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Syrien Amerika liefert Rebellen Kommunikationstechnik

 ·  Syriens Regierungsgegner werden aus Washington mit Kommunikationssystemen ausgerüstet. Frankreichs Außenminister sieht Russland vom Assad-Regime abrücken. Moskau bestreitet das.

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Die Vereinigten Staaten von Amerika statten syrische Regierungsgegner mit Kommunikationstechnik aus. Das bestätigte die Sprecherin des State Departments, Victoria Nuland. Es gehe darum, mehr Informationen über die Lage in Syrien zu erhalten, sagte sie am Donnerstag. Amerika bemühe sich, „jenen zu helfen, die unter der Regierung leiden und keine Möglichkeiten zur Kommunikation untereinander haben“. Um welche Hilfen es sich genau handelt, darüber sprach Nuland nicht. Eine mit dem Vorgang vertraute Quelle berichtete jedoch, es würden unter anderem mit dem Satellitenortungssystem GPS ausgestattete Mobiltelefone verteilt, über die „Stätten der Gräueltaten registriert“ werden könnten.

Für das Assad-Regime bleibt der Rückhalt Moskaus derweil bis auf Weiteres bestehen. Die russische Regierung trat am Freitag Berichten entgegen, nach denen sie mit dem Westen Verhandlungen über einen Rücktritt des syrischen Präsidenten Baschar al Assad aufgenommen habe. Der russische Außenminister Sergej Lawrow sagte, das stehe „in vollständigem Widerspruch“ zur russischen Position. „Wir sind nicht in Regierungswechsel über den UN-Sicherheitsrat oder politische Komplotte verwickelt.“

Zuvor hatten Regierungsvertreter aus Amerika, Frankreich und Deutschland Hinweise auf Gespräche über einen syrischen Machtwechsel gegeben. Amerikas Außenministerin Hillary Clinton hatte von Bewegung auf russischer Seite gesprochen, Frankreichs Verteidigungsminister Laurent Fabius davon, dass die Russen nicht mehr an Syriens Staatschef hängen würden. „Sie sehen deutlich, dass er ein Tyrann und Mörder ist“, so Fabius am Freitag.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hatte bereits am Donnerstag nach einem Treffen mit Lawrow in Afghanistan Gespräche über einen Machtwechsel in Syrien nach dem Vorbild Jemens bestätigt. Im Jemen hatte Präsident Ali Abdallah Saleh im Februar nach Protesten seinen Posten geräumt. Trotz Forderungen, ins Exil zu gehen, blieb er allerdings im Land.

Gefechte in den Provinzen dauern an

Die Kämpfe in Syrien gehen derweil unvermindert weiter. Aktivisten berichteten am Freitag von intensiven Gefechten in den Provinzen Deir as-Saur, Homs, Aleppo und Damaskus-Land. Der Syrische Nationalrat meldete, am Vortag seien landesweit etwa 80 Regimegegner und unbeteiligte Zivilisten getötet worden. Auch sollen am Freitag  erneut Stadtviertel von Homs und die Rebellenhochburg Al-Rastan mit Artillerie beschossen worden sein.

Quelle: FAZ.net, mit Material von dpa und AFP
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