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Veröffentlicht: 19.05.2017, 05:27 Uhr

Im Süden des Landes Amerikaner greifen syrische Regierungstruppen an

Eigentlich geht das amerikanische Militär in Syrien nur gegen Terrorgruppen vor. Nun aber hat es eine Gruppe der syrischen Armee und verbündeter Milizen angegriffen. Beobachter berichten von Toten.

© Reuters Damaskus im Mai 2017 vom jahrelangen Krieg gezeichnet

Bei einem Angriff des amerikanischen Militärs auf eine Einheit der syrischen Armee und verbündeter Milizen sind im Süden Syriens einem Bericht von Aktivisten zufolge acht Menschen getötet worden. „Die meisten der Getöteten gehörten zu Milizen, die loyal zum syrischen Regime waren, und sind keine Syrer“, sagte der Leiter der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman, der Deutschen Presse-Agentur. Es gebe zudem Verletzte.

Die von den Amerikanern angeführte Anti-IS-Koalition hatte die Gruppe am Donnerstag nach eigenen Angaben angegriffen, weil sie sich nordwestlich des Ortes At-Tanf innerhalb einer „Deeskalationszone“ bewegt habe, in der sich Koalitionskräfte aufgehalten hätten. Diese hätten seit Monaten innerhalb dieser Gegend operiert, um Verbündete im Kampf gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) auszubilden.

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Ein Vertreter des Pentagons, der nicht namentlich zitiert werden wollte, sagte, ein Kommandeur der Anti-IS-Koalition habe entschieden, dass die Regierungstruppen eine Gefahr für Mitglieder der Koalition dargestellt hätten. Daraufhin seien zunächst Warnschüsse abgegeben worden. Schließlich habe man den Luftangriff ausgeführt. In der Mitteilung der Koalition hieß es, die Angriffe seien ausgeführt worden, nachdem Russland versucht habe, die „regimefreundlichen Kräfte“ davon abzuhalten, sich weiter zu nähern. Die russischen Versuche seien jedoch ohne Erfolg geblieben.

Die Vereinigten Staaten und Russland unterhalten einen Kommunikationskanal, mit dem sie sich gegenseitig über Luftangriffe und Operationen in Syrien informieren, um Risiken für die andere Seite auszuschließen.

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Russland ist der wichtigste Verbündete von Syriens Präsident Baschar al Assad. Der Einsatz der Vereinigten Staaten in dem Bürgerkriegsland beschränkt sich auf den Kampf gegen den IS und Mitglieder von Al Kaida sowie ihres syrischen Ablegers Fatah-al-Scham. Nach einem mutmaßlichen Giftgasangriff hatte Amerikas Präsident Donald Trump jedoch Ende März einen Luftwaffenstützpunkt der syrischen Armee angegriffen.

Im Osten Syriens beschossen IS-Einheiten die von Regierungstruppen kontrollierte Stadt Deir al-Saur mit Artillerie. Dabei wurden mindestens 14 Menschen getötet und weitere 21 verletzt, berichtete die Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Zahlreiche Granaten erfassten dabei eine Hochzeitsgesellschaft in der Nähe des Militärflugplatzes.

Nach stundenlangen Kämpfen eroberte Regierungstruppen in der zentralsyrischen Provinz die Ortschaft Akareb aus der Gewalt der IS zurück. Nach Angaben der Staatsagentur Sana töteten die IS-Kämpfer mindestens 52 Dorfbewohner. Die Angaben ließen sich nicht von unabhängiger Seite verifizieren.

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