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Saudi-Arabien : Der Nährboden des Terrors

Großzügiger Spender für zweifelhafte Zwecke: König Salman Bin Abd al Aziz Al Saud empfängt Würdenträger nach seiner Inthronisation im Januar 2015. Bild: dpa

Seit einem halben Jahrhundert exportiert Saudi-Arabien mit Milliarden Petrodollars seinen intoleranten Islam in alle Welt – und fördert damit gezielt den Extremismus.

          Saudi-Arabien exportiert vor allem zwei Produkte: Erdöl und Islam. Das saudische Erdöl ist das Schmiermittel für die Weltwirtschaft, der saudische Islam aber ist eine Gefahr für den Weltfrieden. Vor mehr als einem halben Jahrhundert hatte das Königreich begonnen, seinen rückwärtsgewandten und intoleranten Islam zu exportieren. Rückwärtsgewandt ist er, weil er sich am Vorbild der ersten Muslime orientiert und dazu den Koran buchstabengetreu auslegt. Und intolerant ist dieser Islam, weil er alle Anhänger anderer Auslegungen zu „Ungläubigen“ erklärt, die bekämpft werden müssen. Die Vertreter dieses wahhabitischen Islams sehen ihn seit seiner Entstehung im 18. Jahrhundert als die einzige wahre Form des Islams an – und als die einzig wahre Religion überhaupt.

          Rainer Hermann

          Redakteur in der Politik.

          Das Ergebnis ist verheerend. Seit einem halben Jahrhundert wird die saudische Missionsoffensive Jahr für Jahr mit Milliarden Petrodollars finanziert. Sie richtet sich gegen den religiösen Pluralismus in der islamischen Welt – gegen gemäßigte und säkulare Sunniten ebenso wie gegen Anhänger des Sufismus und Schiiten, gegen Nichtmuslime sowieso. Diese saudische Offensive schuf den theologischen und ideologischen Nährboden für den heutigen Terror im Namen des Islams. Zwar finanziert das Königreich Saudi-Arabien die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) nicht direkt; denn der IS hat der saudischen Monarchie den Krieg erklärt. Das Königreich ist aber der Schöpfer dieses Ungeheuers, denn der IS ist die besonders gewalttätige Fortsetzung des wahhabitischen Islams.

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          Kampf um die Vorherrschaft in der arabischen Welt

          Zu den größten Fehlern des Westens zähle der Irrglaube, dass das saudische Regime uns wohlgesinnt sei, sagte kürzlich der Schriftsteller Salman Rushdie. Denn Saudi-Arabien sei maßgeblich verantwortlich für die weltweite Verbreitung radikal-islamischen Gedankenguts in Form des Wahhabismus: „Das war eine winzig kleine Strömung innerhalb des sunnitischen Islams, bis die Saudis dazu übergingen, mit ihren Petrodollars den Wahhabismus weltweit zu propagieren.“

          Pate war der Kalte Krieg. Vom Ende der fünfziger Jahre an zog der Ägypter Gamal Abd al Nasser Millionen von Arabern mit seiner Politik des Panarabismus und des Arabischen Sozialismus in seinen Bann. Er verbündete sich mit der Sowjetunion und unterstützte im Bürgerkrieg, der 1962 im Jemen ausbrach, die revolutionären Republikaner. Das linke Ägypten und das erzkonservative Saudi-Arabien standen sich im Jemen gegenüber, und sie kämpften um die Vorherrschaft in der arabischen Welt. Zudem fürchtete das Königshaus, dass die sozialistischen Ideen, die die von Schiiten bewohnte Ölprovinz im Osten des Landes erreicht hatten, dort Fuß fassen. Ein Jahr später sollte die sozialistische Baath-Partei im Irak die Macht übernehmen.

