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Scheidender OSZE-Vertreter : „Konflikt in der Ukraine wird nicht gelöst“

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Der scheidende Vizechef der OSZE-Beobachter in der Ukraine, Alexander Hug, bei einem Besuch im Konfliktgebiet im Oktober Bild: Oleksandr Techynskyy

Seit 2014 kämpft die ukrainische Armee im Osten des Landes gegen prorussische Separatisten. Fortschritte bei der Beilegung des Konflikts sieht Beobachter Alexander Hug nicht: Es gäbe keinen Willen, diesen zu beenden.

          Der scheidende Vizechef der OSZE-Beobachter in der Ukraine sieht keine Fortschritte zur Beilegung des vier Jahre alten bewaffneten Konflikts im Osten des Landes. „Die Menschen sterben weiter. Es gibt keinen Willen, diesen Konflikt zu beenden“, sagte der Schweizer Diplomat Alexander Hug am Mittwoch in Kiew vor Journalisten. Im Osten der Ex-Sowjetrepublik kämpft die ukrainische Armee seit 2014 gegen prorussische Separatisten, hinter denen sich die russische Militärmacht verbirgt.

          Um den schwelenden Krieg mit mehr als 10.000 Toten soll es auch bei Gesprächen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko am Donnerstag in Kiew gehen. Hug sagte, keine Partei halte sich an den 2015 in Minsk vereinbarten Waffenstillstand. Allein vergangene Woche hätten beide Seiten 8300 Mal aufeinander geschossen.

          Hug widersprach der Moskauer Sichtweise, dass der Konflikt rein innerukrainisch sei. „Das ist kein einheimischer Konflikt“, sagte er. In der Beobachtermission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) wird Hug am Donnerstag durch den Briten Mark Etherington abgelöst.

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