http://www.faz.net/-gpf-94j3u

Aufruhr in der Ukraine : Der Kreml am Ziel?

Der ukrainische Präsident Poroschenko verrät das Erbe der Revolution auf dem Majdan. Damit hat Moskau das Scheitern des demokratischen Experiments in Kiew fast erreicht.

          Nicht das Tun und die Reden des Möchtegern-Revolutionärs Micheil Saakaschwili sind an dem Aufruhr in der Ukraine das Entscheidende, sondern die Rhetorik und das Handeln der Staatsmacht. Es ist auch zweitrangig, wie glaubwürdig oder unglaubwürdig die Vorwürfe gegen den einstigen georgischen Präsidenten sind: Die Sprache, in der Kritiker der Regierung und des Präsidenten pauschal als „Verräter“ im Dienste Russlands abgestempelt werden, ist die Sprache autoritärer Regime.

          Man muss nur in den Äußerungen Generalstaatsanwalt Luzenkos oder Präsident Poroschenkos das Wort „Russland“ durch „Westen“ oder „Ukraine“ ersetzen, dann klingen sie wie die Hetze gegen Oppositionelle, die in Putins Reich seit Jahren üblich ist. Der ukrainische Präsident verrät so das Erbe der Revolution auf dem Majdan, durch die er vor drei Jahren an die Macht gekommen ist. Damit hat der Kreml das Ziel seines Kriegs gegen die Ukraine fast erreicht: das Scheitern des demokratischen Experiments in Kiew.

          Noch ist es aber nicht so weit. Die ukrainische Gesellschaft ist ungeheuer lebendig und widerstandsfähig.

          Quelle: F.A.Z.

          Weitere Themen

          Damoklesschwert über dem Weißen Haus

          Russische Einmischungen : Damoklesschwert über dem Weißen Haus

          Ein britischer Journalist hat ein Buch über russische Einflussnahme auf die amerikanische Wahl geschrieben. Er ist von einem Komplott überzeugt – und beschreibt den Trump-Tower als Zufluchtsort für russische Gangster.

          Wie fit ist der Präsident? Video-Seite öffnen

          Trump beim Gesundheitscheck : Wie fit ist der Präsident?

          Amerikanische Präsidenten müssen sich während ihrer Amtszeit auf körperliche und geistige Unversehrtheit untersuchen lassen. Das Ergebnis überrascht vor allem die Kritiker des Staatsoberhaupts.

          Wie verhält sich Trump zu King? Video-Seite öffnen

          „Drecksloch-Länder“ : Wie verhält sich Trump zu King?

          Der 15. Januar ist der Geburtstag des Bürgerrechtlers Martin Luther King. Was die Amerikaner an diesem Feiertag besonders umtreibt, ist das Verhalten ihres Präsidenten Donald Trump. Nicht wenige Bürger halten den Republikaner für einen Rassisten.

          Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben.

          Topmeldungen

          Aussagemarathon : Wie gefährlich ist Bannon für Trump?

          Sonderermittler Robert Mueller hat Trumps ehemaligen Chefstrategen Steve Bannon vorgeladen. Beobachter spekulieren bereits, ob beide einen Handel abgeschlossen haben könnten.

          Gastbeitrag : Europa droht die Spaltung

          Auf dem Kontinent teuer werden teuer erkämpfte Freiheiten über Bord geworfen. Deutschland müsste wichtige Gegenimpulse setzen. Doch Berlin ist mit sich selbst beschäftigt.

          Handelsüberschuss : Tendenz: Sinkend

          Deutschland exportiert viel und importiert wenig. Viele Deutsche sind stolz, doch andere Länder ärgern sich darüber. Jetzt aber scheint sich der Trend zu drehen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.