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Somalia Militärflugzeug in Mogadischu offenbar abgeschossen

23.03.2007 ·  Ein Flugzeug der afrikanischen Friedensmission in Somalia ist am Freitag nach Augenzeugenberichten offenbar abgeschossen worden. Unterdessen halten die Kämpfe in der Hauptstadt weiter an. Viele Einwohner sind auf der Flucht.

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Am dritten Tag heftiger Gefechte in Mogadischu ist nach Augenzeugenberichten ein Flugzeug der afrikanischen Friedensmission abgeschossen worden. „Die Maschine wurde von einer Rakete getroffen und ging in Flammen auf“, sagte Augenzeuge Yahya Yusuf. Sie sei in einem Außenbezirk Mogadischus aufgeschlagen. Ein Sprecher der AU-Friedensmission wollte sich zunächst nicht dazu äußern.

Bei Gefechten in Mogadischu wurden am Freitag mindestens zwei Menschen getötet. Nach Informationen des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) ist die Zahl der Verletzten auf mindestens 300 gestiegen. „Das sind jedoch nur diejenigen, die Krankenhäuser erreicht haben“, sagte der IKRK-Delegationsleiter für Somalia Pascal Hondt. Vermutlich sei die Zahl noch höher. Wie viele Menschen seit Beginn der Kämpfe getötet wurden, sei derzeit schwer zu schätzen. Zahlreiche Einwohner Mogadischus seien auf der Flucht.

Al-Dschasira soll nicht weiter berichten

Ein Vertreter des Hawiye-Stammes hatte zuvor im somalischen Radio berichtet, dass die Clanchefs sich mit Vertretern des äthiopischen Militärs auf einen Truppenrückzug geeinigt hätten. Der Hawiye-Clan ist der Übergangsregierung feindlich gesonnen, weil er sich nicht ausreichend repräsentiert fühlt. Die islamischen Milizen, die Ende Dezember von den äthiopischen Truppen vertrieben wurden, rekrutierten sich zum großen Teil aus dem Hawiye-Clan.
Unterdessen forderte die somalische Übergangsregierung den arabischen TV-Sender Al-Dschasira und zwei somalische Radiosender auf, nicht mehr aus Somalia zu berichten. In dem Schreiben seien keine Gründe genannt, sagte Mohammed Adow, Somalia-Korrespondent von Al-Dschasira. Die Entwicklung in Somalia ist ein Schwerpunkt der Berichterstattung des arabischen Senders.

Die somalische Regierung hatte vor einigen Wochen bereits mehreren Sendern vorübergehend die Berichterstattung verboten. Am 16. April sollen etwa 300 Delegierte in einer nationalen Versöhnungskonferenz über eine Friedenslösung für das vom Bürgerkrieg zerrüttete Land beraten.

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