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Sahel Europäische Geiseln gegen inhaftierte Terroristen freigelassen

 ·  Durch einen Gefangenenaustausch sind drei in Mali festgehaltene Entwicklungshelfer freigekommen. Im Gegenzug wurden radikale Islamisten freigelassen.

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© dapd Die drei aus Spanien und Italien stammenden Entwicklungshelfer am Donnerstag in Burkina Faso

Nach der Freilassung von drei europäischen Geiseln aus den Händen von radikalen Islamisten am Donnerstag in Mali herrscht nach wie vor Unklarheit darüber, wie viele inhaftierte Radikale im Austausch freikamen. Die beiden Spanier und eine Italienerin, die für eine Entwicklungshilfeorganisation arbeiten, waren im Oktober 2011 in Algerien verschleppt worden.

Nach Angaben aus Burkina Faso, das eine wichtige Rolle bei den Verhandlungen mit der radikal-islamischen Gruppe „Mouvement pour l’unicité et le jihad en Afrique de l’Ouest“ (Mujao) spielt, waren im Gegenzug zwei in Mauretanien inhaftierte Radikale freigekommen. Ein Dritter, der in Niger einsitzt, soll noch in dieser Woche freigelassen werden. Die nigrische Regierung bestreitet allerdings, Gefolgsleute von Mujao in einem ihrer Gefängnisse zu haben.

Am Mittwoch hatte ein in Spanien registriertes Flugzeug den verurteilten Terroristen Memine Ould Oufkir in Mauretanien abgeholt und nach Burkina Faso transportiert, von wo aus ihn die burkinischen Vermittler am Donnerstag nach Gao im Norden Malis gebracht haben. Dort waren im Austausch die drei Europäer freigelassen worden. Ein zweiter in Mauretanien einsitzender Islamist soll ebenfalls am Mittwoch freigelassen worden sein. Mujao behauptet darüber hinaus, dass zusätzlich ein Lösegeld von 15 Millionen Euro bezahlt worden sei. In der Sahelzone werden nach wie vor 13 Geiseln festgehalten, darunter vier algerische Diplomaten und sechs Franzosen.

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Jahrgang 1965, politischer Korrespondent für Afrika mit Sitz in Johannesburg.

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