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Aktualisiert: 18.07.2017, 14:43 Uhr

Präsident Moon Jae-in Südkorea bietet Nordkorea Gespräche an

Südkorea geht auf das Regime von Kim Jong-un zu. Das Land will die vor Jahren gestoppten Militärgespräche wieder aufnehmen. Ziel sei ein Ende der „feindseligen Handlungen“.

© dpa Raketentest in Nordkorea

Angesichts der zunehmenden Spannungen auf der koreanischen Halbinsel hat Südkorea am Montag eine Wiederaufnahme der seit Ende 2015 ruhenden Gespräche mit dem Norden vorgeschlagen. Dabei solle es um die Einstellung feindseliger Handlungen an der Demarkationslinie zwischen beiden Staaten gehen, sagte Vize-Verteidigungsminister Suh Choo Suk. Die Gespräche sollten am 21. Juli in Panmunjom an der Demarkationslinie stattfinden. Beide Länder sind durch eine vier Kilometer breite Pufferzone voneinander getrennt.

Südkoreas Präsident Moon Jae-in hatte sich kürzlich dafür ausgesprochen, alle Feindseligkeiten am 27. Juli zu beenden, dem Jahrestag des Waffenstillstandsabkommens von 1953. Damals wurden die Kampfhandlungen eingestellt, einen Friedensvertrag gibt es bislang nicht.

Es wären die ersten Gespräche zwischen Militärvertretern beider Länder seit etwa drei Jahren. Das Ministerium warte noch auf Antwort, sagte ein Sprecher. Noch ist unklar, worüber gesprochen werden soll. Doch wird vermutet, dass Südkorea unter anderem die Einstellung der Lautsprecher-Propaganda beider Seiten an der Grenze vorschlagen könnte.

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Die Lage auf der geteilten koreanischen Halbinsel ist nach zwei Atomversuchen und zahlreichen Raketentests durch Nordkorea seit Anfang des vergangenen Jahre sehr angespannt. Zuletzt hatte Nordkorea am 4. Juli trotz internationaler Sanktionen und Warnungen erstmals eine Interkontinentalrakete getestet. Ungeachtet der Spannungen hatte Südkoreas Präsident Moon Jae-in erklärt, wieder stärker auf die international isolierte Führung in Pjöngjang zugehen zu wollen.

© EPA, reuters Südkorea schlägt Treffen mit Nordkorea vor

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