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Streit über Rumsfeld „Wissen Sie, auch das wird vorbeigehen“

18.04.2006 ·  Donald Rumsfeld wurde in den vergangenen Tagen mehrfach zum Rücktritt aufgefordert. Er soll angeblich sogar Mißhandlungen im Gefangenenlager Guantánamo genehmigt haben. Der amerikanische Verteidigungsminister zeigt sich unbeeindruckt.

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Der amerikanische Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hat sich am Montag unbeeindruckt von Rücktrittsforderungen gezeigt. „Wissen Sie, auch das wird vorbeigehen“, sagte er einem Radiosender am Montag. „Bei diesen Dingen gibt es immer zwei Seiten, und je schärfer die Kritik daherkommt, um so schärfer fällt auch die Verteidigung aus von den Leuten, die mit den Kritikern nicht übereinstimmen.“

Kritik an Rumsfeld hatten zuletzt vor allem der frühere Nato-Oberbefehlshaber Wesley Clark und Politiker der Demokraten geübt, die sich der Forderung von sechs ehemaligen amerikanischen Generälen nach Rücktritt des Verteidigungsministers angeschlossen hatten. „Er hat schlechte politische Entscheidungen getroffen. Es ist Zeit für eine neue Führung“, sagte Clark am Osterwochenende dem Fernsehsender Fox News. Der demokratische Gouverneur von New-Mexico, Bill Richardson, sagte: „Wir sollten auf die Generäle hören.“

Mißhandlungen genehmigt?

Darüber hinaus hatte die Zeitung „Boston Globe“ unter Berufung auf einen Untersuchungsbericht der amerikanischen Armee den Vorwurf erhoben, Rumsfeld habe persönlich Mißhandlungen im Gefangenenlager Guantánamo genehmigt.

Der amerikanische Präsidialamtssprecher Scott McClellan hingegen hatte den Minister abermals unterstützt: „Wir stehen vor vielen Herausforderungen, und der Präsident hat Minister Rumsfeld und unsere Kommandeure beauftragt, sich diesen Herausforderungen zu stellen. Und sie stellen sich diesen Herausforderungen.“

Bush: „Er hat meine volle Unterstützung“

Auch Präsident George W. Bush hatte Rumsfeld zuvor öffentlich sein Vertrauen ausgesprochen: „Rumsfelds energische und standhafte Führung ist genau das, was in dieser kritischen Zeit gebraucht wird. Er hat meine volle Unterstützung und meine tiefe Anerkennung.“

Rumsfeld war auch von einer Reihe aktiver und pensionierter Generäle in Schutz genommen worden. So hatte der ehemalige Vorsitzende der Vereinigten Stabschefs Myers die Kritik der pensionierten Militärs als „unangebracht“ bezeichnet. Es sei nicht die Aufgabe hoher Offiziere - ob aktiv oder im Ruhestand -, die politische Führung offen zu beurteilen. Zudem habe Rumsfeld auch auf die Führung des Militärs gehört, die immer Zugang zu ihm gehabt habe. Vier pensionierte Generäle sprachen in einem Gastbeitrag des „Wall Street Journal“ gar von einem der „effizientesten Verteidigungsminister in der amerikanischen Geschichte“.

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