28.12.2007 · Dem Vorsitzenden des Afrikanischen Nationalkongresses werden Korruption, Unterschlagung und Geldwäsche vorgeworfen. Die Anklage dürfte die Chancen des umstrittenen Zumas schmälern, bei den Präsidentenwahlen 2009 Mbeki im Amt zu folgen.
Der neu gewählte Vorsitzende des Afrikanischen Nationalkongresses (ANC), Jacob Zuma, ist am Freitag abermals wegen Korruption angeklagt worden. Dem 65 Jahre alten Zuma werde Korruption, Unterschlagung und Geldwäsche vorgeworfen, bestätigte sein Anwalt in Johannesburg. Der Prozess soll demnach am 14. August 2008 eröffnet werden.
Es geht unter anderem um Zumas Verhältnis zu seinem Finanzberater Schabir Shaik. Dieser soll im Zusammenhang mit einem Waffengeschäft Zumas politischen Einfluss erkauft und so den aufwendigen Lebensstil des Politikers finanziert haben.
Laut Anklagebehörde soll Zuma zwischen 1995 und 2005 „ungeklärte“ Zahlungen in Höhe von insgesamt vier Million Rand (398 000 Euro) erhalten haben. Ein früherer Korruptionsprozess war an Verfahrensfehlern gescheitert.
Zuma war vor zehn Tagen als Nachfolger von Thabo Mbeki zum neuen Vorsitzenden der Regierungspartei ANC gewählt worden. Laut politischen Beobachtern dürfte die neue Anklage Zumas Chancen schmälern, bei den Präsidentenwahlen 2009 Mbeki, der dann nicht mehr kandidieren darf, auch als Präsident nachzufolgen.