Das amerikanische Militär hat nach eigenen Angaben Abu Assam erschossen, „die Nummer zwei“ der Extremisten-Organisation Al Qaida im Irak. Das Pentagon bestätigte die Information.
Assam habe sich in einem Wohnblock in der Hauptstadt Bagdad versteckt und sei bei einem gemeinsamen Einsatz amerikanischer und irakischer Truppen getötet worden, sagte ein Armee-Sprecher am Dienstag. Der Extremist soll dem Anführer der irakischen Al Qaida, Abu Mussab al Zarqawi, als Finanzier und religiöser Berater gedient haben. Die Gruppe gilt als eine der gefährlichsten Rebellenorganisationen im Land und hat sich zu zahlreichen Attentaten bekannt.
Tip eines Irakers brachte den Erfolg
Nach Darstellung des Militärs zeigt die Operation, daß der Kampf gegen Al Qaida im Irak Fortschritte macht. „Wir hatten einen Tip von einem irakischen Bürger, der uns zu ihm führte“, sagte der Sprecher. Die Armee habe die Spur Assams bereits vor einiger Zeit aufgenommen.
Einen Bericht der Zeitung „New York Times“, wonach der amerikanische Geheimdienst CIA an der Aktion beteiligt gewesen sein soll, bestätigte der Militärsprecher nicht. Er machte auch keine Angaben zur Nationalität Assams.
Der Getötete war auch als „Emir von Anbar“ bekannt, der Provinz westlich von Bagdad. Sie ist einer der wichtigsten Stützpunkte für Al Qaida. Für Hinweise, die zum Tod oder zur Ergreifung Assams führen, war eine Belohnung von 50.000 Dollar ausgesetzt worden.
Zehn Tote bei Anschlag in Bakuba
Zarqawi wird im Euphrat-Tal vermutet, das sich nordwestlich von Bagdad bis zur syrischen Grenze erstreckt. Die Amerikaner starteten dort bereits mehrmals Offensiven, um den Rebellen-Anführer zu finden. In den vergangenen Monaten nahmen sie nach eigenen Angaben mehrere wichtige Helfer Zarqawis fest. Auf ihn ist ein Kopfgeld in Höhe von 25 Millionen Dollar ausgesetzt.
Bei einem neuen Selbstmordattentat sind am Dienstag mindestens zehn Menschen getötet worden. In Bakuba sprengte sich ein Mann inmitten einer Gruppe von Freiwilligen für den Polizeidienst in die Luft und tötete zehn Iraker. Wie der Nachrichtensender Al Arabija weiter berichtete, wurden 28 Menschen verletzt.
Terrorismus im Irak:
(FS-OG)
- 27.09.2005, 22:12 Uhr
