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Sexismus-Skandal : Walisischer Politiker Sargeant tot aufgefunden

  • Aktualisiert am

Der frühere walisische Minister Carl Sargeant auf einer Aufnahme aus dem Jahr 2011 Bild: Picture-Alliance

Vor vier Tagen trat er wegen schweren Vorwürfen gegen ihn zurück. Nun wurde der Labour-Politiker Carl Sargeant tot aufgefunden. Alles deutet auf einen Suizid hin.

          Der frühere walisische Minister Carl Sargeant ist Tage nach seinem Rücktritt tot aufgefunden worden. Der Labour-Politiker hatte am Freitag seinen Posten als Minister für Gemeinwesen und Kinder aufgegeben, nachdem Vorwürfe wegen sexueller Belästigung von Frauen gegen ihn öffentlich geworden waren. Zugleich war seine Mitgliedschaft in der Labour-Partei suspendiert worden.

          Wie der britische „Guardian“ unter Berufung auf die Polizei von North Wales berichtet, sei die Polizei gegen 11.30 Uhr angerufen worden, nachdem der leblose Körper eines Mannes in der Gemeinde Connah's Quay gefunden worden war. Örtliche Polizeikräfte identifzierten Sargeant und informierten die Angehörigen. Dem Vernehmen nach habe es keinerlei Hinweise auf Fremdeinwirkung gegeben. Alles deute auf einen Selbstmord hin.

          Der Labour-Parteivorsitzende Jeremy Corbyn zeigte sich auf Twitter betroffen. „Ich bin tief schockiert über die schrecklichen Nachrichten“, schrieb er auf dem Kurznachrichtendienst. „Meine Gedanken und mein tiefes Mitgefühl sind bei seiner Familie und seinen Freunden.“

          Sargeant wurde 2003 in die walisische Nationalversammlung gewählt und gehörte ihr seitdem an. Die Vorwürfe gegen ihn sind der jüngste Fall einer ganzen Welle von Verdachtsfällen sexueller Übergriffe britischer Politiker, die jüngst öffentlich geworden waren. Verteidigungsminister Michael Fallon hatte vergangene Woche Fehlverhalten eingestanden und war zurückgetreten. Gegen ein gutes Dutzend weiterer Torries und Labour-Abgeordneter des britischen Parlaments stehen Vorwürfe ebenso im Raum wie gegen weitere Abgeordnete der Regionalparlamente von Schottland und Wales.

          Quelle: lohe.

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