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Syrien : Immer mehr Binnenflüchtlinge kehren zurück

  • Aktualisiert am

Syrische Flüchtlinge im Libanon bereiten sich auf ihre Heimkehr vor. Bild: dpa

Die Vereinten Nationen verzeichnen die Rückkehr von 750.000 Binnenflüchtlingen in Syrien allein in diesem Jahr. Trotzdem sind noch immer Hunderttausende auf der Flucht vor dem Krieg.

          In Syrien kehren immer mehr Binnenflüchtlinge in ihre Heimatorte zurück. Schätzungsweise 750.000 Menschen seien in den ersten sechs Monaten dieses Jahres aus anderen Teilen Syriens heimgekehrt, teilte die UNO am Freitag in Genf mit. Das seien beinahe so viele gewesen wie im gesamten vergangenen Jahr.

          Eine Abschwächung der durch den blutigen Bürgerkrieg in dem Land ausgelösten Flüchtlingskrise bedeutet die Entwicklung laut UN allerdings nicht, da gleichzeitig in anderen Regionen noch immer massenhaft Menschen vertrieben werden. Vorigen Monat hatte das UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Hilfe mitgeteilt, dass allein in den ersten vier Monaten des Jahres 920.000 Syrer flüchteten. Das war demnach ein Spitzenwert in dem siebenjährigen Konflikt.

          Vermehrte Rückkehrbewegungen gebe es vor allem in den kürzlich von Regierungstruppen zurückeroberten Gebieten, berichtete das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR am Freitag. Diese hatten Rebellen zuletzt etwa aus Homs, Aleppo sowie der Umgebung der Hauptstadt Damaskus vertrieben. Auf der anderen Seite führten neue Kämpfe um die verbliebenen Aufständischen-Hochburgen in Ost-Ghuta und in der Provinz Idlib wieder zu neuerlichen Flüchtlingswellen.

          Aus dem Ausland kehrten bislang laut UNHCR kaum Flüchtlinge nach Syrien zurück. Im ersten Halbjahr lag ihre Zahl bei lediglich rund 13.000. Die syrische Flüchtlingskatastrophe ist dem UN-Hilfswerk zufolge die größte humanitäre Krise der Gegenwart. Nahezu zwölf Millionen Syrer sind auf der Flucht. 5,6 Millionen halten sich im Ausland auf, sechs Millionen als Binnenflüchtlinge im Land selbst.

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