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Freitag, 17. Februar 2012
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Terroranschlag in Bagdad Bush: „Es gibt einen Feind“

13.04.2007 ·  Der Anschlag auf das irakische Parlament ist international verurteilt worden. George W. Bush sagte, „dass es einen Feind gibt, der willens ist, Bomben gegen unschuldige Menschen und das Symbol der Demokratie einzusetzen“. Auch die UN und die EU kritisierten die Tat scharf.

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Der möglicherweise vom Terrornetz Al Qaida vorbereitete Bombenanschlag auf das Gebäude des irakischen Parlaments in Bagdad mit acht Toten und rund 20 Verletzten ist international scharf verurteilt worden. Die Tat erinnere daran, „dass es einen Feind gibt, der willens ist, Bomben gegen unschuldige Menschen und das Symbol der Demokratie einzusetzen“, sagte der amerikanische Präsident George W. Bush am Donnerstag in Washington. Die britische Außenministerin Margaret Beckett sprach in London von einem „entsetzlichen“ Attentat.

Auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat den Selbstmordanschlag missbilligt. Die Taten hätten eine der souveränen Institutionen des Landes untergraben sollen, erklärte Ban nach Angaben der stellvertretenden UN-Sprecherin Marie Okabe. Er rief alle Führungspersönlichkeiten im Irak auf, im Geist der Einheit zusammenzukommen, sich der Gewalt entgegenzustellen und auf einen friedlichen und stabilen Irak hinzuarbeiten.

„Heimtückischer Terrorakt“

In Brüssel äußerte sich Hans-Gert Pöttering, Präsident des Europäischen Parlaments, entsetzt. „Parlamente sind ein Ort friedlicher politischer Auseinandersetzung und ich bin zutiefst schockiert über diesen Anschlag“, sagte er.

Das amerikanische Außenministerium verurteilte den „heimtückischen Terrorakt“. „Die Vereinigten Staaten werden weiterhin im Zusammenwirken mit der Regierung des Iraks und unseren Koalitionspartnern die Kriminellen verfolgen, die derartige Gewaltverbrechen gegen das Volk und seine demokratisch gewählte Regierung begehen“, sagte der amerikanische Außenamtssprecher Sean McCormack.

Überprüfung der Sicherheitsvorkehrungen

Am Freitag sind einem Abgeordneten zufolge drei Mitarbeiter der Cafeteria festgenommen worden. Konkrete Anschuldigungen gegen sie lägen aber bislang nicht vor, sagte der Parlamentarier Hassan al Senaid von der regierenden Schiitischen Allianz. Auch gegen einige Wachleute werde ermittelt, aus ihrem Kreis sei aber niemand festgenommen worden.

In der schwer bewachten „Grünen Zone“ in Bagdad war am Donnerstag ein Selbstmordattentäter in das Gebäude des irakischen Parlaments eingedrungen und hatte drei Abgeordnete und vier Parlamentsangestellte mit in den Tod gerissen. 20 weitere Menschen wurden verletzt, als der Attentäter in der Parlamentskantine seinen Sprengstoffgürtel zündete (siehe dazu auch: Tote und Verletzte in Bagdad). Zu dem Anschlag bekannte sich nach einem Bericht des amerikanischen Nachrichtenmagazins „Time“ das Terrornetz Al Qaida.

Nach dem Selbstmordanschlag im streng gesicherten Regierungsviertel von Bagdad hat der Irak nun eine Überprüfung der Sicherheitsvorkehrungen angekündigt. Der Selbstmordattentäter habe gezielt Mängel an einem Kontrollposten genutzt, sagte Iraks Militärsprecher General Kassim Mussaui. Es habe sich anscheinend um eine gut geplante Operation gehandelt.

Quelle: FAZ.NET mit Reuters / DPA
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