28.05.2012 · Aussagen von Serbiens neuem Präsidenten Tomislav Nikolic im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung führen zu Verwicklungen zwischen Zagreb und Belgrad.
Von Michael MartensRichtlinien für Lesermeinungen
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Kaum einem Präsidenten gelingt es so sich selber und das eigene Land zu zerstören, wie Nikolic. Dieser "zweite Milosevic" ist eine wahre Bedrohung für den ganzen Balkan. Er versucht diesen ewigen Traum der Serben durchzusetzen aber sieht nicht wie er sich damit schadet. Der ganze Balkan vorallem Kroatien, Montenegro, Bosnien und Kosovo haben jahrelang versucht der EU klar zu machen, was Serbien wirklich will. Sie wollen keinen Frieden sondern Großserbien. Es wurde aber nicht wahr genommen. Jetzt endlich sehen auch die Europäer das wahre Gesicht dieser Regierung, dieses Landes. Sie versuchen wieder den Balkan zu destabilisieren. Jetzt, nach diesen ganzen Aussagen, wird es für Belgrad unmöglich sein in die EU einzutreten und das Land wird in Arbeitslosigkeit und Armut untergehen. Dazu kann man nur sagen: Selber Schuld! Wer so einen "Politiker", oder besser gesagt so einen Tyrannen wählt, hat nichts besseres verdient!
Für mich bedeutet dieser ewige Zwist unter den Balkanstaaten, dass die EU nicht mehr zu retten wäre wenn sie diese Staaten in die Gemeinschaft aufnehmen, oder in Aussicht stellen würde.
Wie will Serbien SO in die EU?
Man hat von Kroatien das Unmögliche verlangt: Die Kroaten durften erst in die EU, wenn sie "in Frieden" und in Zusammenarbeit mit allen Nachbarn stünden. Darum haben sie sich anscheinend bemüht. (das hätte man mal von NL nach dem II Weltkrieg fordern müssen in Bezug auf D!) Aber was macht man nun mit Serbien? Wie kann der frischgewählte Präsident solche Äusserungen von sich geben? Vukovar=Serbisch, Kroaten haben da kein Recht drauf etc. pp. Und dann versucht man ein stümperhaftes Dementi, was vollkommen unglaubwürdig macht. Bei solchen Äusserungen scheint es einleuchtend, warum die Save schon seit Jahrhunderten die Grenze zwischen West/Ostrom und Habsburg/Osmanisches Reich war. Wenn Serbien auch noch in die EU kommt, gibt es plötzlich in der EU Konflikte, die wir schon lange nicht mehr hatten (Serbien-Kroatien, Serbien-Bosnien, Serbien-Kosovo+Albanien etc.). Ob das sinnvoll ist... aber das ist bei der EU ja immer Nebensache ;-)
Alex Sammond von der Scottish National Party und der Serbe Tomislav Nikolic
Der einzige Unterschied ist der, das Schottland nicht den Traum hat, England, Wales und Nordirland zu besetzen, aber Alex Sammond saet Hass und Zwietracht in den Kopfen von schottischen Nationalisten, die sich von Grossbritannien los losen wollen, ohne sich jedoch ernsthaft finanziell und wirtschaftlich von London los zusagen. Der britische Schotte denkt anders, namlich das Schottland sehr wohl ein Teil Grossbritannien ist und das sie weder den Euro haben wollen, noch zur EU wollen. Was der serbische Nationalist sagt, ist Brandstifterei und der Burgerkrieg ist noch langst nicht vergessen und Vukovar ist und bleibt eine krpatische Stadt, mit oder ohne der dort lebenden Serben. Jetzt gerade hat Serbien sich der Europaischen Union angenahert und gewisse finanzielle und wirtschaftliche Zugestandnisse bekommen, fur die Reformen, die sie angestrangt haben und jetzt wahlen die Burger diesen Nationalisten, der Serbien wieder in die Abhangigkeit von Moskau treibt, anstatt weiter nach Europa.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.05.2012 16:57 UhrJetzt gerade hat Serbien sich der Europaischen Union angenahert und gewisse finanzielle und wirtscha
Wir wärs denn wenn die EU sich mal zur Abwechslung versuchen würde wirtschaftlich gesunde und halbwegs demokratisch funktionierende Länder als Mitglied zu bekommen. Auch Deutschlands Pleite ist schon fest geschrieben, die EU braucht Bares und nicht noch mehr Schulden.
Michael Martens Jahrgang 1973, politischer Korrespondent für südosteuropäische Länder mit Sitz in Istanbul.
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