          Saudi-Arabien handelte. Kronprinz Faisal berief 1962 eine Konferenz nach Mekka ein, um den Säkularismus und Nassers arabischen Nationalismus, zwei existentielle Gefahren für das saudische Königshaus, zu bekämpfen. Das Ergebnis war die Idee, eine „Islamische Weltliga“ zu gründen. Sie wurde das wichtigste Instrument des Königreichs, sein Islamverständnis weltweit zu verbreiten – also Moscheen, Schulen und islamische Kulturzentren zu bauen, Jugendprojekte zu fördern, islamische Anliegen, wo auch immer in der Welt, zu unterstützen und humanitäre Hilfe zu leisten. Überall sollten kleine islamische Gesellschaften nach saudischem Verständnis entstehen. Einer der großzügigsten Spender der Islamischen Weltliga war von Beginn an der heutige König Salman Bin Abd al Aziz Al Saud.

          Radikalisierung der saudischen Jugend

          Dem arabischen Nationalismus Nassers setzte der fromme damalige König Faisal seine neue Politik der „islamischen Solidarität“ entgegen. Das Programm umriss Faisal in einer Rede während der Pilgerfahrt in Mekka 1968, als er bereits vier Jahre König war: „Wir wollen eine islamische Wiedergeburt ohne Nationalismus, Ethnien und politische Parteien, aber mit dem Ruf des Islams und dem Ruf des Dschihad, um unsere Religion zu verteidigen.“ Zu diesem Zeitpunkt war Saudi-Arabien bereits die führende Macht Arabiens. Nasser hatte mit der demütigenden Niederlage gegen Israel im Sechstagekrieg von 1967 seinen Führungsanspruch verloren. Als zwei Jahre später in Jerusalem die Al-Aqsa-Moschee brannte, berief König Faisal ein „islamisches Gipfeltreffen“ ein, was Nassers säkulare Bewegung weiter schwächte. Daraus entstand die „Organisation der Islamischen Konferenz“ (OIC), die heute „Konferenz für islamische Zusammenarbeit“ heißt, als Zusammenschluss islamischer Staaten und zweites Instrument Saudi-Arabiens, Einfluss auf andere Länder der islamischen Welt zu nehmen.

          Ein Überblick: Islamische Organisationen gefördert durch Saudi Arabien weltweit.

          In den siebziger Jahren stellte Saudi-Arabien die Weichen für die kommenden Jahrzehnte. „König Faisal band die wahhabitischen Theologen in die staatliche Bürokratie ein und gründete dazu 1972 den Rat der Höchsten Religionsgelehrten“, sagt Ulrike Freitag, die Direktorin des Berliner Zentrums für den Modernen Orient und eine der besten Kennerinnen des heutigen Saudi-Arabiens. Daneben sei das islamisch geprägte Bildungswesen stark ausgebaut worden, was zur Radikalisierung der saudischen Jugend beigetragen hat, zumal sie nach 1973 weniger Arbeitsplätze vorfand, da der Anteil der nichtsaudischen Arbeiter von weniger als zehn Prozent an der Bevölkerung auf ein Drittel stieg.

          Universität im Dienste des Staats

          Dank des raschen Anstiegs des Ölpreises von 1973 an konnte Saudi-Arabien nun für seine Politik der „islamischen Solidarität“ jedes Jahr mehr als fünf Prozent seines Bruttoinlandsprodukts ausgeben. Dazu zählen auch die großzügigen Stipendien, die das Königreich bis heute an nichtsaudische Studenten der Islamischen Universität von Medina zahlt. Gegründet wurde die Universität 1961 als Gegenentwurf zur Azhar-Universität in Kairo, die fast ein Jahrtausend lang die wichtigste Lehrstätte des sunnitischen Islams gewesen war. In der Charta der Islamischen Universität von Medina heißt es, sie solle die Botschaft des Islams in die Welt tragen und dazu Studenten aus allen Ländern ausbilden. Die Universität habe sich gut in die Außenpolitik von König Faisal eingefügt, kommentiert der von den Komoren stammende Historiker Chanfi Ahmed, der über den Einfluss Saudi-Arabiens in Afrika forscht. Inzwischen hatte der saudische Islam auch in der religiösen Erziehung einen Führungsanspruch übernommen.

