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Annäherung an Pjöngjang? : Südkorea will sich mit Kim treffen

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Südkoreaner verfolgen die Neujahrsbotschaft des nordkoreanischen Machtshabers Kim Jong-un am Montag in Seoul. Bild: Reuters

Erst überrascht Kim mit der Teilnahme an den Olympischen Winterspielen. Nun schlägt Südkorea dem Machthaber aus Pjöngjang einen Termin für Gespräche vor. Das gab es schon länger nicht mehr.

          Einen Tag nach dem Gesprächsangebot Nordkoreas hat Südkorea dem Nachbarland ein Treffen in der nächsten Woche vorgeschlagen. Eine Zusammenkunft auf hoher Ebene könne am 9. Januar im Grenzort Panmunjom stattfinden, sagte Vereinigungsminister Cho Myong Gyon am Dienstag.

          „Wir erwarten, Gesicht an Gesicht mit Nordkorea zu sitzen und offen über gemeinsame Interessen zu diskutieren mit dem Ziel einer besseren Beziehung zueinander“, sagte Cho der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge. Demnach wäre es das erste Treffen seit 2015 zwischen Vertretern aus Seoul und dem Regime in Pjöngjang.

          Kim Jong-un hatte in der seiner Neujahrsansprache davon gesprochen, dass die Olympischen Winterspiele ein Erfolg würden. Damit hatte der Diktator für eine Überraschung gesorgt, weil die Anmeldefrist für die Beteiligung einerseits Ende November abgelaufen war; andererseits es schien, das Nordkorea kein Interesse an dem internationalen Wettbewerb hätte. Die Ansprache Jong-uns war aber auch von Drohungen und martialischen Ankündigungen gepickt: „Der Atomknopf ist immer auf meinem Tisch“, sagte Kim am Montag. Dies sei „keine Erpressung, sondern die Realität“.

          Nordkorea treibt seine atomare Aufrüstung voran und richtet immer wieder Drohungen gegen Südkorea und die Vereinigten Staaten. Im September testete das international isolierte Land eine Wasserstoffbombe, die nach japanischen Angaben eine Sprengkraft von 160 Kilotonnen hatte – mehr als zehnmal so viel wie die Atombombe, welche die amerikanischen Streitkräfte 1945 über Hiroshima abwarfen.

          Ende November brüstete sich Nordkorea mit dem Test einer Interkontinentalrakete und erklärte, das gesamte amerikanische Festland liege nun in Reichweite nordkoreanischer Raketen. Der UN-Sicherheitsrat verhängte wiederholt Sanktionen gegen Nordkorea, zuletzt am 22. Dezember.

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          Quelle: marf./dpa

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