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Syrien-Gespräche in Lausanne : Kerry und Lawrow haben nicht viel zu sagen

  • Aktualisiert am

Amerikas Außenminister John Kerry und sein Kollege aus Saudi-Arabien, Adel al-Jubeir, in Lausanne. Bild: AP

Ohne konkrete Ergebnisse traf Amerikas Außenminister mal wieder seinen russischen Kollegen. Als nächstes steht auch für Frank-Walter Steinmeier ein Syrien-Gespräch mit John Kerry an.

          Kein Hoffnungssignal für Syrien: Ohne konkrete Einigung auf eine Waffenruhe sind Gespräche der Vereinigten Staaten und Russlands mit mehreren Staaten der Konfliktregion beendet worden. Das bestätigten Delegationskreise der Deutschen Presse-Agentur nach den rund fünf Stunden währenden Gesprächen im schweizerischen Lausanne. Amerikas Außenminister John Kerry berät nun an diesem Sonntag in London mit europäischen Außenministern über die Lage in Syrien.

          Gastgeber ist sein britischer Kollege Boris Johnson, auch Frankreichs Außenamtschef Jean-Marc Ayrault ist dabei, geladen sind zudem Vertreter aus Italien und Deutschland. Es solle ausgelotet werden, welche Chancen es gebe, die Gewalt in dem Bürgerkriegsland einzudämmen und humanitäre Hilfe zu leisten, hieß es vorab aus London. Nach dem Treffen am Nachmittag wollen Kerry und Johnson eine Erklärung abgeben.

          Die am Genfer See versammelten Spitzendiplomaten - unter anderem aus der Türkei, Saudi-Arabien, Katar und dem Iran - hätten sich dafür ausgesprochen, dass „der politische Prozess“ für eine Beendigung des Syrien-Krieges „so bald wie möglich beginnen soll“, sagte Russlands Außenminister Sergej Lawrow nach Angaben russischer Medien. „Es gab einige Ideen, die heute besprochen worden sind und von Ländern vorgebracht wurden, die wirklich Einfluss auf die Situation haben“, sagte Lawrow. Auch Kerry sagte Reportern, es seien „neue Ideen“ für eine Waffenruhe erörtert worden.

          Viele Fragen offen

          Ein Abschlussdokument wurde von den Delegationen nicht vereinbart. Angesichts nur dürftiger Informationen zu den mit dem Lausanner Treffen verbundenen Absichten war allerdings auch unklar, ob die Minister überhaupt eine Vereinbarung beabsichtigt hatten.

          Sowohl die Türkei als auch Saudi-Arabien und Katar unterstützen ebenso wie Amerika Rebellengruppen in Syrien. Auch der Iran war bei den Beratungen in einem Hotel am Genfer See vertreten. Die Islamische Republik gehört neben Russland zu den wichtigsten Stützen des syrischen Machthabers Baschar al-Assad. Mit am Tisch saßen zudem die Außenminister des Iraks, Ägyptens und Jordaniens.

          Russland hatte am Samstag angekündigt, seinen einzigen Flugzeugträger ins Mittelmeer zu verlegen. Die „Admiral Kusnezow“ sei bereits aus ihrem Heimathafen in der Barentssee ausgelaufen und solle bei den Luftangriffen in Syrien eigesetzt werden.

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          Quelle: bard./dpa

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