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Staatsbesuch London rüstet sich für Bush

18.11.2003 ·  Beim Staatsbesuch von Präsident Bush in Großbritannien wird es zwei Realitäten geben: Kutschfahrten mit der Queen und Homestories von Tony hier, Demos und Sicherheitsmaßnahmen dort.

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Kurz vor Beginn des Staatsbesuchs von George W. Bush in Großbritannien hat der Londoner Bürgermeister Ken Livingstone den amerikanischen Präsidenten scharf angegriffen. Bush sei die „größte Bedrohung für das Leben auf diesem Planeten“, sagte Livingstone einem britischen Ökologie-Magazin.

Wegen des umstrittenen Ergebnisses der Präsidentenwahl von 2000 erkenne er ihn auch gar nicht an. Bushs Politik könne die Menschheit noch auslöschen, so Livingstone weiter. Der aus der Labour-Partei ausgeschlossene Bürgermeister ist einer der prominentesten britischen Kriegsgegner. Bush wird am heutigen Dienstag zu einem viertägigen Staatsbesuch in Großbritannien erwartet.

Sicherheitsmaßnahmen von beispiellosem Ausmaß

Im Vorfeld des Besuchs waren bereits am Montag in London Sicherheitsmaßnahmen von bisher beispiellosem Ausmaß eingeleitet worden. Nach Angaben von Scotland Yard werden 14 000 Polizisten während des Staatsbesuchs im Einsatz sein. Schon am Montag wurden die Einreisekontrollen an allen Flug- und Seehäfen verschärft. Passagiere der Eurostar-Verbindung aus Paris und Brüssel mussten sich in London zusätzlichen Kontrollen unterziehen.

Am Donnerstag wollen in London bis zu 100.000 Menschen gegen Bush und die Folgen des Irak-Krieges demonstrieren. Am Montag übergab die Vereinigung der Irak-Kriegsgegner („Stop the War Coalition“) am britischen Amtssitz Downing Street eine Liste mit 100.000 Unterschriften gegen den Krieg. Die geplanten Demonstrationen gegen ihn machten ihm keine Sorgen, hatte Bush am Wochenende gesagt. Er schätze es, in ein Land zu reisen, „wo die Menschen sagen können, was sie wollen“.

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