05.08.2012 · Unter den 48 von syrischen Rebellen entführten iranischen Pilgern befinden möglicherweise auch Angehörige von Irans Revolutionsgarden. Dies soll ein Video bestätigen.
Von Friedrich Schmidt und Matthias RübRichtlinien für Lesermeinungen
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Ich bezweifle sehr , dass diese Männer irgendeiner Eliteeinheit auf
diesem Globus angehören , obendrein mit Ausweis und unbewaffnet von
sunnitisch islamistischen Terroristen einfangen lassen. Wo bitte haben
Iraner oder Schiiten die letzten Jahre irgendwelche Ausländer
entführt oder gelyncht und dann live auf Youtube gestellt . Assad
ist nicht am Ende und wird von der syrischen Bevölkerung
unterstützt .
Lieber Herr Kauder
Den Christen können Sie am besten helfen , wenn das westliche
Bündnis und die wahhabitischen Verbündeten nicht die
Islamisten aufrüsten und Ihnen die WAFFEN SPENDIEREN ,MIT DENEN
UNSERE SYRISCHEN BRÜDER ABGESCHLACHTET WERDEN.
Wer zweifelt denn ernsthaft daran,
dass sich auch Angehörige der jeweiligen Bündnispartner längst unter die Kombattanten gemischt haben. Wie Hizbollah-Angehörige an der Niederschlagung der Volksunruhen im Iran nach den gefälschten Wahlen 2009 beteiligt waren, mischen iranische Pasdaran u.a. überall dort mit, wo Interessen der sog. Islamischen Republik Iran involviert sind - sei es zu verdeckten Stützungsaktionen von schiitischen Insurgenten in Saudi-Arabien, Jemen, Bahrain usf., Destabilisierungsaktionen im Irak und Afghanistan , sei es zu direkter Präsenz mit Kämpfern vor Ort wie im Libanon in der Vergangenheit und Syrien heute. Auf syrischem Boden wird der islamische Binnenkampf zwischen Sunna und Schia ausgetragen. Wenn Syrien fällt, wird Iran die schiitischen Kräfte auf der Westseite des Persischen Golfs munitionieren und stimulieren, für deren Niederschlagung brauchen SA und Qatar die deutschen Panzer.
Natürlich sind Revolutionsgardisten unter den Pilgern - iranische Wehrpflichtige können wählen, ob sie bei den "Sepah" (Revolutionsgarden) oder den "Artesh", den anderen Truppen ihren Wehrdienst ableisten wollen, entsprechend sind sie dort aktiv oder Reservisten. Und da es in Damaskus verhältnismäßig ruhig ist, lässt sich auch so leicht kein Iraner davon abhalten, zum Schrein der heiligen Zainab zu pilgern. Im Irak sind die Bedingungen schon lange schwierig und der Pilgertourismus blüht trotzdem. Hier wollen die sogenannten Rebellen einen Vorwand für ihre Geiselnahme konstruieren.
Pilgerreisen in Zeiten eines blutigen Bürgerkrieges
Ernst nehmen darf man diese Behauptung m.E. nicht. Es sei denn man ist auf einer kriegerischen Pilgerreise. Die Frage ist nun was die Aufständischen mit den festgehaltenen machen wollen oder sollen. ggf als Kriegsgefangene ansehen und später austauschen.
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.08.2012 06:52 Uhr@Klaus Keller: Dann bitte auch
Dann bitte auch nicht beschweren, wenn in einem Krieg schwere Waffen gegen umherziehende Mörder- und Terroristenbanden eingesetzt werden.
@Adrian Baumeister warum sollte man Iraner nicht erschießen können ?
Wenn sie im Staatsdienst unterwegs waren um Syrien zu unterstützen ist ihr Leben soviel Wert wie ein Gefangener auf der anderebn Seite. ggf gar nichts. Es herrscht Krieg nach meiner Kenntnis.
Warum keine Pilger ?
Der Schrein der Sajjida Zeinab in Damaskus ist einer der großen
Wallfahrtsorte für Pilger aus dem Iran bzw. Schiiten generell.
Warum also nicht ?
In Saudi Arabien reißt der Strom der Pilger auch nicht ab, weil
man Demonstranten niederschießt. Zudem gilt Damaskus als
"befriedet" im Kontext der Kämpfe der letzten Tage. Wir
sehen immer wieder Bilder aus Damaskus die einen vööig
intakten Alltag dokumentieren.
Der Punkt ist doch, das man Entführte Iraner nicht einfach so
lynchen kann, wie Drusen, Christen oder Alawiten. Und nachdem die
syrische Armee schon des öfteren türkische, französische
u.a. Geheimdienstoffiziere gefangen hat will man einfach auch einmal was zeigen.
Und da es um einen sunnitischen Eroberungskrieg geht, kann man davon
ausgehen, das diese Gefangennahme der Pilger, ebenso zu bewerten ist,
wie der Status der Menschen und Persönlichkeitsrechte in Saudi
Arabien ...
Matthias Rüb Jahrgang 1962, politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.
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