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„Jihadi John“ : Zwei britische IS-Kämpfer in Syrien gefasst

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Gefürchteter Mörder: Mohammed Emwazi alias „Jihadi John“ Bild: AP

Als „Jihadi John“ sorgte IS-Kämpfer Mohammed Emwazi mit Enthauptungsvideos für Entsetzen. Die letzten beiden Mitglieder seiner Gruppe wurden nun gefasst.

          Zwei britische Kämpfer der Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) sind in Syrien festgenommen worden. Alexanda Amon Kotey und El Shafee el-Sheikh seien bereits im Januar von mit Washington verbündeten Rebellen gefasst worden, erklärte ein Vertreter des amerikanischen Verteidigungsministeriums am Donnerstag. Die beiden Briten waren demnach an der Entführung und Hinrichtung mehrerer westlicher Geiseln beteiligt und hatten Verbindungen zu dem berüchtigten britischen IS-Kämpfer „Jihadi John“.

          Die beiden Festgenommenen waren die letzten flüchtigen Mitglieder einer vierköpfigen IS-Zelle. Der Anführer der Gruppe, Mohammed Emwazi alias „Jihadi John“ war im November 2015 bei einem amerikanischen Drohnenangriff in Syrien getötet worden. Ihr Komplize Aine Davis sitzt in der Türkei in Haft.

          Emwazi war in mehreren Videos der IS-Miliz zu sehen, wie er schwarz gekleidet und vermummt westliche Gefangene enthauptete. Unter seinen Opfern waren die amerikanischen Journalisten James Foley und Steven Sotloff, die japanischen IS-Geiseln Haruna Yukawa und Kenji Goto sowie die britischen Entwicklungshelfer David Haines und Alan Henning. Die Videos sorgten weltweit für Entsetzen und wurden zum Symbol für die Grausamkeit der IS-Dschihadisten.

          „Jihadi John“ und seine Komplizen, die wegen ihres britischen Akzents die „Beatles“ genannt wurden, sollen insgesamt mehr als 20 Geiseln gefangen gehalten und mehrere Millionen Dollar Lösegeld erpresst haben. Überlebende berichteten, sie seien von ihren Bewachern geschlagen und gefoltert worden.

          Zum Schicksal der beiden Dschihadisten, die nun von Kämpfern der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) festgenommen wurden, machte der amerikanische Vertreter keine Angaben. Das britische Außenministerium erklärte, es äußere sich nicht zu „Einzelfällen und laufenden Ermittlungen“.

          Der amerikanische Präsident Donald Trump hatte sich dafür ausgesprochen, im Irak und Syrien festgenommene Dschihadisten in das umstrittene Gefangenenlager in Guantanamo auf Kuba zu schicken. Ende Januar erteilte er die Anweisung, das Lager weiterzubetreiben. Sein Vorgänger Barack Obama hatte vergeblich versucht, das nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 eingerichtete Gefängnis zu schließen.

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