20.02.2012 · Es ist eine deutliche Handlungsanweisung, die der frühere Präsidentschaftskandidat John McCain in puncto Syrien gibt: Er fordert, Amerika solle die syrische Opposition bewaffnen - über „Drittwelt-Länder“.
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McCain ist eigentlich ein erfahrener Außenpolitiker
Ohne Assad als Verbündeten haben Syrien und Iran keinen Flottenstützpunkt im Mittelmeer, was auch im Sicherheitsinteresse Europas läge. Soweit ein logisches Anliegen. Nur weiß jeder, der die Nachrichten verfolgt, dass weite Teile der Bevölkerung immer noch felsenfest hinter Assad stehen. Eine Bewaffnung der Opposition könnte zu einem jahrelangen Bürgerkrieg und eventuell einem failed state am Mittelmeer führen. McCain ist ein erfahrener Außenpolitiker, aber mir erscheint dieser Vorschlag nicht wirklich zu Ende gedacht worden zu sein. Zumal die Staaten, die dem Senator als Zwischenlieferanten vorschweben, allesamt nicht vertrauenswürdig sein dürften. Auf Afrikas holprigen Straßen fällt bekanntlich häufiger mal was vom Laster.
Einfach immer wieder schön, wenn Kriegstreiber öffentlich Stellung beziehen und sich dabei auch noch als Wahrer von "Freiheit" und "Demokratie" aufspielen dürfen.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.02.2012 15:43 UhrErbärmlich
Sie können Ihre Meinung zu diesem Sachverhalt haben. Aber jemanden wie John McCain als Kriegstreiber darzustellen, ist erbärmlich. Der Mann ist Vietnam-Veteran, wurde schwerst verletzt vom Vietcong gefangen genommen und Jahre lang gefoltert und misshandelt. Wollen Sie ernsthaft so jemandem eine moralische Lektion über Krieg erteilen?