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Türkei Zehn Soldaten sterben bei PKK-Angriff

19.06.2010 ·  Im Grenzgebiet zum Irak sind zehn türkische Soldaten durch einen Angriff der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK getötet worden. Auch zwölf PKK-Kämpfer kamen ums Leben. Als Vergeltung bombardierten türkische Luftstreitkräfte PKK-Stellungen.

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Die Gewalt in den Kurdengebieten im Südosten der Türkei ist eskaliert. Bei einem Gefecht wurden in der Nacht zum Samstag zehn Soldaten und zwölf Kämpfer der Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) getötet. Eine große Gruppe Aufständischer habe eine Armee-Einheit an der Grenze zum Irak angegriffen, teilte der Generalstab mit. 14 Soldaten seien verletzt worden. Das Gefecht wurde in der Nähe des Ortes Semdinli in der Provinz Hakkari ausgetragen.

Das Militär schickte weitere Soldaten in die Region. Kampfhubschrauber und -flugzeuge griffen Ziele im Nord-Irak an, der den PKK-Kämpfern als Rückzugsgebiet dient. Ministerpräsident Tayyip Erdogan kündigte an, der Kampf gegen die PKK werde bis zum Sieg über die Rebellen fortgesetzt. Die rechtsextreme Partei MHP machte die Regierung für die Eskalation der Gewalt verantwortlich und forderte eine Sondersitzung des Nationalen Sicherheitsrats sowie die Wiedereinführung des mit Amtsantritt Erdogans aufgehobenen Notstandes im Südosten der Türkei.

Die kurdischen Separatisten haben in den vergangenen Wochen wiederholt türkische Soldaten in der Region angegriffen. Die PKK kämpft seit 1984 gegen den türkischen Staat. In dem Konflikt kamen bislang mehr als 40.000 Menschen ums Leben. Die ursprüngliche Forderung nach einem unabhängigen Kurdenstaat hat die Gruppe inzwischen aufgegeben. Jetzt ist es ihr Ziel, eine ethnische Heimat für Kurden im Südosten des Landes zu errichten.

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