Es ist eine großartige Truppe, die sich angeblich zum Ziel gesetzt hat, Serbien in die Europäische Union zu führen. Staatspräsident ist der ehemalige radikale Nationalist Nikolic, der sich von seiner Vergangenheit als großserbischer Chauvinist nie eindeutig distanziert hat. Zum Regierungschef wählte das serbische Parlament am Freitag Ivica Dacic, den einstigen Sprecher des serbischen Gewaltherrschers Milosevic, der acht Jahre lang dessen mörderische Politik schöngeredet hat. Dritter im Bunde ist der neue Verteidigungsminister Vucic; auch er war einst ein radikaler Nationalist, der sich heute gemäßigt gibt.
Das Beängstigende ist nicht, dass die neuen Machthaber ihre alte Rhetorik gewechselt haben, sondern dass der Wandel nur Pose ist. Gestern feierte man Massaker und „ethnische Säuberungen“, heute ist man „proeuropäisch“, ohne den europäischen Gedanken auch nur ansatzweise verinnerlicht zu haben. Wenn morgen ein anderer Wind weht, werden Männer wie Nikolic, Dacic und Vucic wieder ganz vorne mit dabei sein. Erst einmal müssen sie nun aber Serbien aus einer schweren Wirtschaftskrise führen.
Ja, aber
Ronald Gruenebaum (bruxman)
- 28.07.2012, 11:32 Uhr
In guter Gesellschaft.....
gerd hodina (hodger)
- 28.07.2012, 11:03 Uhr
Serbische Mörder
Günter Jäger (rohrbacher)
- 28.07.2012, 10:59 Uhr
Europäisches Irrenhaus
Matthias Jehn (statement)
- 28.07.2012, 10:56 Uhr
Die kulturelle Achse Balkan-Griechenland-Türkei-Levantine ist ein
großer Segen für Europa
Frauke Klien (endivie)
- 28.07.2012, 10:20 Uhr
