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Somalia Äthiopische Truppen vertreiben Shabaab-Miliz aus Beled Huen

Äthiopische Truppen sind in die westsomalische Grenzstadt Beled Huen einmarschiert und haben damit eine dritte Front gegen die radikalislamische Al-Shabab-Miliz eröffnet.

Die äthiopischen Streitkräfte haben am Samstag die mittelsomalische Stadt Beled Huen erobert und die radikalislamische Miliz Al Shabaab von dort vertrieben. Beled Huen liegt Luftlinie etwa 35 Kilometer hinter der somalischen Grenze. Hunderte Soldaten rückten in den verkehrsstrategisch bedeutsamen Ort ein.

Die somalische Regierung teilte anschließend mit, Beled Huen sei wieder unter ihrer Kontrolle. Ohne die Anwesenheit äthiopischer Truppen zu bestätigen, rief die Regierung „Nachbarstaaten wie Äthiopien“ zur Unterstützung ihres Kampfes gegen Al Shabaab auf. Die Al Schabaab bestätigte ihren „geplanten Rückzug“ aus der Stadt. Ihre Kämpfer würden Beledweyne nun umzingeln, teilte die mit Al Qaida verbündete Organisation über Twitter mit.

Karte / Somalia © F.A.Z. Vergrößern Somalia

Im Osten der Stadt werde erbittert gekämpft und es gebe Opfer in der Bevölkerung. Im Oktober waren bereits kenianische Truppen in Südsomalia eingerückt, um der somalischen Regierung gegen Al Shabaab zu helfen. Sie nahm dazu die Entführung von Europäern in Kenia durch somalische Muslimextremisten zum Anlasse. Im August war die Al Shabaab unter Mithilfe von 9000 Soldaten der Afrikanischen Union aus der somalischen Hauptstadt Mogadischu vertrieben worden. Äthiopien hatte im November seine Bereitschaft erklärt, die Afrikanische Union in Somalia zu unterstützen.

In dem Land am Horn von Afrika herrscht seit 1991 Bürgerkrieg. Bereits 2006 waren äthiopische Truppen mit Rückendeckung der USA in Somalia eingerückt, um radikalislamische Milizen zu bekämpfen. Das stieß in Somalia jedoch auf heftigen Widerstand und brachte die Al-Schabaab als relevante Kampftruppe auf die Bühne. Nach der Bildung einer somalischen Übergangsregierung zogen die äthiopischen Truppen 2009 wieder ab.

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Quelle: dapd/dpa

 
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