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„Sex and the City“-Star : Cynthia Nixon scheitert in Vorwahl um Gouverneursposten

  • Aktualisiert am

Bild: AP

Sie wollte Gouverneurin des Staats New York werden – doch jetzt endet der Traum der früheren „Sex and the City“-Schauspielerin Cynthia Nixon schon in der Vorwahl der Demokraten.

          Die frühere „Sex and the City“-Schauspielerin Cynthia Nixon (52) ist in der Vorwahl um den Gouverneursposten des amerikanischen Bundesstaats New York gescheitert. Nixon unterlag bei der Vorwahl der Demokraten mit rund 34 Prozent am Donnerstag Amtsinhaber Andrew Cuomo, der rund 66 Prozent der Stimmen bekam, wie erste Auszählungen ergaben. Der Amtsinhaber hatte zuvor schon in Umfragen stets vorne gelegen, er gilt als beliebt und hat die Unterstützung großer Geldgeber und Verbände. Cuomo wird nun bei der Gouverneurswahl am 6. November gegen den republikanischen Herausforderer Marc Molinaro antreten.

          Nixons Kandidatur bei der Vorwahl hatte vor allem linke Demokraten begeistert. Bei ihnen ist Cuomo besonders unbeliebt. Seine Gegner werfen ihm vor, dass er zu viele Kompromisse mit Republikanern mache. Besonders übel nehmen sie ihm, dass er die Steuern für Vermögende im Staat gesenkt habe und der „Independent Democratic Conference“ zu viel Macht gebe – das ist eine kleine Gruppe von Demokraten im Landesparlament, die häufig mit den Republikanern abstimmt.

          Der 60 Jahre alte Cuomo ist seit 2011 Gouverneur. Sein Vater Mario Cuomo hatte das Amt von 1983 bis 1994 inne. Andrew Cuomos Unterstützer gaben der Nixon-Kampagne gleich am Anfang einen kräftigen Sympathie-Schub. Seine Unterstützerin Christine Quinn nannte die Herausforderin eine „unqualifizierte Lesbe“. Nixon parierte via Twitter: „Faktisch lag sie richtig. Ich habe kein Zertifikat vom Ministerium für Lesbische Angelegenheiten, aber zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass man dafür auch viel Papierkram erledigen muss.“

          Im Bundesstaat nicht gut bekannt

          Auch wenn Nixon in der Stadt New York vergleichsweise bekannt ist, gilt das nicht unbedingt für den Bundesstaat. Und dort sind Kandidaten, die als typisch städtisch gelten, oft auch alles andere als beliebt. Das war eine Schwäche von Nixons Kampagne, die sehr stark von gebildeten, jüngeren Stadtbewohnern unterstützt wurde. Die Schauspielerin bemühte sich daher, so oft wie möglich herumzureisen – so besuchte sie die Grenzregion zu Kanada und Orte, die von der Gasfördermethode Fracking betroffen sind.

          Ihre Gegner griffen Nixon vor allem aufgrund ihrer vermeintlichen Unerfahrenheit an. Sie ist allerdings schon seit Jahren politisch aktiv, beispielsweise für die Rechte Homosexueller. Doch selbst jene, die mit ihrer Kampagne sympathisierten, fragten sich, warum die Schauspielerin nicht zunächst versuchte, Abgeordnete zu werden. Bei den demokratischen Volksvertretern hatte Nixon deswegen auch von Beginn an keine großen Chancen – die etablierten Parteivertreter standen mehrheitlich hinter dem Gouverneur.

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