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Aktualisiert: 16.02.2017, 11:19 Uhr

Kampf um die Stadt Al Bab 24 Tote bei türkischen Angriffen in Nordsyrien

Die türkische Armee liefert sich mit der syrischen Regierung ein Wettrennen um die IS-Hochburg Al Bab. Jetzt kamen bei einem Angriff zahlreiche Zivilisten ums Leben. Die Türkei spricht von getöteten „Terroristen“.

© AFP Eine Hochburg des „Islamischen Staates“: die syrische Stadt Al Bab im Norden des Landes

Bei türkischen Angriffen auf die nordsyrische Stadt Al Bab sind nach Angaben von Aktivisten mindestens 24 Zivilisten getötet worden. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Donnerstag mitteilte, waren unter den Toten mindestens elf Kinder. Die türkische Armee, die mit verbündeten Rebellen seit Wochen auf die IS-Hochburg vorrückt, sprach laut der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu von 15 getöteten „Terroristen“.

Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim hatte am Dienstag in Ankara gesagt, die türkische Armee und die von ihr unterstützten Rebellen hätten einen „Großteil“ der von Al Bab unter „Kontrolle“. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte hingegen, die Angaben seien falsch. Die in England ansässige Organisation stützt sich bei ihren Meldungen auf Informanten in Syrien. Den Menschenrechtsbeobachtern zufolge seien Kräfte der syrischen Armee weiter auf Al Bab zugerückt und hätten zwei weitere Dörfer eingenommen.

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Al Bab wird von der Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) kontrolliert und ist seit Wochen stark umkämpft. Die Türkei und sunnitische Rebellen liefern sich mit Kräften der syrischen Regierung und ihren Verbündeten ein Wettrennen um die Stadt. Die Türkei gehört zu den schärfsten Gegnern der Regierung des syrischen Präsidenten Baschar al Assad, der von Russland unterstützt wird.

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Von Berthold Kohler

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