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Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Türkische Seifenoper Wie toll trieben es die alten Sultane?

 ·  Der türkische Ministerpräsident Erdogan ärgert sich über die Darstellung Süleymans des Prächtigen in einer Seifenoper. Nun soll ein Gesetz die teuren Ahnen vor Verunglimpfung schützen.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (16)

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Carsten Berg
Carsten Berg (Carberg) - 11.01.2013 10:11 Uhr

12.000 polnische Panzer-Reiter

unter König Jan Sobieski haben die Türken vor Wien, besonders deren "unbesiegbare" Janit-scharen (osmanische SS), brutalst möglich niedergeritten. Das hat Wien 1683 in letzter Stunde und Europa für die Zukunft die christlichen Freiheiten gerettet. Meinetwegen auch die Aufklärung ermöglicht. Sonst stünden wir garantiert unter der Herrschaft "Erdogan des Prächtigen." Dann aber wäre das Heilige römische Reich deutscher Nation unbekannt und heute eine westliche Provinz des osmanischen Reiches. Andererseits wären die vielen europ. Kriege nicht ausgebrochen, und nur die polnisch - katholische Partisanen blieben ein Stachel im Fleisch des Islams. Der heutige Erdogan meint es nur gut, wenn er als Friedensbringer überallhin reitet und dabei auch Moral vernichtende (Film-) Kunst verbieten lässt.

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Henk Wilbert

Riesengroßer Schwindel

Faktenverzerrung, Wahrheitsverdrehung, Geschichtsfälschung - nur um sich eine ehrenwerte Herkunft vorzugaukeln. Man mag die gesteigerte Selbstkritik der Deutschen bemängeln, sie hat jedoch auch viel Gutes.
Man kann hier jedenfalls nicht mehr einen Völkermord beschönigen, wenn man ernstgenommen werden will.
Dort allerdings muss ein falsches Ehrgefühl die Sache mit den Armeniern unter Verschluss halten.
Das ganze Weltbild von den ehrbaren untadeligen Muslimen und den verkommenen Ungläubigen ist ein riesengroßer Schwindel, den man ob der Identitätserschütterung nicht zuzugeben imstande ist.

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Christoph Rohde

Erdogans Rassismus

In Deutschland wäre es wichtig, beim "Kampf gegen rechts" die türkisch-nationalistischen Verbände nicht zu vergessen. Die aber sind tabu

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Florian Schmidt

Wenn es nicht bedenklich wäre...

wäre es schon wieder komisch.

„Wir leben in einer Welt mit sieben Milliarden. Was unsere Aufgabe ist, wissen wir sehr gut. Wohin auch immer unsere Vorfahren auf Pferden geritten sind, dorthin gehen auch wir. Wir interessieren uns für jeden dieser Orte.“

Was möchte Erdogan mit dieser Aussage erreichen? Frei nach Alexander dem Großen, man müsse Persien bestrafen/ erobern weil sie vor ein paar hundert Jahren Athen zerstört haben und alles irgendwie doch griechisch sei? Mein Gott, man kann es übertreiben.
Würden alle Präsidenten so denken wie er, die Welt würde im Chaos versinken... und König Juan Carlos I. von Spanien sowie Elizabeth II. von England hätten alle Hände voll zu tun.

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Otto Meier

Die Türkei und die EU passen nicht zusammen.

Und das ist keine Seifenoper, sondern Fakt. Denn Gesinnungsstrafrecht paßt ebensowenig in ein demokratisches Europa, wie ein Gottesstaat. Schade, daß Erdogan der Türkei derart schadet. Nicht wegen der EU, wegen der Türken.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.01.2013 10:20 Uhr
Carsten Berg
Carsten Berg (Carberg) - 11.01.2013 10:20 Uhr

Wieso nicht?

In den Moscheen predigt man längst, dass alles passend zu machen ist, was noch miteinander
fremdelt. Schließlich braucht man einige Europäer als "Dhimmies". Das sind jene, die für eine
schecht ausgebildete Bevölkerung E-Werke, Wasserwerke usw. gegen geringes Geld bedienen können. Parteien und einen Apparat hat man dann schon, nämlich eigene.

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John Leucht

solche -DEMOKRATISCHE- Reformen können sich in der Türkei einfach umsetzen lassen weil....

Ist der Redaktion überhaupt klar, wieso die „historische Wahrheit“ mit der „Mehrheit“ hingestellt wird? Es ist keine leere Behauptung. Für die Bildung der neuen türkischen Nation war eine gemeinsame homogene türkisch-islamische Geschichte notwendig. So wurde alles hochgelobt was türkisch-islamisch war und alles verteufelt was mit der bitteren Realität zu tun hatte. So kann es laut türkischer Gründungsgeschichte niemals einen Völkermord an die Armenier gegeben haben. Den dies würde bedeuten, dass die junge Türkei auf armenisches Siedlungsgebiet mit Gewaltanwendung die Nation gegründet hat. Die Geschichtserzählung in der Türkei ist so weit von der Realität entfernt, dass es ganz normal ist, ethnische und religiöse Minderheiten öffentlich zu diffamieren. Volksverhetzung gehört zum Schulunterricht wie Mathe einfach dazu. Erdogan kennt es nicht anders.

