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Sarkozy Schmiermittel

Mit der Justiz standen François Hollandes Amtsvorgänger in den letzten drei Jahrzehnten allesamt auf Kriegsfuß. Viele Franzosen sehen dadurch eine alte Binsenweisheit bestätigt: Geld regiert die Welt.

Es ist zur traurigen Routine geworden, dass französische Präsidenten nach dem Ende ihrer Amtszeit von der Justiz verfolgt werden. Im Fall von Jacques Chirac, der lange Jahre Bürgermeister von Paris gewesen war, ging es um städtische Angestellte, die in Wirklichkeit für Chiracs Partei und Karriere gearbeitet hatten. Im Unterschied zu Mitterrand, der starb, bevor er wegen von ihm angeordneter illegaler Abhöraktionen belangt werden konnte, wurde Chirac als erster Präsident der Republik zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

Nun haben Nicolas Sarkozy Affären eingeholt, deren Beginn vor seiner Amtszeit liegt. Immer geht es um Geld, mit dem Wahlkämpfe finanziert werden oder das als Schmiermittel im politischen Betrieb unentbehrlich zu sein scheint. Im Fall Sarkozy ist unklar, ob Anklage erhoben wird: Die Beweislage ist schwierig, in einem Fall sind der Geheimdienst und diverse Mittelsmänner involviert. Aber die Sache erhält öffentlich wirksame Plausibilität auch deshalb, weil Sarkozy im Wahlkampf offenbar mehr Geld ausgegeben hat, als gesetzlich zulässig war. Das bestätigt vielen Franzosen eine alte Binsenweisheit: Geld regiert die Welt.

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Quelle: F.A.Z.

 
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