09.04.2012 · Nichts deutet darauf hin, dass sich die syrische Führung auf eine Waffenruhe einstellt. Das könnte schon das Ende des Friedenspläne des UN-Gesandten Kofi Annan sein. Despot Assad beherrscht das Spiel auf Zeit.
Von Andreas RossRichtlinien für Lesermeinungen
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Quatar hat uns vor paar Monaten ganz objektive Daten gegeben. 70% des
syrischen Volkes sind für Assad. 10% enthalten sich und 20% wollen
Assad nicht mehr haben. Man muss bedenken, dass in Syrien nur 7%
Alatwitten leben. D.h. 63% nicht Alawitten sind für Assad.
Jetzt soll er gehen weil die westlichen Staaten ihn nicht mehr haben wollen???
In der Türkei sind 21% des Volkes Kurden. Die meisten sympatieren
mit der PKK. In zahlen ausgedrückt, 15% des türkischen Volkes
wollen zwar keinen Regimewechsel aber nur Autonomie über Kurdistan.
Aber Fakt ist, dass die PKK, international als eine terroristische
Organisation abgestempelt wurde.
Deshalb hat Assad das Recht die Wahlen durzuführen und wenn er vom
Volk mit absoluten Mehrheit gewählt wird, dann muss man ihn auch
weiterhin als den syrischen President akzeptieren. Der König von
Saudi Arabien wurde auch nicht vom Volk gewählt. Warum wird er
akzeptiert? oder die englische Königin???
Wie naiv, anzunehmen, dass mit dem Fall Assads die Demokratie an dessen
Stelle treten würde.
Es würde ein neuer islamischer Gottesstaat entstehen; mit allem
Drum und Dran:
Scharia, Steinigungen von Frauen, Massenmorden an Minderheiten usw.
Das Alles ist bereits in Libyen und Ägypten absehbar und wird uns
hier als Entstehen einer Demokratie erklärt.
Es ändern sich nur die Machthaber und das Ausmaß des Terrors.
Also: Assad ist das geringere Übel und sollte unterstützt werden.
Und was geht uns das an, dass man so heftig polemisieren muss? Das grenzt an Hetze
Kann man das nicht etwas nüchterner formulieren? In etwa dass der
Assad trotz Aufforderungen der UNO, der arabischen Liga usw. weiter
militärische Schritte gegen die Zivilbevölkerung bzw. den
kämpfenden Teil davon unternimmt und dass dies Opfer auf beiden
Seiten kostet. Jedenfalls so in etwa.
Aber heute muss da ein finstrer Despot am Werk sein, aus dessen
Mundwinkeln das Blut dahingemeuchelter Kinder trieft und wo welche gar
eine Beschleunigung der Tötungsmaschinerie den Endspurt eines
Mord-Marathons erkennen. DAS IST JA WIE IM MITTELALTER!
Und dies trotz der bislang eher ernüchternden Lehren aus dem
arabischen Frühling. Wenigstens Tunesien war mit dem angeblichen
Diktator besser dran als jetzt mit den Islamfanatikern!
Nach ~10.000 Jahren Zivilisation darf man es auch langsam mal
akzeptieren, dass bei solchen gewaltsamen Revolutionen nur selten der
Beste an die Macht kommt, dieses Wissen dem Alexander laut vorzutragen
hat Kleitos schon vor rund 2300 Jahren sein Leben gekostet.
Assad ist eigentlich schon längst ein Fall für ....
.... männliche Honigbienen.