          Delegationen der Universität reisten nach ihrer Gründung über Monate in Afrika, um junge Muslime für Stipendien auszuwählen und muslimischen Gemeinden Gelder zu übergeben. Sie wählten Orte aus, in denen Absolventen der Universität tätig werden sollten, und sie luden islamische Führer nach Saudi-Arabien ein. Zunächst kamen die Studenten überwiegend aus Afrika, vom indischen Subkontinent und aus Indonesien. Nach dem Studium kehrten sie als Missionare und inoffizielle Botschafter Saudi-Arabiens in ihre Länder zurück. Erst mit dem sowjetischen Einmarsch in Afghanistan im Dezember 1979 rückten Zentralasien und Pakistan in den missionarischen Fokus der Universität.

          Weltweite Lehre der „wahren islamischen Identität“

          Seit ihrer Gründung 1961 haben etwa 45.000 religiöse Kader aus mehr als 160 Ländern an der Islamischen Universität studiert. Weitere zehntausend Schüler und Studenten haben weitere saudische Bildungseinrichtungen im Ausland und in Saudi-Arabien besucht. So unterhält die 1974 gegründete Islamische Universität Imam Ibn Saud Zweigstellen in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Indonesien, Malaysia, Djibouti, Japan und den Vereinigten Staaten. Auch diese Universität hat den Auftrag, die „wahre islamische Identität“ zu vermitteln.

          Sie sind nicht die einzigen Hochschulen, die im Ausland auf saudische Initiative gegründet wurden und weiter zu einem großen Teil aus Saudi-Arabien finanziert werden. Im Tschad wurde 1991 die König-Faisal-Universität eröffnet, und bereits 1980 hatten in Pakistan die OIC und der damalige Geheimdienstchef Turki al Faisal Al Saud die Islamische Universität Islamabad gegründet. Im Afghanistan-Krieg war sie Anlaufstelle für viele arabische Kämpfer auf dem Weg in den Dschihad.

          Gründe für den saudischen Islam-Export

          Der innerarabische Kalte Krieg zwischen Saudi-Arabien und Ägypten hatte den saudischen Islam-Export angestoßen. Drei Ereignisse des Jahres 1979 trieben das Königreich dazu, diesen massiv auszuweiten. Den Anfang machten im Februar die Revolution in Iran und die Drohung von Revolutionsführer Chomeini, den revolutionären schiitischen Islam in die konservativen sunnitischen Monarchien zu exportieren. Dann besetzten am 20. November, dem ersten Tag des islamischen Jahres 1400, vierhundert Anhänger des radikalislamischen Predigers Dschuhaiman al Utaibi die Große Moschee von Mekka und riefen zum Sturz der „korrupten und unislamischen Dynastie“ Al Saud auf.

          Dschuhaiman war Absolvent der Islamischen Universität von Medina und Schüler von Abd al Aziz Ibn Baz, der 1994 zum Großmufti Saudi-Arabiens aufstieg und zu den reaktionärsten saudischen Theologen des 20. Jahrhunderts zählt. Dschuhaiman wandte sich von ihm 1974 ab, weil er seinem Lehrer Kollaboration mit dem Haus Saud vorwarf. Die Besetzung der Großen Moschee stellte die islamische Legitimation des Hauses Saud in Frage. Das Königshaus hätte darauf mit einer Öffnung und mehr Toleranz für andere reagieren können. Das Gegenteil geschah. Es gab den islamischen Theologen mehr Macht und Mitsprache, islamisierte das Bildungswesen und stattete die Religionspolizei mit mehr Kompetenzen aus.

