamischen Welt als Führungskraft zu
profilieren, wie z.B. die Herren Erdogan und Ahmadinedschad.
Möchten Sie sich da einreihen?
Anstelle den Israelis die alleinige Schuld an diesem Dilemma zu geben
sind konstruktive Vorschläge willkommen, die dazu betragen diesen
gordischen Knoten im Nahen Osten zu lösen.
Sehr guter und neutraler Bericht
Ich finde es klasse das Ihr diesen Bericht so Neutral geschrieben habt. Ich habe mir die Rede angesehen von beiden und kann wirklich bestätigen das Die "Frankfurter Allgemein" einer der wenigen ist die wirklich neutral berichten. Wenn man mal vergleicht z.B. Focus oder anderen Portale mit dem Bericht des gleichen Themas sieht man das andere Portale sehr Parteiisch sind. Aber ich hoffe nicht das ihr irgendwann wegen eurer offenen Berichten stress bekommt ;).
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.09.2012 21:22 UhrAnders als irgendwelche Verschwörungstheorien die man immer wieder hört..
uns weismachen wollen, leben wir in einem freien Land in dem
Sachlichkeit und möglichst umfassende Informationen gewürdigt
werden. Dazu gehört auch andere Ansichten zu hören.
.
Wenn die Faz von irgendwelchen Repressionen auf Grund von sachlichen
Artikeln drangsaliert werden würde, bräuchte sie es nur
öffentlich machen und der Übeltäter würde schon den
Versuch bereuen.
Selbst wenn man sich auf die neuere Geschichte beschränkt, dann
finden sich im Iran eine ganze Reihe ausländischer Interventionen.
Sei es ein von Großbritannien und der Sovietunion erzwungener
Regierungswechsel 1941, der von der CIA inszenierte Putsch 1953
(Operation Ajax) der ein autoritäres, aber US-freundliches Regime
einsetzte, das 1979 von der Bevölkerung gestürzt wurde, was
der Irak als Anlass für einen Krieg sah, bei dem er von den USA mit
Nervengas und konventionellen Waffen beliefert wurde. Millionen
Todesopfer später wurde 1988 Frieden geschlossen.
2001 invadierte die USA nach einem Terroranschlag 17 Saudi-Arabischer
Terroristen (und 4 weiteren aus anderen Ländern) Afghanistan und
etablierte eine Reihe von Militärbasen. 2003 griff man den Irak
wegen Besitz des eigenhändig gelieferten Nervengases an. Seit
einigen Jahren führt die USA einen Drohnenkrieg gegen Pakistan, in
dem 98% der Opfer unschuldig sind.
Es gibt keinen Grund für den Iran, sich sicher zu fühlen.