Nach eintägiger Unterbrechung hat die in Haft erkrankte ukrainische ehemalige Regierungschefin Julija Timoschenk die Behandlung durch den Berliner Arzt Lutz Harms wieder aufgenommen. Der Neurologe habe die Oppositionsführerin davon überzeugen können, die Therapie fortzusetzen, teilte am Mittwoch das Gesundheitsministerium der ehemaligen Sowjetrepublik mit.
Aus Protest gegen die Veröffentlichung ihres Pflegeplans hatte Timoschenko die Behandlung im Krankenhaus in der Stadt Charkow am Vortag abgebrochen. Die Politikerin klagt seit Monaten über einen schweren Bandscheibenvorfall. An diesem Donnerstag werde Harms nach rund einer Woche zurückkehren, teilte die Berliner Klinik Charité der Deutschen Presse-Agentur mit. Statt des Neurologen werde eine Reha-Expertin von Montag an die Behandlung fortsetzen. Der Wechsel sei geplant gewesen.
In Charkow kritisierte Timoschenkos Tochter Jewgenija die Anwesenheit von Sicherheitskräften rund um die Klinik. „Das Krankenhaus hat sich in ein Gefängnis verwandelt“, sagte die 32-Jährige nach Angaben örtlicher Medien. „Viel Miliz“ stehe um das Gebäude, sagte sie. „Die verlangen irgendwelche Ausweise und lassen niemanden rein.“
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