          Gleichzeitig exportierte das Haus Saud die radikalislamischen Dissidenten: Die Extremisten sollten sich in Afghanistan austoben, und die saudische Führung glaubte, sich mit der Unterstützung extremistischer Bewegungen in der islamischen Peripherie eine neue Legitimation als islamische Führungsmacht zu verschaffen. Zehntausende arabische Dschihadisten zogen nach Afghanistan. Von dort zogen sie zu anderen Konfliktherden weiter, nach Kaschmir und Tschetschenien, nach Algerien und Bosnien.

          Zwischen humanitärer Hilfe und Unterstützung des Terrors

          Dabei bedienten sich die Dschihadisten der Institutionen, die Saudi-Arabien in den Jahrzehnten zuvor geschaffen hatte. Dazu gehörte auch die Islamische Hilfsorganisation (IIRO), die 1978 als Unterorganisation der Islamischen Weltliga gegründet wurde. Zu den bedeutenden Spendern zählten der langjährige Verteidigungsminister Sultan Bin Abd al Aziz Al Saud und der heutige König Salman Bin Abd al Aziz Al Saud. Offiziell leistet die IIRO humanitäre Hilfe, sie verschickt Hilfspakete und betreibt Waisenhäuser. Auch hat sie mehrere tausend Moscheen und einige Dutzend Schulen gebaut, einige ihrer mehr als 80 Auslandsbüros haben Terrorgruppen unterstützt. So nutzte von 1994 an Muhammad Dschamal Chalifah, ein Schwager des Al-Qaida-Gründers Bin Ladin, die IIRO-Filiale auf den Philippinen als Tarnorganisation für die Terrorgruppe Abu Sayyaf. Zuvor hatte er die Attentäter auf das World Trade Center 1993 in New York finanziert.

          Die Untersuchungskommission des amerikanischen Kongresses zu den Anschlägen vom 11. September 2001 kam zu dem Ergebnis, dass auch die 1972 gegründete „Weltversammlung für die muslimische Jugend“ (Wamy) den islamistischen Terror offen unterstützt habe. Wamy unterhält Filialen in 56 Ländern, organisiert Jugendprojekte und vergibt Stipendien für Kurse an saudischen Bildungseinrichtungen. Die Jugendorganisation unterhält ein weltweites Netz von Schulen, Hospitälern und Waisenhäusern. Das amerikanische Finanzministerium erklärte im Juli 2005, auch wenn Saudi-Arabien nun gegen Terroristen vorgehe, flössen weiter Gelder über die Islamische Weltliga und Wamy an Terrororganisationen.

          Zuflucht für Dschihadisten in Albanien

          Da war die zur Islamischen Weltliga gehörende Haramain-Stiftung, die mehr als tausend Moscheen gebaut und 13 Millionen islamische Bücher verteilt hatte, bereits aufgelöst worden, weil sie ihre Infrastruktur Terrorgruppen bereitgestellt hatte. Deshalb hatte sie auch im Jahr 2002 in Bosnien ihre Büros schließen müssen. Auf dem Balkan war Bosnien ein Schwerpunkt der saudischen Missionsarbeit. Saudi-Arabien und die Islamische Weltliga bauten in Bihać die Prinz-Salman-Akademie, um islamische Religionslehrer für den ganzen Balkan auszubilden. Im Büro der staatlichen saudischen Hilfsorganisation in Sarajevo wurden Fotos gefunden, die die Terroranschläge der Jahre 1998 und 2001 verherrlichten.

          Saudi-Arabien schürte auch in anderen Ländern des Balkans und der früheren Sowjetunion bestehende Konflikte. So sah das Königreich in Albanien, als nach 1992 die staatlichen Strukturen zusammenbrachen, die Möglichkeit, das einst muslimische Land nach eigenen Vorstellungen zu prägen. Prediger wurden entsandt, mehr als zweihundert Schulen gebaut und eine Million Exemplare des Korans auf Albanisch verteilt. Arabische Dschihadisten erhielten Zuflucht und Arbeitsmöglichkeiten.

