Home
http://www.faz.net/-gq5-x4vc
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Terrorbericht veröffentlicht „Al Qaida bleibt größte terroristische Bedrohung“

01.05.2008 ·  Das amerikanische Außenministerium hat den Terrorismus-Jahresbericht 2007 veröffentlicht. Demnach sind die meisten Anschlagsopfer im Irak zu beklagen. In Afghanistan stieg die Zahl der Anschläge um 16 Prozent, in Pakistan hat sie sich verdoppelt.

Artikel Bilder (1) Video (2) Lesermeinungen (0)

Das Terrornetz Al Qaida bleibt nach Einschätzung der amerikanischen Regierung die größte terroristische Bedrohung für die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten. Die transnational organisierte Islamistengruppe habe in den Stammesgebieten Pakistans ihre Führung neu aufgebaut und weitere Kämpfer rekrutiert, heißt es in dem am Mittwoch veröffentlichten Terrorismus-Jahresbericht des amerikanischen Außenministeriums für 2007.

Bei Anschlägen, zu denen sich Al Qaida bekannt habe, wurden den Regierungsdaten zufolge im vergangenen Jahr 5400 Zivilisten getötet oder verletzt. Darunter seien 2400 Kinder gewesen. Bei mehr als der Hälfte der Anschlagsopfer handle es sich um Muslime. Die Gesamtzahl der Terroranschläge in aller Welt ging den Angaben zufolge im Vergleich zum Vorjahr zwar um ein halbes Prozent zurück. Bei den insgesamt 14.499 Taten seien aber mehr Menschen getötet worden als 2006: Die Opferzahl stieg demnach um neun Prozent auf 22.685.

45 Prozent aller Anschläge seien im Irak verübt worden, obwohl deren absolute Zahl dort um sechs Prozent sank. Von der weltweiten Zahl der Todesopfer entfielen sogar 60 Prozent auf den Irak. In Afghanistan stieg die Zahl der Anschläge um 16 Prozent auf 1127. Im Nachbarland Pakistan habe sie sich sogar verdoppelt. Für diese Entwicklung machte der Bericht einen Anfang 2007 von der Regierung in Islamabad ausgehandelten Waffenstillstand für die unruhigen Stammesgebiete an der Grenze zu Afghanistan verantwortlich.

Video. Deutsche Islamisten drohen mit „Heiligem Krieg“

Unverändert blieb nach Angaben des Koordinators für die Terrorismusbekämpfung im Außenministerium, Dell Dailey, die Liste der Staaten, welche die Regierung in Washington der Unterstützung des Terrorismus bezichtigt: Sie werde weiterhin von Iran angeführt und umfasse daneben Kuba, Nordkorea, Syrien und Sudan.

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Von dir die Fregatte, von mir die Drohne

Von Thomas Gutschker

Verteidigung ist eine nationale Angelegenheit? Die Wirklichkeit hat sich längst geändert. Die Armeen der Nato-Partner müssen zusammenarbeiten. Kein Land ist mehr autark. Mehr 2 3