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Donnerstag, 23. Februar 2012
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Streit über Atomprogramm Irans Marine kündigt „starke Präsenz“ nahe Amerika an

28.09.2011 ·  Abermals hat Admiral Sajari angekündigt, die iranische Marine werde eine „Flotte in den Atlantik“ in die Nähe amerikanischer Hoheitsgewässer entsenden. Der französische UN-Botschafter Araud drohte Iran indirekt mit einem Militäreinsatz.

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Iran will eine Kriegsflotte in die Nähe amerikanischer Hoheitsgewässer entsenden. Das hat der Kommandeur der iranischen Marine, Habibollah Sajari, angekündigt. Der staatlichen Nachrichtenagentur Irna sagte Sajari, „da die Amerikaner illegitim in unseren Gewässern (Persischer Golf) sind, wird auch unsere Flotte demnächst eine starke Präsenz nahe amerikanischer Hoheitsgewässern haben.“ Bereits im Juli hatte der Admiral angekündigt, Iran werde eine „Flotte in den Atlantik entsenden“.

Wann und über welche Route Teheran die Schiffe in den Atlantik entsenden will, sagte der Kommandeur nicht. Beobachter sehen darin einen Versuch, den Iranern die Sorge über eventuelle militärische Angriffe gegen iranische Atomanlagen zu nehmen.

Die iranische Marine verstärkt bereits seit dem vergangenen Jahr ihre Präsenz in internationalen Gewässern. Regelmäßig werden Schiffe in den Indischen Ozean und den Golf von Aden entsendet, um iranische Handelsschiffe in der Region vor Angriffen somalischer Piraten zu schützen. Im Februar hatte Iran erstmals zwei Kriegsschiffe ins Mittelmeer entsendet.

Auch die anti-amerikanische Rede von Präsident Mahmud Ahmadineschad vor der UN-Vollversammlung am Donnerstag in New York wird als Versuch gewertet, der islamischen Welt zu beweisen, dass das Land sich nicht von militärischem und politischem Druck der Vereinigten Staaten und des Westens einschüchtern lässt. (Siehe: Eklat bei UN-Vollversammlung: Ahmadineschad: Holocaust ist Ausrede)

Französischer UN-Botschafter: „Hohes Risiko eines militärischen Eingreifen“

Unterdessen hat der französische UN-Botschafter Gérard Araud Iran mit einem Militäreinsatz gedroht, sollte das Land an seinem Atomprogramm festhalten. Wenn es keine neuen Verhandlungen über das Programm gebe, bestehe ein „hohes Risiko“ eines militärischen Eingreifens, sagte der Diplomat am Dienstagabend in New York. Araud ließ offen, welche Länder sich an einem solchen Einsatz beteiligen könnten. Ein Eingreifen könne jedoch „katastrophale Folgen in der Region“ haben, warnte er.

Der Westen wirft dem Iran vor, sein Atomprogramm militärisch auszurichten. Der UN-Sicherheitsrat verhängte deswegen bereits vier Mal Sanktionen gegen Teheran. Iranische Vertreter hingegen behaupten, das Atomprogramm diene friedlichen Zwecken.

Präsident Ahmadineschad sagte kürzlich, sein Land brauche angereichertes Uran für einen medizinischen Reaktor zur Verbesserung von Krebsbehandlungen. Bereits Anfang September hatte Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy einen möglichen „Präventivschlag“ gegen den Iran erwähnt.

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