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Terrorismus Amerika plant Drohnenkrieg gegen Qaida im Jemen

25.08.2010 ·  Washington will den Kampf gegen den Ableger des Terrornetzes Al Qaida im Jemen intensivieren. Wie amerikanische Medien berichten, gilt „Al Qaida auf der Arabischen Halbinsel“ inzwischen als größere Bedrohung als die Mutterorganisation.

Von Matthias Rüb, Washington
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Die amerikanischen Streitkräfte und der Auslandsgeheimdienst CIA werden ihren Kampf gegen den Ableger des Terrornetzes Al Qaida im Jemen intensivieren. Dabei sollen, wie beim Krieg gegen Al Qaida und die Taliban im Nordwesten Pakistans verstärkt von unbemannten Drohnen abgefeuerte Raketen eingesetzt werden. Wie amerikanische Medien am Mittwoch unter Berufung aus Informationen aus der CIA und von Regierungsmitarbeitern berichteten, gilt in Washington die Organisation „Al Qaida auf der Arabischen Halbinsel“ im Jemen inzwischen als größere Bedrohung für die nationale Sicherheit als die Mutterorganisation Al Qaida, deren Führer Usama bin Laden und Ayman al Zawahiri im Nordwesten Pakistans im Grenzgebiet zu Afghanistan vermutet werden. Zudem hat Al Qaida im Jemen die Zusammenarbeit mit Al Qaida in Pakistan und mit der radikalen islamistischen Al-Shabaab-Miliz in Somalia intensiviert.

Spezialeinheiten der amerikanischen Streitkräfte und die CIA haben damit begonnen, Ausrüstung, Radareinheiten sowie Start- und Landeeinrichtungen im Jemen, in Kenia, in Djibouti sowie in Äthiopien für die bevorstehende Eskalation des Drohnenkrieges an der Südspitze der Arabischen Halbinsel und am Horn von Afrika einsatzbereit zu machen. Derzeit operiert die CIA in und um Pakistan mit zehnmal soviel Mitarbeitern und Agenten wie im Jemen. Während die Präsenz in Pakistan aufrechterhalten bleiben soll, ist eine deutliche Verstärkung der Kapazitäten der CIA und von Spezialeinheiten der Armee im und um den Jemen geplant.

Eine Schlüsselrolle bei der Vorbereitung und Planung von Terroranschlägen in den Vereinigten Staaten sowie bei der Kooperation mit der Shabaab-Miliz nimmt der radikale Imam Anwar al Aulaqi ein, der als Drahtzieher oder Anreger mehrere Anschläge und Anschlagsversuche in den vergangenen Monaten gilt. Seit einem fehlgeschlagenen Bombenangriff auf Aulaqi im Dezember haben die amerikanischen Geheimdienste offenbar keine belastbaren Informationen über den genauen Aufenthaltsorts Aulaqis im Südosten des Jemen. Aulaqi, der in Amerika aufgewachsen ist und dort studiert hatte, hat viele radikalisierte Muslime aus westlichen Ländern als Terroristen rekrutiert.

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