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Martin Klocke
Martin Klocke (mampo) - 07.01.2013 13:33 Uhr

"Wohin auch immer unsere Vorfahren auf Pferden geritten sind, dorthin gehen auch wir"

Das ist doch mal eine deutliche Ansage. Die verschallt aber ungehört im hiesigen Pressewald und bei unseren Politikern! Konkret heisst das: Überall, wo die Türken mal Boden unter den Füssen hatten, bleibt türkisches Terrain, das übergangsweise in fremden Besitz geraten ist. Das nenne ich mal Grossspur.
Man kann so leichte Parallelen mit einigen hier lebenden Türken und deren Selbstverständnis erkennen. Andere, hier integrierte Türken schlagen da nur die Hände über dem Kopf zusammen.
Ich als Nachfahre von Kroaten sehe die Ansage, dass die Türken zurück in den Balkan wollen, als sehr gefährlich. Das hat die dort lebenden Völker in der Vergangenheit hunderttausende an Ofern gekostet.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.01.2013 17:21 Uhr
Ferdinand Bohn

Werter Herr Klocke, im Balkan sind sie seit Jahren,

just nach dem Fall des Warschauer Pakts waren sie schon da. Übrigens der Balkan war nur ein Katzensprung entfernt. Die Türken sind bereits in Skandinavien, seit Jahrzehnten.

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Kevin Bond
Kevin Bond (00Kevin) - 07.01.2013 13:31 Uhr

mit einem neuen osmanischen Empire hätte ich absolut kein Problem.

wenn die Türken Gaza, Syrien, Libanon, Kosovo, Irak, Aserbaidschan, Afghanistan, Burma und Somalia beherrschen dann kann es da nur besser werden. Mir fallen fallen auch noch ein paar andere Staaten ein die noch dazu kommen könnten. Leider ist es nur eine TV Seifenoper. In der Realität wäre ein neues osmanisches Empire besser. Für alle. Besonders für Europa.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.01.2013 17:40 Uhr
Kevin Bond
Kevin Bond (00Kevin) - 07.01.2013 17:40 Uhr

Na und? Wen interessiert das?

Ein osmanisches Empire wäre - wenn überhaupt- ein militärischer Feind.

Ein guter Feind hat eine Adresse. Schlechte Feinde haben keine Adresse.
(Wie Henry Kissinger mal vollkommen korrekt feststellte).

Asyl und Staatsbügerschaft für zugewanderte kriminelle Libanesenclans in EU gäbe es jedenfalls nicht. Sie wären da wo sie hingehören. Ein Fall für die Polizei des Sultans.
Instabile (islamische) Versagerstaaten in die man keinen Menschen abschieben kann gäbe es nicht. Auch die Islamisten wären ein rein türkisches Problem.

Totalen Blödsinn wie etwa "Könige" von Jordanien/Saudi Arabien/Marokko etc gäbe es auch nicht. Das wären das bestenfalls Landesfürsten vom Typ Christian Wulff. Kein Problem für Europa.

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Kai-Uwe Lensky

Ein solches Empire...

...stünde aber vielleicht wieder vor Wien.

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Psolos Rufianidis

Doppelmoral par excellence!

Wie schön das hier jemand die Zeit dazu hat als führender "Staatsmann" sich über lächerliche Seifenopern aufzuregen.
Man muß halt Prioritäten setzen!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.01.2013 10:30 Uhr
Carsten Berg
Carsten Berg (Carberg) - 11.01.2013 10:30 Uhr

Richtiges Vorbild

Zwischen 1933 und 1945 hat ein deutscher Minister nicht nur Filme, sondern alle Medien beob-
achten und "andern" lassen, sofern es dem Reich diente (?). Er hat sogar die Sprache einge-
deutscht und alle Fremdworte verbieten lassen. Aus Automobil wurde KFZ, LKW und NKW.
Den mag "Erdogan der Prächtige" zum Vorbild haben. Leider hielt die Schulungsmaßnahme nicht sehr lange, doch 12 Jahre waren bereits genug.

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Karl Abonzius
Karl Abonzius (alibori) - 07.01.2013 12:51 Uhr

Erdogan und Suleyman

Man stelle sich Angela Merkel vor, die als Bundeskanzlerin bei einer Fernsehserie über August den Großen aus Sachsen fordet,daß dieser als keuscher Mann dargestellt wird.Das gibt es aber hier nicht. Trotz
des C in CDU regieren hier keine religiösen Dumpfbacken.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.01.2013 17:15 Uhr
Peter Glowatz

August

Wohl eher wird Frau Merkel als gebildete Frau fordern, dass August der Starke seinen Beinamen behalten darf.

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Jahrgang 1973, politischer Korrespondent für südosteuropäische Länder mit Sitz in Istanbul.

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