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Türkei : Viele Tote bei Untergang von Flüchtlingsboot nahe Istanbul

  • Aktualisiert am

Gekentert: Türkische Küstenwache vor dem Hafen von Istanbul Bild: Reuters

Im Bosporus vor Istanbul ist ein Boot mit Flüchtlingen aus Afghanistan gesunken. Dabei ertranken vermutlich mehr als 20 Personen, unter ihnen viele Kinder. Die Küstenwache sucht noch nach Überlebenden.

          Beim Untergang eines Boots nahe Istanbul sind mindestens 24 Persoonen ums Leben gekommen. Die türkische Küstenwache teilte am Montag mit, die Leichname seien an der Mündung des Bosporus ins Schwarze Meer geborgen worden. Sieben Personen hätten die Rettungskräfte lebend aus dem Wasser ziehen können. Mit sieben Schiffen und einem Hubschrauber suchte die Küstenwache nach weiteren Opfern. Türkische Medien berichteten, dass vermutlich etwa 40 Flüchtlinge aus Afghanistan an Bord des gesunkenen Boots gewesen seien, unter ihnen viele Kinder.

          Auch Fischer beteiligten sich an der Rettungsaktion. Einer von ihnen sagte der Zeitung „Hürriyet“, die Bootsinsassen hätten zwar Rettungswesten gehabt. „Aber überall waren Leichen. Babys, Kinder.“ Wie es genau zu dem Unglück etwa fünf Kilometer vor der Schwarzmeerküste am nördlichen Ende des Bosporus kam, war zunächst nicht klar. Von Untergängen dort hat man bisher selten gehört; die meisten derartigen Katastrophen spielten sich in jüngerer Zeit vor der italienischen Küste ab.

          Viele Flüchtlinge aus Afrika und dem Nahen Osten versuchen über die Türkei in die Europäische Union zu gelangen. Wenn sie dazu den Wasserweg nutzen, sind sie häufig auf unsicheren und überfüllten Booten unterwegs. Der Bosporus ist eine der am meisten genutzten Wasserstraßen der Welt, über die unter anderen russische Öllieferungen und andere Rohstoffe transportiert werden.

          An beiden Seiten der Meerenge liegt die Millionenmetropole Istanbul. Anrainer des Schwarzen Meers sind unter anderem die EU-Mitglieder Bulgarien und Rumänien. Der Logistik- und Verschiffungskonzern GAC teilte mit, das gesunkene Boot habe Kurs auf die rumänische Hafenstadt Constanta gehabt, als es gegen fünf Uhr morgens gesunken sei.

          Quelle: Reuters

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