http://www.faz.net/-gpf-958m5

Umfrage : Jeder dritte Deutsche für Vereinigte Staaten von Europa

  • Aktualisiert am

Ein junge Frau mit Europafahne auf dem Gesicht bei einer Demonstration in Brüssel am 18. Dezember 2017 Bild: LECOCQ/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Bei einer Befragung in sieben europäischen Ländern sehen nur die Franzosen den Vorstoß von Martin Schulz ähnlich positiv. Wenig Zustimmung kommt von den Briten und Skandinaviern.

          Fast jeder dritte Deutsche, nämlich 30 Prozent der Befragten, unterstützt den Vorstoß von SPD-Chef Martin Schulz, die Europäische Union in die Vereinigten Staaten von Europa umzuwandeln. Dies ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov unter mehreren Tausend Menschen in sieben europäischen Ländern.

          In Frankreich bewegt sich der Anteil der Unterstützer mit 28 Prozent auf ähnlichem Niveau, Besonders skeptisch sehen die vor dem EU-Austritt stehenden Briten den Vorschlag. Nur zehn Prozent von ihnen befürworten ihn. Aber auch in Skandinavien – Norwegen, Schweden, Dänemark und Finnland – liegt die Zahl der Befürworter nur bei 12 und 13 Prozent.

          Martin Schulz will die Europäische Union bis 2025 in die Vereinigten Staaten von Europa mit einem gemeinsamen Verfassungsvertrag umwandeln. Die EU-Mitglieder, die dieser föderalen Verfassung nicht zustimmen, müssten dann automatisch die EU verlassen, sagte er Anfang Dezember auf dem SPD-Parteitag in Berlin. Aus der Union kam scharfe Kritik an dem Vorschlag.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Bundeswehr-Soldaten in Berlin

          Personalnot : Bundeswehr prüft Aufnahme von Ausländern

          Weil sich nicht genügend deutsche Soldaten finden, erwägt die Bundeswehr offenbar nun die Rekrutierung von Ausländern. Verteidigungsexperten sehen Vorteile – warnen aber auch vor Risiken.

          Mittelmeer : EU-Mission „Sophia“ soll vorerst weiterlaufen

          Mindestens bis August wird die Operation der EU im Mittelmeer fortgesetzt. Zuvor hatte der Kommandant die Schiffe des Einsatzes in die Häfen zurückbeordert, weil Italien keine geretteten Flüchtlinge mehr aufnehmen will.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.