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Syrien Assads Truppen verschärfen Angriffe

 ·  Die Kämpfe zwischen Streitkräften und Rebellen in Syrien haben sich vor der UN-Vollversammlung, in der der Sondergesandte Kofi Annan über seine Vermittlungsversuche berichten will, weiter verschärft. Aktivisten zufolge greift die Armee inzwischen auch im Umland von Aleppo an.

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© dapd Rauch über einer Stadt. Dieses Videostandbild soll die syrische Stadt Idlib zeigen. Regierungstruppen und Rebellen liefern sich dort heftige Kämpfe.

Wenige Tage vor der geplanten Waffenruhe in Syrien haben die Regierungstruppen ihre Angriffe auf die Hochburgen des Widerstandes noch einmal verstärkt. Die Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter meldete am Donnerstag heftige Gefechte zwischen den Truppen von Präsident Baschar al-Assad und übergelaufenen Soldaten im nördlichen Umland von Aleppo. Drei Soldaten seien getötet worden. In zwei Ortschaften sollen die angreifenden Soldaten über die Lautsprecher der Moscheen zur Fahnenflucht aufgerufen worden sein.

Aktivisten in Duma im Umland von Damaskus berichteten, die Armee habe die Stadt am Morgen mit Panzern angegriffen. „Die Zivilisten sind in Panik, Kinder weinen, überall hört man Schreie“, hieß es. Am Vortag sollen landesweit 92 Menschen von den Regierungstruppen getötet worden sein. Wegen der Medienblockade durch die Regierung sind derartige Angaben oft nicht von unabhängiger Seite zu überprüfen.

Lawrow: „Prozess nicht durch Drohungen untergraben“

Die syrische Führung hatte diese Woche erklärt, sie wolle den Friedensplan des Sondergesandten Kofi Annan umsetzen. Vom kommenden Dienstag an sollten die Waffen schweigen. Die Armee werde sich dann auch aus den Städten zurückziehen. Nach offiziellen Angaben aus Damaskus traf am Mittwochabend ein von Annan beauftragtes „technisches Team“ in Syrien ein. Aufgabe der Experten ist es unter anderem, die Details der geplanten Überwachung der Waffenruhe zu klären. Der Sprecher des Außenministeriums, Dschihad al-Makdisi, sagte der Nachrichtenagentur dpa: „Die Armee ist derzeit an einigen kritischen Orten präsent, um die Bürger vor der Gewalt zu schützen.“

Derweil ist Russland offenbar bereit, einer neuen Syrien-Erklärung im UN-Sicherheitsrat zuzustimmen. Außenminister Sergej Lawrow sagte am Donnerstag bei einem Besuch in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek, Russland könne die Initiative mittragen, wenn sie zur Umsetzung des Friedensplans des Syrien-Sondergesandten von UNO und Arabischer Liga, Kofi Annan, beitrage. Die syrische Regierung habe Annans Vorschläge geprüft und bereits damit begonnen, sie umzusetzen. Jetzt sei es „sehr wichtig, diesen Prozess nicht durch Ultimaten und Drohungen zu untergraben“, sagte Lawrow.

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