23.04.2010 · Die amerikanische Luftwaffe hat erstmals eine eigene Raumfähre in den Weltraum geschossen. Das unbemannte „Space Plane“ kann neun Monate im All bleiben. Wann es wieder zur Erde zurückkehrt, hielt das Pentagon geheim.
Erstmals hat die amerikanische Luftwaffe ein eigenes Raumschiff ins All geschossen: Am Freitagmorgen startete das „Space Plane“ erfolgreich zu seinem Jungfernflug. Vom militärischen Teil des Weltraumbahnhofs Cape Canaveral in Florida wurde das unbemannte Mini-Shuttle von einer Atlas-V-Rakete um 1.52 Uhr MESZ in den Orbit befördert. Wie lange er dort bleiben soll, hielt das Pentagon ebenso geheim wie die künftigen Einsatzpläne.
Die Raumfähre kann mit einem Labor zur Erprobung von Materialien und Technologien im All ausgerüstet werden, wie die Luftwaffe jüngst in einer Erklärung mitteilte. Das Projekt wurde 1999 zunächst von der zivilen Raumfahrtbehörde Nasa gestartet. Später übernahmen die Streitkräfte die Entwicklung des auch X-37B genannten Raumschiffes.
Bis zum Start war von dem ansonsten verhüllten Testraumschiff nur ein kleiner Teil an der Spitze zu sehen. Das „Space Plane“ ähnelt einer Miniatur-Version eines Space-Shuttles. Es ist 8,80 Meter lang und hat eine Flügel-Spannweite von rund 4,60 Metern. Das unbemannte Raumschiff hat zwei gestutzte Flügel, eine Ladebucht und wiegt knapp fünf Tonnen.
Das „Space Plane“ soll die Erde in bis zu 900 Kilometer Höhe umkreisen. Wie es heißt, sollen beim Jungfernflug des Militärshuttles zunächst die Navigations- und Flugleitsysteme, Hochtemperatur-Materialien und Dichtungen geprüft werden. Die Raumfähre soll im Orbit unter anderem ihre Ladebucht öffnen und ihre Sonnensegel entfalten.
„Ehrlich gesagt, wissen wir nicht sicher, wann es zurückkommt“
Auf die Erde zurück kommen soll das „Space Plane“ innerhalb der nächsten 270 Tage. Auf diese maximale Flugzeit ist es ausgelegt. „Ehrlich gesagt, wissen wir nicht sicher, wann es zurückkommt“, sagte der für Raumfahrt-Programme zuständige stellvertretende Luftwaffen-Staatssekretär Gary Payton in einer Telefonkonferenz.
Die vollautomatisierte Landung ist dann auf der Air-Force-Basis Vandenberg in Kalifornien vorgesehen. Danach soll das „Space Plane“ in nur zehn bis 15 Tagen wieder einsatzbereit sein. „Wenn wir den Vogel zurückhaben, sehen wir, wie lange es wirklich dauert, bis wir ihn wieder fit haben“, sagte Payton.
Seit über zehn Jahren ist an dem sogenannten Orbital Test Vehicel (OTV) gearbeitet worden. Angefangen wurde das Projekt in den späten 1990er Jahren zunächst von der zivilen Raumfahrtbehörde Nasa, 2004 übernahm dann das Militär - zusammen mit dem Hersteller, der Boeing-Abteilung „Phantom Works“.
Ein bemerkenswertes "Spielzeug" leistet sich die US-Airforce schon ...,
Ulrich Stauf (DH7XU)
- 23.04.2010, 10:14 Uhr
entscheident ist, dass es von pentagon hochgeschossen ist...
Mehmet Mantikli (logisch74)
- 24.04.2010, 16:09 Uhr