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Veröffentlicht: 16.03.2017, 21:10 Uhr

Syrien Amerikanischer Luftangriff soll viele Zivilisten getötet haben

Die amerikanische Luftwaffe hat laut eigenen Angaben ein Terroristen-Treffen nahe einer Moschee bombardiert. Aktivisten zufolge wurden dabei Dutzende Zivilisten getötet.

© reuters Über 40 Tote bei Luftangriff auf Moschee in Syrien

Die amerikanischen Streitkräfte haben die Verantwortung für einen Angriff in Syrien übernommen, bei dem nach Angaben von Aktivisten eine Moschee getroffen und mindestens 42 Menschen getötet wurden. Das zuständige Zentralkommando (Centcom) erklärte am Donnerstag, Ziel des Angriffs sei ein Treffen von Extremisten des Terrornetzwerks Al-Kaida gewesen.

Ein Gotteshaus sei nicht gezielt angegriffen worden. "Wir haben keine Moschee angegriffen, aber das Gebäude, auf das wir gezielt haben – wo das Treffen stattgefunden hat – ist etwa 15 Meter von einer Moschee entfernt, die noch steht", sagte Centcom-Sprecher John Thomas. Vorwürfen, wonach es bei dem  Angriff "zivile Opfer" gegeben habe, würden überprüft.

Bei Luftangriffen auf eine Moschee in einem Dorf im Westen der Nord-Provinz Aleppo waren zuvor am Donnerstag nach Angaben der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mindestens 42 Menschen getötet und mehr als hundert weitere Menschen verletzt worden. Bei den meisten Opfern würde es sich um Zivilisten handeln.

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Das Dorf ist unter der Kontrolle von Rebellen und islamistischen Gruppen, Dschihadisten sind dort jedoch nicht präsent.

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