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Transatlantikflüge Washington vermutet Al Qaida hinter Anschlagsplänen

10.08.2006 ·  Hinter den vereitelten Sprengstoffanschlägen auf Transatlantikflüge könnte nach Ansicht der amerikanischen Regierung das Terrornetz Al Qaida stecken. Der Minister für Heimatschutz Chertoff kündigte an, die Sicherheitsmaßnahmen zu verschärfen.

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Hinter den vereitelten Sprengstoffanschlägen auf Transatlantikflüge könnte nach Ansicht der amerikanischen Regierung das Terrornetz Al Qaida stecken. Die von den britischen Sicherheitsbehörden verhinderten Attentate trügen „in mancher Hinsicht verdächtige Züge einer Verschwörung Al Qaidas“, sagte Heimatschutzminister Michael Chertoff am Donnerstag in Washington. Zwar seien die Untersuchungen in dem Fall noch nicht abgeschlossen, die bisherigen Ermittlungen deuteten aber auf eine „raffinierte Verschwörung“ der Terrororganisation hin.

Die Terroristen seien der „Ausführungsphase nahe gerückt“, sagte Chertoff. Sie hätten schon „sehr konkrete Schritte“ unternommen. Ein ranghoher Vertreter der amerikanischen Regierung sagte, die Terroristen hätten Flugzeuge der amerikanischen Fluggesellschaften Continental Airlines, United Airlines und American Airlines auf dem Weg nach New York, Washington und Kalifornien im Visier gehabt. Die Passagiere hätten „noch nicht in den Flugzeugen gesessen“, aber ihr Reisetermin habe sehr nahe gelegen.

„Direkte Bedrohung“

Chertoff kündigte eine Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen auf amerikanischen Flughäfen an. Erste Auswirkungen wurden bereits am Donnerstag sichtbar: Auf den großen Flughäfen der Vereinigten Staaten kam es zu zahlreichen Verspätungen.

Video: Briten vereiteln Anschläge auf Flugzeuge

Der Sprecher des amerikanischen Präsidialamtes Tony Snow sagte am Donnerstag, die geplanten Anschläge seien eine „direkte“ Bedrohung für die Vereinigten Staaten gewesen. Fast fünf Jahre nach den Anschlägen vom 11. September 2001 hatten britische Ermittler einen anscheinend unmittelbar bevorstehenden Großangriff auf den transatlantischen Luftverkehr vereitelt. (Siehe auch: Scotland Yard vereitelt Terroranschläge)

Der amerikanische Justizminister Alberto Gonzales wertete die Aufdeckung der Terrorpläne als Beweis dafür, daß „wir ein Land sind, das sich im Kriegszustand befindet“. Die jüngsten Ereignisse machten abermals deutlich, „das die Bedrohung wirklich ist und wir einen tödlichen Feind haben“, der ständig nach neuen Wege suche, um „unschuldige Männer, Frauen und Kinder zu töten“, sagte Gonzales am Donnerstag in Washington.

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