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Abgeschossener Bomber : Türkisches Militär veröffentlicht angebliche Warnungen

  • Aktualisiert am

Der getroffene russische Bomber brennt vor seinem Absturz in der Luft. Bild: dpa

Hat das türkische Militär die Piloten des russischen Bombers vor dem Abschuss gewarnt? Ankara behauptet das, der überlebende Pilot dementiert energisch. Nun haben die Streitkräfte die angeblichen Funksprüche veröffentlicht. 

          Die türkischen Streitkräfte haben einen Tonbandmitschnitt veröffentlicht, der die Warnung an die Piloten des abgeschossenen russischen Kampfbombers beweisen soll. Die Nachrichtenagentur DHA stellte am Mittwoch unter Berufung auf die Armee eine entsprechende Sprachaufnahme ins Netz.

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          Sprachaufnahme des türkischen Militärs

          Auf der Aufnahme ist die mehrmalige Warnung zu hören, nach Süden abzudrehen. Mehrmals hört man, wie der Pilot mit den Worten „Change your heading“ aufgefordert wird, seinen Kurs zu ändern. Es soll sich dabei um den Funkspruch an die Piloten des am Dienstag abgeschossenen Flugzeugs handeln. Eine neutrale Bestätigung hierfür gibt es allerdings nicht.

          Die Türkei hatte direkt nach dem Abschuss mitgeteilt, die russische Suchoi Su-24 sei mehrfach und über mehrere Minuten hinweg kontaktiert worden.  Zum Zeitpunkt des Abschusses flogen nach Angaben des türkischen Botschafters bei der UNO, Halit Cevik, zwei russische Kampfjets gut zwei Kilometer in den türkischen Luftraum hinein und hielten sich dort 17 Sekunden auf.

          Ein amerikanischer Militärvertreter bestätigte dies; es sei aber unklar, ob die türkische Luftwaffe während der Luftraumverletzung geschossen habe oder erst, als die russischen Maschinen wieder über Syrien waren.

          Der überlebende russische Pilot stellte die Lage am Mittwoch anders dar: Er könne "vollständig" ausschließen, dass er in türkischen Luftraum eingedrungen sei, sagte Konstantin Murachtin in einem von mehreren Fernsehsendern gezeigten Beitrag. Er habe die Grenze klar am Boden sehen können. In dem Beitrag, der auf einem syrischen Luftwaffenstützpunkt gedreht wurde, ist der Pilot von hinten gefilmt und daher nicht zu erkennen.

          Nach seinen Worten wurden die Piloten vor dem Abschuss auch nicht gewarnt: „Es gab keinerlei Warnung, keinen Austausch über Funk, keinen Sichtkontakt, überhaupt keinen Kontakt“, sagte er. „Wenn sie uns hätten warnen wollen, hätten sie neben uns herfliegen können. Das ist nicht geschehen.“

          Murachtin konnte von einem Militärhubschrauber gerettet werden, nachdem er auf syrischem Boden mit seinem Fallschirm gelandet war. Der zweite Pilot wurde nach russischen Militärangaben nach seinem Absprung per Schleudersitz in Syrien getötet.

          Quelle: koho./dpa/AFP/

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