13.03.2013 · Der japanische Regierungschef Abe will die Geschichte umschreiben. Zehntausende junge Koreanerinnen wurden in Bordelle verschleppt, aber er leugnet japanische Kriegsverbrechen. Viele fürchten, dass die Frauen zum zweiten Mal gedemütigt werden könnten.
Von Carsten Germis, SeoulRichtlinien für Lesermeinungen
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Ein Trost bleibt den Koreanern: die Japaner schaffen sich ab. Sie sehen so wenig Sinn in ihrer Geschichte und in ihrer Kultur, dass sie an der Existenz ihrer Nation nicht mehr interessiert sind. In wenigen Jahren brauchen sie Hunderttausende Altenpflegerinnen aus dem Ausland.
Wenn die Japaner echte Eier hätten, dann würden sie endlich
geradestehen für ihre Taten !
Tun sie aber nicht ! Also ??
die "Komplexität" der Sitution ändert nichst daran,
dass die koreanische Frauen zwangsweise in japanischen Bordellen
gesteckt wurden, und das Japan nichts davon wissen will. Ausreden gibt
es ohne Ende.
Der Schicksal der japanischen Soldaten, die sich in der Grausamkeit
besonders hervorgehoben haben, ist hier irrelevant.
Ihr "Verständnis" für den japanischen
Verbrecherstaat kann daher kommen, dass auch
Deutschland mit Zwangsarbeit und mit Zwangsprostitution ein Problem der
fehlender Aufarbeitung hat.
Das Problem mit koreanischen Frauen, die sexuell ausgebeutet wurden, ist
komplexer als hier beschrieben. Die einschlägige Forschung ist kaum
berucksichtigt.
Es ist daran zu erinnern, dass auch viele junge koreanische Mädchen
an Bordelle von ihren Eltern verkauft wurden. Zudem waren sie dort nicht
allein, sondern teilten ihre Los mit japanischen und anderen Frauen, die
dort ebenfalls nicht freiwillg arbeiteten.
Eien wichtige Größe ist außerdem unebrücksichtig,
es ist der junge japanische Mann, der als Wehrpflichtiger in den
Militärdienst geprest wurde. Egodokumente dieser Akteuere
erschließen ein Bild von Hoffnungslosigkeit. Ein kurzes Leben
für Japan, ein schmerzhafter Tod für das Kaisereich. Beide
Geschlechter gerieten in den Abgrund von Krieg und Vernichtung.
Die überlebenden Soldaten kehrten als Opfer zurück aus dem
Krieg. Aber ihnen wurden Denkmäler gesetzt. In diesem Zusammenhang
müsste die Auseinandersetzung mit der Zwangsprostitution gesetzt
werden.
Carsten Germis Jahrgang 1959, Korrespondent für Wirtschaft und Politik in Japan mit Sitz in Tokio.
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