http://www.faz.net/-gpf-8wlya

Studie „Generation What?“ : Junge Europäer brauchen keine Religion

  • Aktualisiert am

Düstere Zeiten für die Kirche: Junge Europäer vertrauen ihr nicht mehr. Bild: dpa

Ohne Glauben an Gott glücklich sein? Offenbar kein Problem für junge Erwachsene in Europa, zeigt eine Jugendstudie. Die weiteren Ergebnisse dürften religiöse Institutionen ebenfalls beunruhigen.

          Kirche und Religion spielen im Leben der Jugend in Europa laut einer Umfrage kaum noch eine Rolle. 85 Prozent der jungen Erwachsenen sagten, dass sie ohne Glauben an Gott glücklich sein können. 86 betonten, kein oder sehr wenig Vertrauen in religiöse Institutionen zu haben. Dies geht aus der am Mittwoch in Mainz veröffentlichten Jugendstudie „Generation What?“ hervor, für die die Antworten von rund 200.000 jungen Menschen zwischen 18 und 34 Jahren aus zehn europäischen Staaten ausgewertet wurden.

          In keinem der beteiligten Länder vertrauen demnach mehr als drei Prozent der Befragten den religiösen Institutionen voll. In Deutschland und den Niederlanden fällt das Misstrauen mit 47 und 48 Prozent noch am geringsten aus. 79 Prozent der jungen Erwachsenen in Deutschland gaben an, ohne Glaube an Gott glücklich sein zu können.

          Nach Angaben der Studienautoren ist die Befragung repräsentativ für diese Altersgruppe in Europa. Die Ergebnisse basieren auf Befragungen im Internet zwischen April 2016 und März 2017. Daran nahmen insgesamt rund eine Million Personen aus 35 Ländern teil. Die in Zusammenarbeit mit dem Berliner Sinus-Institut veröffentlichte Studie bezieht sich auf rund 200.000 Internetbefragungen aus zehn Staaten: aus Belgien, Deutschland, Griechenland, Italien, Luxemburg, den Niederlanden, Österreich, Schweiz, Spanien und Tschechien. In der Bundesrepublik beteiligten sich mehrere öffentlich-rechtliche Sender an dem Projekt.

          Quelle: KNA

          Weitere Themen

          Wahlkampf gegen das Phantom AfD

          CDU-Hochburg Fulda : Wahlkampf gegen das Phantom AfD

          In der konservativen CDU-Hochburg Fulda ackert Michael Brand für seine Wiederwahl und wirbt mit Angela Merkel. Wie vor zwölf Jahren muss er sich einem politischen Gegner stellen, der ihm von rechts Wähler abjagt.

          Abermals Ausschreitungen in Katalonien Video-Seite öffnen

          Geplantes Referendum : Abermals Ausschreitungen in Katalonien

          In der spanischen Metropole ist es zu Demonstrationen gekommen, nachdem der Sitz der katalanischen Regionalregierung von Sicherheitsbehörden durchsucht wurde. Zehntausende Menschen versammelten sich in Barcelona und anderen katalanischen Städten, um gegen das Vorgehen der Sicherheitsbehörden zu protestieren und ihre Unterstützung für das geplante Unabhängigkeitsreferendum zu bekunden.

          Philipp Lahms Erbe

          Kimmich bei Bayern München : Philipp Lahms Erbe

          Joshua Kimmich ist der gefragteste Münchner Assistent seit Fritz Wepper. Intelligenz und Laufstärke machen ihn zum neuen Fixpunkt als Vorbereiter im Spiel des FC Bayern.

          Merkel kritisiert Trumps Drohung gegen Nordkorea scharf Video-Seite öffnen

          Nach UN-Ansprache : Merkel kritisiert Trumps Drohung gegen Nordkorea scharf

          Am Mittwoch zeigte sich Angela Merkel im Norden Deutschlands, um für ihre Politik zu werben und die letzten Wähler zu mobilisieren. Dort äußerte sie sich abermals kritisch gegenüber dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump. Die richtige Antwort auf die nordkoreanischen Atom- und Raketentests seien Sanktionen und keine „totale Vernichtung“.

          Topmeldungen

          Sandra Maischberger (Mitte) und ihre Gäste, unter anderem Uschi Glas und der Politikwissenschaftler Christoph Butterwegge (ganz links)

          TV-Kritik Maischberger : Was macht Politik?

          Üblicherweise trifft Politik Entscheidungen, die durch eine Wahl legitimiert worden sind. Gestern Abend wurde deutlich, warum diese scheinbare Selbstverständlichkeit nicht mehr selbstverständlich ist. Beim Wahlergebnis wird das Spuren hinterlassen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.