          Pakistan und Indien sind in Asien Schwerpunkte der Islamischen Weltliga. Sie unterstützt die einflussreiche Hochschule der Bewegung der Deobandi im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh, die als Ableger des wahhabitischen Islams in Indien gilt. In Pakistan soll die Deobandi-Bewegung bis zu 40.000 Koranschulen unterhalten. Aus ihrer politischen Partei, der Dschamiat Ulema-e-Islam, sind die afghanischen Taliban hervorgegangen.

          Saudische Wanderprediger, die Hass verbreiten

          Moscheen und Schulen sind die Hardware, um den Islam in die Welt zu exportieren. Saudi-Arabien versorgt diese Stätten auch mit Predigern und Pamphleten. Einer der bekanntesten saudischen Hassprediger, die das Königreich über viele Jahre auch nach Deutschland schickte, war Muhammad al Arifi, der auf Twitter elf Millionen Follower hat. Er darf nicht mehr in den Schengen-Raum einreisen, und so greift Saudi-Arabien auf andere Wanderprediger zurück, die Hass verbreiten. Nicht dem Dialog dient auch die Standardliteratur des wahhabitischen Islams, für deren Verbreitung Saudi-Arabien rund um den Erdball sorgt.

          Seinen Radius erweitert das Königreich auch mit islamischen Satellitensendern und islamischen Websites, die überall verfügbar sind und den Nutzer nichts kosten. Damit beliefere Saudi-Arabien einen erheblichen Teil der Curricula der weltweiten islamischen Institutionen, beobachtete bereits vor Jahren der französische Islamismus-Fachmann Olivier Roy.

          „Bei der Verbreitung des saudischen Islams spielt auch die Arbeitsmigration eine wichtige Rolle“, sagt Ulrike Freitag. Denn in Saudi-Arabien arbeiten zehn Millionen ausländische Bürger, und die meisten stammen aus muslimischen Ländern. Wenn sie zum Urlaub oder endgültig zurückkehren, bringen sie nicht nur Ersparnisse mit, sie verlangen von ihren Familien dann meist, sich wie in Saudi-Arabien „islamisch“ zu verhalten. Gebe es dann noch Angebote einer von Saudi-Arabien finanzierten Moschee, steige die Bereitschaft, den saudischen Islam zu übernehmen, sagt Freitag.

          Saudische Ideologie nur schwierig auszutrocknen

          Als Fahd Bin Abd al Aziz Al Saud im Jahr 1982 König wurde, galt er als ein Modernisierer. Seine erste öffentliche Rede hielt er aber in Medina, in der Islamischen Universität. Er brachte das Selbstverständnis des Königreichs auf den Punkt: „Die islamische Welt ist die strategische Fortsetzung Saudi-Arabiens.“ Um seine islamische Legitimation zu sichern, legte er sich statt „König“ den Titel „Hüter der beiden Heiligen Stätten“ zu, also Mekka und Medina.

          König Fahd baute nicht nur prächtige Paläste. Er sorgte auch dafür, dass sich Saudi-Arabien in der islamischen Welt fortsetzte. So soll er den Bau von mindestens 1500 Moscheen finanziert haben, von 2000 Grundschulen, 200 höheren Schulen und 210 islamischen Kulturzentren. Eine Druckerei, die seinen Namen trug, druckte 138 Millionen Exemplare des Korans in mehr als 20 Sprachen. In Europa tragen diesen 16 „Akademien“. Das sind Schulen, in denen nach saudischen Lehrplänen unterrichtet wird.

          Die „König-Fahd-Akademie“ in Bonn geriet als Anziehungspunkt für Extremisten nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 ins Visier des Verfassungsschutzes. Eine Untersuchung ihrer Schulbücher erbrachte ein alarmierendes Ergebnis. Die „Akademie“ wird seither ausgetrocknet. Die Ideologie ist aber in der Welt und wird nicht so schnell aus dieser zu schaffen sein. Ebenso wie der IS, dessen Terror auf einer Mischung des saudischen Islams und Gewalt beruht.

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