01.09.2008 · In Zweibrücken haben Angehörige, Kameraden und Politiker Abschied von dem kürzlich in Afghanistan umgekommenen Soldaten Meier genommen. Bei Kundus wurde derweil abermals eine deutsche Patrouille angegriffen. Verletzt wurde niemand.
Von Horst Bacia, ZweibrückenMit einem schlichten Trauergottesdienst haben Angehörige, Kameraden und Vertreter der Öffentlichkeit am Montag in der Heilig-Kreuz-Kirche in Zweibrücken Abschied genommen von Hauptfeldwebel Mischa Meier, der am 27. August bei einem Sprengstoffanschlag in Nordafghanistan ums Leben kam. Meier war 29 Jahre alt. Er gehörte dem in Zweibrücken stationierten Fallschirmjägerbataillon 263 an.
Sechs Soldaten bildeten eine Ehrenwache am Sarg des gefallenen Soldaten, der mit einem schwarz gerahmten Bild eines lächelnden jungen Mannes in Uniform geschmückt war. Verteidigungsminister Jung (CDU) sagte in seiner Traueransprache, Hauptfeldwebel Meier sei gestorben für eine „bessere, friedlichere Zukunft in Afghanistan und die Sicherheit unseres Landes“. Meier sei ein begeisterter Soldat gewesen und habe erst vor vier Wochen seine Ernennung zum Berufssoldaten erhalten. Er sei sich der Gefahr seines Einsatzes bewusst gewesen.
Der 28. Tote der Bundeswehr in Afghanistan
Die Soldaten der Bundeswehr, die sich in Afghanistan und anderen Konfliktorten im Einsatz befänden, hätten „ein Recht darauf, dass die Gesellschaft hinter ihnen steht“. Auch dies werde mit der Trauerfeier zum Ausdruck gebracht. Hauptfeldwebel Meier war am 27. August als Führer einer Patrouille südlich des deutschen Feldlagers in Kundus unterwegs, als sein Fahrzeug in eine Sprengfalle fuhr. Er erlitt schwere Verletzungen, deren Folgen er wenig später erlag. Drei weitere Soldaten wurden verletzt; zwei von ihnen nahmen an der Trauerfeier in Zweibrücken teil.
Vor der Trauerfeier waren Verteidigungsminister Jung und Generalinspekteur Schneiderhan mit den Angehörigen zu einem kurzen persönlichen Gespräch zusammengetroffen. Der Gottesdienst endete mit der Nationalhymne und dem Soldatenlied „Ich hatt´ einen Kameraden.“ Mischa Meier war der 28. Tote, den die Bundeswehr in Afghanistan zu beklagen hat. Zwölf von ihnen kamen durch Anschläge ums Leben. Seit Beginn dieses Jahres wurden in Nordafghanistan, wo die Einheiten der Bundeswehr stationiert sind, 26 Anschläge verübt, davon 18 in der Nähe von Kundus. Auch am Montagvormittag wurde eine Patrouille nördlich von Kundus mit Handfeuerwaffen beschossen. Es wurde jedoch niemand verletzt. Explosionen unbekannter Art wurden in der Nähe der Patrouille wahrgenommen.
Gouverneur: Vier weitere Attentäter bereit
Nach Erkenntnissen des Provinzgouverneurs Engineer Mohammad Omar halten sich im nordafghanischen Bundeswehr-Standort Kundus derzeit vier Selbstmordattentäter für Anschläge bereit. Er selbst sei ein mögliches Ziel, sagte Omar der Deutschen Presse-Agentur dpa am Montag in Kundus. Die Attentäter seien aus den halbautonomen pakistanischen Stammesgebieten an der Grenze zu Afghanistan nach Kundus-Stadt gekommen. „Wir haben viele Sicherheitsprobleme“, sagte Omar. Die Stadt sei unter Kontrolle, die Distrikte in der restlichen Provinz Kundus blieben aber problematisch.
Afghanistsn ist ein geteiltes Land
Francisco Cortes (FranciscoCortes)
- 01.09.2008, 14:05 Uhr
Dank an die FAZ,...
Bertram von Steuben (Elim_Garak)
- 01.09.2008, 15:33 Uhr
„Gestorben für eine friedlichere Zukunft in Afghanistan“
ARON GOLAN (ARON57)
- 01.09.2008, 16:09 Uhr
"Recht darauf, dass die Gesellschaft hinter ihnen steht“
Tatiana Schmidt (tatiane)
- 01.09.2008, 18:35 Uhr
„Gestorben für eine friedlichere Zukunft in Afghanistan“
Andreas Breuer (IUSTINUS)
- 01.09.2008, 20:02 Uhr